Handelsarten binäre Optionen – welche Handelsart ist 2018 die richtige?

In der Regel bieten die meisten Broker für binäre Optionen die gleichen Handelsarten zum Handel an. Lediglich die Bezeichnungen können variieren. Eine High/Low-Option heißt dann zum Beispiel Hoch/Runter und der 60 Sekunden-Handel wird Speed-Trading genannt. Für gewöhnlich sind folgende Optionsarten handelbar:

  • High/Low
  • One Touch
  • Range
  • 60 Sekunden

Eine aktuelle Neuerung ist die sogenannte Wunsch-Option. Dieser Typ wird auch oft unter dem Namen Option-Builder bezeichnet. Gemeint ist, dass der Händler hierbei die Optionseigenschaften individuell auswählen und sich so seine binäre Option selbst basteln kann. Wenn man bedenkt, dass in vielen Fällen die Laufzeit und gewisse Barrieren vorgegeben sind, dann ist das durchaus ein Fortschritt. Doch noch ist der Typ Wunsch-Option nicht sehr ausgreift, denn die Broker bieten größtenteils nur die Möglichkeit an, die Laufzeit anzupassen. Wobei diese Laufzeit dann wiederum gar nicht so viel Auswahl bietet. Die Auswahl zwischen einigen Minuten und einer Stunde ist nicht sehr groß und spricht nicht gerade für eine Wunsch-Option in allen Belangen.

Hinweisbox Binaere Optionen

Welche Marktsituationen lassen sich nun mit den einzelnen Typen umsetzten? Wir möchten einige solcher Situationen anhand der technischen Analyse der Märkte vorstellen. Welche Handelsart ist einfacher umzusetzen und welchen Typ Option sollte man meiden?

Inhaltsverzeichnis

  • High/Low-Option im USD/JPY
  • One Touch-Option
  • Range-Option im EUR/USD
  • 60- Sekunden Handel im AUD/USD
  • Auf die Analyse kommt es an

High/Low-Option im USD/JPY

Screen 1

Screen 1: Stundenchart des Usd/Jpy

Die High/Low-Optionen sind in sehr vielen Fällen einsetzbar, da man sich muss sich ja nur für eine Richtung entscheiden muss. Wichtig ist, dass sich der jeweilige Underlying-Kurs nach Ablauf der Optionszeit über beziehungsweise unter dem Preis bei Kauf der binären Option befindet. Man sagt auch „Im Geld“ dazu. Der 1-Stunden Chart des Währungspaares USD/JPY zeigt uns gleich zwei solcher Möglichkeiten auf (Screen 1). Die nächste Chance auf eine High-Option würde oberhalb des Widerstandes liegen. Da der Abwärtstrend bereits gebrochen wurde, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der USD/JPY-Kurs weiter hoch läuft.

One Touch-Option

Vorab sei gesagt, dass der Broker die Ziele bei den One-Touch-Options vorgibt. Nichtsdestotrotz kann hierbei meist eine höhere Rendite erreicht werden. Das Ziel muss ja lediglich innerhalb der Laufzeit einmal erreicht werden. Zu beachten wäre dabei allerdings, dass sich die vorgegebenen Ziele mit dem Kurs mit bewegen. Bei One-Touch-Optionen kommt es deshalb auf eine schnelle Reaktionsfähigkeit des Traders an.

Range-Option im EUR/USD

Aus unserer Sicht ist die Range-Option eine der am schwierigsten handelbare binäre Option überhaupt. In der Regel erscheint uns die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs im Laufe einer Stunde Stunde innerhalb einer festen Barriere bleibt, sehr gering. Für eine Range-Option ist eine längere Seitwärtsphase notwendig. Die Dauer dieser Phasen lässt sich jedoch nur schwer bis gar nicht einschätzen Wir würden daher speziell in diesem Fall empfehlen vom Kauf der Option Abstand zu nehmen, selbst wenn die teilweise hohen Renditen verlockend erscheinen. Da wäre der Händler mit der One-Touch-Option auf jeden Fall besser bedient

Screen 6

Screen 2: 15-Minutenchart des Eur/Usd

60- Sekunden Handel im AUD/USD

Der 60 Sekunden-Handel kann auf der einen Seite sehr einfach sein, auf der anderen jedoch auch kompliziert. Die Krux ist oft die Tatsache, dass man hierbei nicht immer darauf warten kann, bis sich ein bestimmtes Muster ergibt. Man muss sozusagen die Kursbewegung erahnen und das auf kurzfristiger Basis. Das ist natürlich etwas risikoreicher als auf langfristiger Basis, denn die Volatilität ist so viel höher. Doch im Grunde genommen, kann man sich sogar die Kurzfristigkeit zu nutze machen, in dem man nur dann handelt, wenn der Kurs an eine starke Unterstützung bzw. starken Widerstand trifft.

In etwa 80 % der Fälle erfolgt an diesen Zonen zumindest eine kurzfristige Gegenbewegung. So wie im 5-Minuten Chart für das Währungspaar AUD/USD, sehen wir einen Aufwärtstrend (Screen 3). Dieser Trend wurde bereits zwei Mal bestätigt. Wir können also damit rechnen, dass bei der dritten Bestätigung eine Gegenbewegung erfolgt. Selbst wenn der Trend danach gebrochen wird, können wir diese Gegenbewegung für eine Minute nutzen und 70 % Rendite einstreichen.

Screen 7

Screen 3: 5-Minutenchart des Aud/Usd

Auf die Analyse kommt es an

Es gibt einige Fallstricke im Handel mit binären Optionen, wie im Beispiel der Range-Option versucht wurde deutlich zu machen. Doch unsere Analysen zeigen, dass der Handel durchaus mit Hilfe etwas tiefergehender Überlegungen profitabel ablaufen kann. Noch bessere Chancen hätte der Händler natürlich mit Wunsch-Optionen, bei denen er selber so vielen Eigenschaften wie nur möglich beeinflussen könnte. Allerdings würde dadurch die Rendite womöglich geschmälert werden.

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
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