Discount Broker Vergleich – Top Ordergebühren 2017


Je günstiger ein Discount Broker, desto besser. Was aber bedeutet das genau? Der Vergleich von Brokern erfordert mehr Einsatz als der Vergleich von Stromanbietern. Erstens unterscheiden sich die Gebührenmodelle der Anbieter am Markt zum Teil deutlich. Zweitens variieren die Ordergebühren zwischen verschiedenen Handelsplätzen: Ein für Xetra sehr günstiger Broker kann für den Handel an US Börsen eine regelrechte Kostenfalle darstellen. Drittens gibt es neben den Orderentgelten weitere Gebührentatbestände zu berücksichtigen, darunter neben pauschalen Depotentgelten insbesondere die Kosten für Software und Kursdatenversorgung sowie versteckte Zuschläge zum Beispiel für Limits oder telefonisch erteilte Orders.

Die besten Discountbroker

RangAnbieterDepot­gebührenOrder­kosten AuslandOrder­kosten InlandMindest­einlageTestberichtZum Anbieter
0 €ab 0,54 $ab 2,01 €0 €Degiro
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0 €19,90 €ab 5,84 €0 € / 1.000 € (Ersteinzahlung)flatex
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abhängig vom Depotabhängig vom Depotabhängig vom Depotab 0 € (1.000 € für FreeBuy Depot)OnVista Bank
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40 €ab 24,95 €ab 9,95 €0 €Consorsbank
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50 €ab 5,00 $ab 5,80 €4.000 €Lynx Broker
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60 €ab 9,90 €ab 9,90 €0 €ING-DiBa
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70 €ab 8,99 €ab 8,99 €0 €SBroker
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80 €ab 12,90 €ab 9,90 €0 €comdirect
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zum Anbieter DEGIRO

Inhaltsverzeichnis

  • Ordergebühren Vergleich: Diese Gebührenmodelle gibt es
  • Mehr als Ordergebühren: Diese Entgelte sind auch wichtig
  • Acht Discount Broker und ihre Gebühren
  • Fazit

Ordergebühren Vergleich: Diese Gebührenmodelle gibt es

Themenicon tradingIn der Theorie ist die Suche nach dem optimalen Broker trivial: Die Gebühren verschiedener Anbieter werden schlicht mit dem Profil der eigenen Transaktionen (Häufigkeit, Handelsplatz, Volumen) abgeglichen.

In der Praxis gestaltet sich dieses Unterfangen nicht ganz so einfach, weil Broker erstens sehr unterschiedliche Gebührenmodelle ansetzen und zweitens im Ringen um Marktanteile und Abgrenzung auf dem übersättigten Markt zusätzliche Komponenten in ihre Endkundenkalkulation integrieren, darunter zum Beispiel Rabatte und FreeBuys. Der nachfolgende Überblick über typische Gebührenmodelle auf dem deutschen Brokermarkt erleichtert den Vergleich.

Pauschale Ordergebühr

Pauschale Ordergebühren finden sich zum Beispiel bei flatex und im 5-EUR-Festpreisdepot der OnVista Bank. Charakteristisch: Die Ordergebühr orientiert sich nicht am Transaktionsvolumen. Für unterschiedliche Handelsplätze werden aber zumeist unterschiedliche Pauschalen festgesetzt. Zudem fallen zusätzlich zur Ordergebühr die Gebühren der jeweiligen Börse an, die sich durchaus am Ordervolumen orientieren können.

Flatex-Flat-590-Direkthandel

Flatex war 2006 der erste deutsche Discount Broker mit Pauschalgebühr

Grundgebühr + Provision + Handelsplatzentgelt

Dieses Modell wird zum Beispiel durch Consorsbank, comdirect, S Broker und ING DiBa angewandt. Charakteristisch ist die Kombination einer pauschalen Grundgebühr mit einer vom Transaktionsvolumen abhängigen Provision (zum Beispiel fünf Euro zzgl. 0,25 %). Für die Provision oder die Summe aus Provision und Grundgebühr gelten häufig Mindest- und Höchstgebühren (zum Beispiel mindestens 10 EUR und höchstens 60 EUR). Zusätzlich wird ein vom gewählten Handelsplatz abhängiges Entgelt abgerechnet – etwa 2,50 EUR für Xetra-Orders oder 15 EUR für US Orders. Trotz dieses Entgelts können Börsengebühren weitere Fremdspesen zusätzlich belastet werden.

Gebührenmodell „Angelsachsen“

Broker mit einer stärkeren Ausrichtung auf die USA verlangen (zumeist begrenzt auf Handelsplätze in Nordamerika) häufig eine sehr gering angesetzte Gebühr pro Aktie. Gebührenmodelle dieser „angelsächsischen“ Prägung sind zum Beispiel bei Lynx und DEGIRO im Einsatz. So kann z. B. eine Gebühr in Höhe von 0,01 USD pro Aktie bei einer Mindestgebühr in Höhe von 5,00 USD abgerechnet werden, wie es etwa bei Lynx der Fall ist.

Lynx-Preisverzeichnis-US-Handel

Bei Brokern mit angelsächsischem Gebührenmodell wird pro Aktie abgerechnet

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Rabatte (nicht nur) für Vieltrader

Rabatte für aktive Trader dienen Brokern zur Kundenbindung in dieser für den Deckungsbeitrag besonders wertvollen Klientel. Rabatte sind z. B. bei S Broker und comdirect erhältlich. Es gilt: Je mehr gehandelt wird, desto niedriger fällt die effektive Ordergebühr letztlich aus. Die comdirect reduziert die Ordergebühr ab 1250 Transaktionen pro Jahr zum Beispiel auf 7,90 EUR. Bei S Broker sind ab 5000 Transaktionen pro Jahr 80 % Rabatt auf die Ordergebühr aufgerufen.

S-Broker-Rabatte-Tabelle

Vieltrader-Rabatte (hier: S-Broker) können sich lohnen

Neben Rabatten auf abgerechnete Gebühren gibt es weitere Modelle für Vergünstigungen gegenüber Bestandskunden. Die OnVista Bank zum Beispiel räumt FreeBuys ein: Bei deren Einsatz zum Kauf an inländischen Börsen reduziert sich die effektive Gebühr auf das Handelsplatzentgelt in Höhe von 1,50 EUR. FreeBuys erhalten Kunden für Liquidität oder Handelsaktivitäten.

Generell gilt: In den meisten Fällen addieren Broker zu den vorgenannten Entgeltgruppen noch Börsengebühren und weitere Fremdkosten hinzu – bei einzelnen Anbietern und Handelsplätzen (z. B. im Xetra-Handel über Lynx) sind diese dagegen bereits inbegriffen.

Mehr als Ordergebühren: Diese Entgelte sind auch wichtig

Pauschale Depotführungsentgelte

Themenicon geldsackPauschale Depotführungsentgelte sind im Discount Broker Vergleich insbesondere für Anleger mit geringer Handelsaktivität wichtig. Wer nie handelt, sollte ein kostenloses Depot sogar höher gewichten als günstige Ordergebühren.

Ein Depotgebühren Vergleich für Deutschland offenbart eine enorme Bandbreite, wenn neben Online Brokern auch Filialbanken berücksichtigt werden. Letztere verlangen neben pauschalen auch vom Depotbestand abhängige Entgelte.

Günstige online Broker verlangen in der Regel deutlich weniger als 50 EUR pro Jahr für die Depotführung. Einige Broker verzichten gänzlich, andere unter Bedingungen auf Depotgebühren. Die Bedingungen sehnen zum Beispiel einen Wegfall der Gebühr vor, wenn regelmäßig gehandelt oder einen Vermögensbestand oberhalb eines festgelegten Grenzwertes unterhalten wird.

Gebühren für Limits

Themenicon bonusGebühren für Limits werden im Online Aktiendepot Vergleich häufig unterschätzt. Streng genommen müssten die Kosten für Limits in der Preiskalkulation für einen Ordergebühren Vergleich in voller Höhe berücksichtigt werden, weil jede Order mit einem Limit an die Börse übermittelt werden sollte. Wer darauf verzichtet, riskiert im schlimmsten Fall erhebliche Abweichungen vom gewünschten Einstands- oder Veräußerungskurs.

Warum Limits so wichtig sind, soll ein kleiner Exkurs verdeutlichen. Wie funktioniert die Börse? Wird eine Order ohne Limit an die Börse übermittelt, sehen die Ausführungsregeln typischerweise eine sofortige Ausführung zum nächstbesten Kurs vor. Wird eine unlimitierte Kauforder übermittelt und steht nicht im selben Moment eine unlimitierte Verkaufsorder zur Verfügung, erfolgt die Ausführung der Kauforder gegen die im Orderbuch befindliche Verkaufsorder mit dem niedrigsten Limit. Dies kann insbesondere bei marktengen Aktien jedoch deutlich von zuletzt festgestellten Kurs, (an dem sich die meisten Anleger orientieren) abweichen.

Offline-Zuschläge

Im Zeitalter der Vergleichsrechner drehen Broker gerne möglichst unauffällig an der Gebührenschraube. Ein gern gewählter Ansatzpunkt dafür sind Offlinezuschläge, die für per Telefon, Brief oder Fax erteilte Orders erhoben werden. 10-15 EUR pro Auftrag zusätzlich zu den regulären Ordergebühren sind die Regel, kostenlose telefonische Orders längst die Ausnahme.

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Gebühren für Software und Kursdaten

Eine gute Börsensoftware ist mehr als nur eine Ordermaske. Viele Broker stellt ihren Kunden professionelle Handelsplattformen inklusive Charttool, Datenbanken usw. kostenlos zur Verfügung. Andere belassen es bei einer eingeschränkten Basisversion und verlangen für leistungsstarke Software Geld.

Die Abonnementgebühren können auf ein Jahr hochgerechnet dann leicht einen mittleren dreistelligen Betrag erreichen. Zusätzlich müssen häufig Kursdatenpakete abonniert werden, die je nach Umfang genauso viel kosten können. Bei entsprechendem Bedarf ist ein Blick auf die inkludierte Software inklusive Kursdatenversorgung deshalb ein wesentliches Kriterium im Discount Broker Vergleich.

GTS-Software-Ansicht

Für Profi-Software verlangen viele Broker Geld

Es ist generell empfehlenswert, die kostenlos dargebotene Software im Vorfeld der Kontoeröffnung einem Test zu unterziehen – sofern der Broker dies, etwa mit einem Demokonto Vergleich, überhaupt zulässt. Auch ein Börsen- bzw. Aktien App Test schärft das Gesamtbild eines Brokers vor der Unterzeichnung des Kontovertrages.

Gebühren für Sparpläne

In Zeiten von Null- und Negativzinsen sind Wertpapiersparpläne attraktiv. Besonders hoch im Kurs stehen börsengehandelte Indexfonds (ETFs), die bei den meisten Brokern auch über Sparpläne erhältlich sind. Die Gebühren unterscheiden sich jedoch sehr deutlich: Einige Broker verlangen 2,5 % der Einzugsrate und setzen zusätzlich eine besonders für kleine Raten ungünstige Mindestgebühr an, andere berechnen weniger als 1,00 EUR pro Ausführung. Bei vielen Brokern gibt es mittlerweile ein Sortiment an kostenlosen ETF Sparplänen, das im Hinblick auf Verwaltungsgebühren, Replikationsmethode etc. keine Nachteile erkennen lässt.

Das Angebot im außerbörslichen Handel

Die meisten Broker ermöglichen ihren Kunden mittlerweile den außerbörslichen Handel mit verbrieften Derivaten (z. B. Zertifikate, Optionsscheine) und häufig auch mit Aktien über Market Maker wie zum Beispiel Lang & Schwarz. Wer sich für den OTC Handel interessiert, sollte neben den dort angesetzten Handelsplatzentgelten vor allem Art, Dauer, Umfang und Partner von Sonderpreisaktionen untersuchen. Im besten Fall lassen sich durch solche Aktionen die effektiven Transaktionskosten im Handel mit Derivaten deutlich senken.

Acht Discount Broker und ihre Gebühren

Depot Testsieger kann nur werden, wessen Ordergebühren optimal zum Handelsprofil eines Kunden passen. Doch auf welchen Broker trifft das zu? Machen Sie sich selbst ein Bild: Nachfolgend sind die wichtigsten Entgeltposten von acht im Discount Broker Vergleich gut platzierten Anbietern vorgestellt.

DEGIRO

Themenicon HandelsplattformDEGIRO ist ein niederländischer Broker und ist seit relativ kurzer Zeit auf dem deutschen Markt aktiv. Pauschale Depotführungsentgelte gibt es nicht. Der Broker rechnet Xetra-Orders mit 2,00 EUR + 0,008 % ab, maximal fallen 30,00 EUR an. DEGIRO ist damit einer der günstigsten Broker auf dem deutschen Markt und in fast jedem Ordergebühren Vergleich auf dem vordersten Rang zu finden. Dies kristallisiert sich sich schnell heraus, wenn man die DEGIRO Kosten mit denen anderer Anbieter vergleicht.

Das gilt auch für die Ordergebühren an US Handelsplätzen. Hier rechnet der Broker jede Order mit 0,50 EUR zzgl. 0,004 USD pro Aktie ab, was einem angelsächsischen Gebührenmodell mit sehr niedriger Grundgebühr entspricht. Eine Mindest- oder Höchstgebühr gibt es für US Orders nicht.

Der Broker eignet sich dennoch nicht für jeden Anlegertypen. Inhaber von Standardkonten räumen DEGIRO den Verleih ihrer Wertpapiere ein. Wer dies nicht möchte, muss einen Custody Account eröffnen, in dem relativ hohe Entgelte zum Beispiel für Dividenden- oder Zinsgutschriften anfallen.

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Flatex

Flatex wurde im Jahr 2006 gegründet und war der erste deutsche Broker mit einer pauschalen und vom Transaktionsvolumen unabhängigen Ordergebühr. Pro Inlandsorder werden bis heute 5,00 EUR abgerechnet. Zusätzlich fallen Börsengebühren an. Die Depots werden kostenfrei bei der zur selben Unternehmensgruppe gehörenden biw Bank für Investments und Wertpapiere AG geführt.

Auch die Gebühren für den Handel in den USA werden mit einer Pauschale berechnet: Pro Order fallen 9,90 EUR an. Flatex gehört damit zu den günstigsten deutschen Onlinebrokern. Weitere Stärken im Preisverzeichnis sind die pauschale Ordergebühr in Höhe von 5,90 EUR im außerbörslichen Handel (hier fallen keine Börsengebühren an) und die mit 0,90 EUR sehr niedrig angesetzte Gebühr für ETF Sparpläne.

Consorsbank

Die Consorsbank ist seit einiger Zeit eine Marke ohne eigene Rechtspersönlichkeit im Besitz der französischen Großbank BNP Paribas. Vor der Übernahme durch die Franzosen firmierte der in Nürnberg ansässige Broker als Cortal Consors.

Consorsbank-Logo-Gebäude

Die Consorsbank ist französisch, setzt aber ein typisch-deutsches Gebührenmodell um

Das Gebührenmodell wurde im Zuge der Umstrukturierung des Unternehmens nahezu nicht verändert. Für jede Order über die elektronische Handelsplattform Xetra fallen 4,95 EUR Grundpreis sowie 0,25 % Provision (mindestens jedoch 9,95 EUR und höchstens 69 EUR) an. Zusätzlich wird ein Handelsplatzentgelt in Höhe von 1,50 EUR berechnet. Damit liegen die Entgelte sehr nahe an denen der direkten Konkurrenz. Die Depotführung ist ohne Einschränkungen kostenlos.

Auf günstige Ordergebühren an US Börsen müssen Kunden des Brokers allerdings verzichten. Abgerechnet werden 19,95 EUR Grundgebühr zzgl. 0,25 % Provision, wobei mindestens 24,95 EUR und höchstens 69 EUR anfallen.

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LYNX

Themenicon Wissen_varianteLynx ist ein niederländischer Introducing Broker für das britische Brokerhaus Interactive Brokers, der die Depots führt und die Kundenorders abwickelt. Gemessen an der Zahl der verfügbaren Kassa- und Terminbörsen zählt Lynx zu den am breitesten aufgestellten Brokern auf dem deutschen Markt. Die Depotführung ist kostenfrei, erfordert aber mit 4000 EUR eine im Branchenvergleich recht hoch angesetzte Mindesteinlage.

Orders über die elektronische Plattform Xetra werden mit 0,14 % des Transaktionsvolumens, mindestens jedoch 5,80 EUR und höchstens 99 EUR abgerechnet. Für Xetra-Orders fallen keine zusätzlichen Börsengebühren an.

Im Handel an US Börsen gilt ein angelsächsisches Modell: Bei einer Mindestgebühr in Höhe von 5,00 USD werden die ersten 2000 Aktien mit einer Gebühr in Höhe von 0,01 USD pro Aktie abgerechnet. Jede weitere Aktie kostet 0,005 USD pro Aktie. Maximal werden 1,25 % des Transaktionsvolumens belastet.

Eine Besonderheit: Der Broker verzichtet auf Gebührenzuschläge für telefonische Orders.

OnVista-Bank

Themenicon WissenDie OnVista Bank gehört über ihre Unternehmensgruppe zur französischen Großbank Société Générale, agiert aber mit deutscher Banklizenz. Die Handelsoberfläche erweitert für Kunden des Brokers den Funktionsumfang des Finanzportals OnVista.de um eine direkte Handelsmöglichkeit.

Der Broker tritt im Wettbewerb mit zwei unterschiedlichen Depotmodellen an. Im FreeBuy Depot erhalten Kunden monatlich so bezeichnete FreeBuys, bei deren Einsatz zum Kauf von Wertpapieren sich die Gebühr auf ein Handelsplatzentgelt in Höhe von 1,50 EUR (Xetra) reduziert. Die Anzahl der monatlich verbuchten FreeBuys richtet sich je nach gewähltem Depotmodell nach der auf dem Verrechnungskonto vorgehalten Liquidität oder der Anzahl der im Vormonat abgerechneten Trades.

Im US Handel gelten andere Konditionen, zum Beispiel 0,22 % bzw. mindestens 13,70 USD für Orders an Nasdaq und NYSE.

Für Verkaufsorders und Kauforders außerhalb des FreeBuy Kontingents fallen 5,99 EUR zzgl. 0,23 % des Transaktionsvolumens, maximal jedoch 39 EUR an. Zusätzlich werden 1,50 EUR als Handelsplatzentgelt an allen deutschen Börsenplätzen belastet.

Alternativ dazu werden Orders im 5-EUR-Festpreisdepot mit einer Pauschale abgerechnet. Inklusive Handelsplatzgebühr kosten Orders über Xetra in dem Depotmodell 5,00 EUR, US Orders 12,50 EUR und Orders an sonstigen ausländischen Börsenplätzen 30,00 EUR.

Comdirect

Die comdirect ist ein Tochterunternehmen der Commerzbank und bietet neben Girokonto, Kredit und weiteren klassischen Bankprodukten auch den Handel mit Wertpapieren an. Die Depotführung kostet 5,85 EUR pro Quartal. Die Gebühr entfällt allerdings für Kunden, die pro Quartal mindestens zwei Transaktionen tätigen oder einen Sparplan unterhalten.

comdirect-Logo-Interview-Präsentation

Die comdirect ist eine Tochter der Commerzbank

Orders an deutschen Börsenplätzen werden mit 4,90 EUR zzgl. 0,25 % des Ordervolumens, mindestens jedoch 9,90 EUR und höchstens 59,90 EUR abgerechnet. Zusätzlich fällt für Xetra-Orders ein Handelsplatzentgelt in Höhe von 0,0015 %, mindestens jedoch 1,50 EUR an.

Die Gebühren im US Handel unterscheiden sich nur geringfügig. Abgerechnet werden 7,90 EUR + 0,25 %, mindestens jedoch 12,90 EUR und höchstens 62,90 EUR zzgl. 2,90 EUR Handelsplatzentgelt.
Eine Besonderheit ist der Vieltrader Rabatt in Höhe von 15 %, der Kunden ab 150 Transaktionen im Vorhalbjahr gewährt wird.

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Sparkassen Broker

lupeS Broker ist der Online Broker der Sparkassen und ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Deka Bank. Die Depotführung kostet 8,85 EUR pro Quartal; die Gebühr entfällt für Kunden mit mindestens einer Wertpapiertransaktion inklusive Sparplänen pro Quartal und alle, die auf Konten und Depots des Brokers mindestens 10.000 EUR unterhalten.

Orders an in- und ausländischen Börsenplätzen werden mit 4,99 EUR zzgl. 0,25 % des Transaktionsvolumens, mindestens jedoch 8,99 EUR und höchstens 54,99 EUR abgerechnet. Zusätzlich fallen Handelsplatzentgelte an: 0,99 EUR im Inland und 14,99 EUR im Ausland. Für jede Order belastet der Broker zusätzlich ein Abwicklungsentgelt in Höhe von 0,49 EUR.

Das größte Unterscheidungsmerkmal zur Konkurrenz ist die Rabattstaffel für aktive Trader. In insgesamt sechs Rabattstufen werden bis zu 80 % Preisnachlass auf die Ordergebühr eingeräumt. Für die höchste Rabattstufe sind allerdings 5000 Transaktionen im jeweiligen Vorjahr notwendig. Unter Berücksichtigung des Rabatts erreicht der Broker im Ordergebühren Vergleich einen der vorderen Plätze.

ING-DiBa

Die ING DiBa ist mit rund 8 Millionen Kunden die größte Direktbank auf dem deutschen Markt. Auch wenn die Zahl der geführten Depots mit ca. 1 Million ungleich geringer ist, zählt das Institut zu den größten Brokern in Deutschland. Die Depotführung ist ohne Einschränkungen kostenlos.

ING-DiBa-Direkt-Depot

Die ING-DiBa ist Deutschlands größte Direktbank

Orders werden mit 0,25 % vom Kurswert, mindestens jedoch 9,90 EUR und höchstens 59,90 EUR abgerechnet. Auch die ING DiBa kombiniert die Ordergebühr mit einem hauseigenen Handelsplatzentgelt. Dieses beläuft sich bei Orders über Xetra auf 1,75 EUR und entfällt im Direkthandel, an der Börse Stuttgart (Euwax) sowie am Handelsplatz Börse Frankfurt Zertifikate. Im Ausland (angebunden sind Börsen den USA und Kanada) beläuft sich das Handelsplatzentgelt auf 12,50 EUR.

Fazit

Themenicon uebersichtDie Ordergebühren stehen bei jedem Brokervergleich im Mittelpunkt. Für jeden einzelnen Handelsplatz (Inland, Ausland, Direkthandel) sind die Höhe und Zusammensetzung der Gebühr im Kontext der eigenen Handelsgewohnheiten entscheidend. Versteckte Gebühren für Limits und gegebenenfalls telefonisch erteilte Orders müssen dabei zwingend berücksichtigt werden. Ebenso lohnt sich ein Blick auf Rabatte. Erfüllt ein Broker in diesem Bereich die notwendige Kostenbedingung, können weitere Gebührentatbestände geprüft werden. Darunter fallen Depotführungsentgelte, die Konditionen für Sparpläne und die Kosten für eine professionelle Börsensoftware inklusive Kursdatenversorgung.

Bilderquellen:
– https://www.onvista-bank.de/kunde-werden/uebersicht/die-onvista-bank.html
– https://www.consorsbank.de/content/dam/de-cb/editorial/Images/Content/070-Ueber-Uns/070-Presse/zentrale3.jpg
– https://www.comdirect.de/cms/ueberuns/de/unternehmen/index.html


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