Bestes Online Aktiendepot 2017 von DEGIRO – günstigster Broker

Inhaltsverzeichnis

  • Warum ist DEGIRO günstigster Broker 2017?
  • DEGIRO: Die Ordergebühren des Brokers im Überblick
  • Analyse: So wichtig sind niedrige Ordergebühren für Trader
  • Diese Argumente sprechen für den Depot Testsieger DEGIRO
  • Diese Argumente sprechen gegen DEGIRO
  • Für diese Zielgruppen ist DEGIRO bestes Online Aktiendepot
  • Fragen und Antworten zum Testsieger DEGIRO
  • Alternativen zu DEGIRO
  • Fazit

Warum ist DEGIRO günstigster Broker 2017?

Wir haben DEGIRO zum besten Online Broker 2017 gekürt. Die Niederländer sind unserer Ansicht nach mit beträchtlichem Abstand zur Konkurrenz günstigster Broker Deutschlands und schlagen alle Wettbewerber im Hinblick auf die Ordergebühren deutlich.

DEGIRO lässt sich als puristischer Discounter unter den Online Brokern charakterisieren. Die Niederländer verzichten auf teure Ausbildungsprogramme und Neukundenangebote und richten den Fokus ihres Produkts auf die Minimierung der Gebühren für Endkunden.

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DEGIRO: Die Ordergebühren des Brokers im Überblick

Die nachfolgenden Gebühren beziehen sich auf das Standardkonto.

  • Ordergebühr Xetra (Aktien): 2,00 EUR +0,008 %, maximal 30 EUR
  • Ordergebühr Börse Frankfurt Zertifikate: 2,00 EUR + 0,1 %
  • Ordergebühr USA: 0,50 EUR + 0,004 USD pro Aktie
  • Ordergebühr Europa: 4,00 EUR + 0,04 %, maximal 60 EUR
  • Ordergebühr Asien/Australien: 10,00 EUR + 0,05 %
  • Ordergebühr ETFs weltweit: 2,00 EUR + 0,02 %
  • Ordergebühr Optionen (Deutschland): 0,75 EUR/Kontrakt
  • Ordergebühr Eurex Futures: 0,75-2,50 EUR/Kontrakt
  • Pauschale Depotführungsentgelte: keine
  • Dividenden und Couponverarbeitung: kostenlos
  • Debit Geld EUR: EONIA +1,25 %

Die Gebühren des Brokers liegen damit deutlich unter denen der Konkurrenz. Ein Beispiel: Eine Xetra Order mit einem Auftragswert in Höhe von 10.000 EUR kostet über die Handelsplattformen von DEGIRO 2,80 EUR. Selbst bei den günstigsten deutschen Konkurrenten fallen mindestens 5,00-8,00 EUR an.

DEGIRO-Preistafel-Aktien-Zertifikate

DEGIRO will „Handeln zu Großhandelspreisen“ ermöglichen

Die Entgelte für US Orders sind auch dann konkurrenzfähig, wenn für den Vergleich andere Broker mit angelsächsischem Gebührenmodell herangezogen werden. Das gilt insbesondere, da keine Mindestgebühr abgerechnet wird. Der Handel mit 250 Aktien kostet ca. 1,00 EUR.

(Anmerkung: unter „Europa“ wird an dieser Stelle der Handel an Börsen in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Schweiz, Österreich und Spanien verstanden, unter „Asien“ sind Börsen in Australien, Hongkong, Japan und Singapur zu verstehen.)

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Analyse: So wichtig sind niedrige Ordergebühren für Trader

Themenicon tradingDie Höhe der Ordergebühren ist für die meisten Anleger das maßgebliche Kriterium für die Beurteilung von Brokern. Depot Testsieger kann unserer Ansicht nach deshalb nur werden, wer an allen relevanten Märkten zu niedrigen Entgelten handeln lässt und das Gebührenmodell dabei nicht auf eine bestimmte Zielgruppe (zum Beispiel Anleger mit sehr hohen Ordervolumina) zuschneidet.

Doch wie wichtig genau sind niedrige Ordergebühren für die effektive Rendite? Dies soll anhand von zwei Beispielen verdeutlicht werden.

Beispiel I: Dividendenstrategie mit 50 weltweiten Aktien

Zur Umsetzung dieser Strategie wird einmal jährlich ein Index mit den 50 Blue Chips mit der höchsten Dividendenrendite ermittelt. Zur Gestaltung des Portfolios sind 50 Transaktionen (ausschließlich Käufe) erforderlich. Am Ende des ersten Jahres sowie am Ende jedes weiteren Jahres sind im Schnitt 40 weitere Transaktionen zur Anpassung des Portfolios an die veränderte Dividendensituation notwendig: 20 Titel werden verkauft und gegen 20 neue Aktien getauscht.

OnVista-Dividendenrendite-Tabelle

Auch bei einer Dividendenstrategie sind Ordergebühren ein Erfolgsfaktor

Themenicon kontoeroeffnung2Im ersten Jahr erfordert die Umsetzung der Strategie somit 90, in jedem weiteren Jahr 40 Transaktionen. Im Lauf von zehn Jahren werden mithin 450 Transaktionen erforderlich.

Beläuft sich jede Transaktion im Schnitt auf 1.200 EUR und kostet jede Order durchschnittlich 8,00 EUR – mit diesen Gebühren müssen Privatanleger bei relativ günstigen deutschen Online Brokern rechnen – summieren sich die Kosten auf 3.600 EUR. Dies führt bei einem anfänglichen Depotwert in Höhe von 60.000 EUR über den gesamten Zeitraum von zehn Jahren betrachtet zu einem Renditeverlust von sechs Prozentpunkten.

Werden alle 450 Orders über DEGIRO ausgeführt, summieren sich die Ordergebühren im Laufe von zehn Jahren auf 1.260 EUR. Dies entspricht bei einem Depot Ausgangswert von 60.000 EUR einem kostenbedingten Renditeverlust in Höhe von 2,10 % bezogen auf den gesamten Zeitraum von zehn Jahren.

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Beispiel II: aktives Trading

Ein aktiver Trader führt pro Woche zehn Transaktionen über Xetra, zehn an US Börsen und zehn am Handelsplatz Börse Frankfurt Zertifikate durch. Bei 50 Handelswochen pro Jahr entspricht dies jeweils 500 Transaktionen. Es sei von einer durchschnittlichen Ordergröße in Höhe von 1.500 EUR ausgegangen.

NYSE-Bell-HP

Wer in den USA handelt, muss beim Brokervergleich genau hinsehen

Günstige deutsche Online Broker rechnen für jede Xetra Order ca. 7,00 EUR, jede US Order 6,00 EUR und jede Order über Börse Frankfurt Zertifikate 6,50 EUR ab. Zudem wird ein Gebührenrabatt in Höhe von 30 % gewährt. In jedem Online Aktiendepot Vergleich finden sich gleich mehrere Anbieter mit einem Gebührenmodell nahe an diesem Beispiel.

Die Kostenrechnung:

500 Xetra-Orders zu 7,00 EUR gleich 3500 EUR

500 US Orders zu 6,00 EUR gleich 3000 EUR

500 Zertifikate Orders zu 6,50 EUR gleich 3250 EUR

Gesamtkosten: 9750 EUR

Gesamtkosten um 30 % rabattiert: 6825 EUR

Auf den ersten Blick erscheint der Rabatt als faires Angebot des Brokers. Dies relativiert sich allerdings, wenn die Kosten mit den DEGIRO Kosten verglichen werden.

Die Kostenrechnung im Handel über DEGIRO:

500 Xetra-Orders zu 2,12 EUR gleich 1060 EUR

500 US Orders zu 1,00 EUR gleich 500 EUR

500 Zertifikate Orders zu 3,50 EUR gleich 1750 EUR

Gesamtkosten: 3310 EUR

Themenicon geldsackDies entspricht einer Ersparnis in Höhe von ca. 51,5 % im Vergleich zu den um 30 % rabattierten Gebühren des Konkurrenten.

DEGIRO (seit 2008 auf dem europäischen Markt aktiv) schafft es also offensichtlich, die Gebühren für Endkunden nahe an den betrieblichen Grenzkosten zu platzieren und mit relativ geringen Deckungsbeiträgen zur Finanzierung der Fixkosten auszukommen. Das ist (nicht nur im Wertpapierhandel) ein typisches Discounter Geschäftsmodell wird nicht zuletzt durch den Verzicht auf teure Extras bei Handelsplattformen, Neukundenaktionen und Ausbildungsprogramme erreicht. Und hat unser Redaktionsteam mit DEGIRO Erfahrungen gemacht, die so gut waren, so dass er in unserem Redaktionstest 9,5 von 10 Punkten erreichte.

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Diese Argumente sprechen für den Depot Testsieger DEGIRO

Die niedrigen Gebühren sind das zentrale Verkaufsargument des Brokers und qualifizieren das Angebot aus unserer Sicht als bestes Aktiendepot für breite Zielgruppen. Über den Ordergebühren Vergleich hinaus gibt noch einige weitere Pluspunkte im Vergleich zur Konkurrenz.

  • Es gibt sehr viele angebundene Handelsplätze
  • Es gibt ein sehr kostengünstiges ETF Angebot
  • Der Handel mit Terminkontrakten ist sehr kostengünstig
  • Kreditlinien sind zu sehr niedrigen Zinssätzen erhältlich

Themenicon tradingEin wesentlicher Vorzug des Brokers ist die große Zahl der angebotenen Handelsplätze. Neben allen wichtigen Börsen in Europa, Nordamerika Australien, Japan, Singapur und Hongkong kann auch in Polen, Griechenland, Tschechien, der Türkei sowie Ungarn gehandelt werden, sodass auch eine Microsoft Aktie, Intel Aktie oder ExxonMoble Aktie kaufen kein Problem sein dürfte.

Eine große Bandbreite an verfügbaren Handelsplätzen ist für verschiedene Anlegertypen ausgesprochen wichtig. Da professionelle Analyseinstrumente wie Aktienscanner immer kostengünstiger werden, durchleuchtet eine wachsende Zahl von Anlegern die weltweiten Aktienmärkte ganz gezielt nach dem Auftreten bestimmter Handelssignale. Es ist eine Binsenweisheit: Je mehr Märkte nach solchen Mustern durchleuchtet werden, desto häufiger treten qualitativ hochwertige Handelssignale auf.

Tradesignal-Aktienscanner-Frontansicht

Aktienscanner machen die Welt für Investoren kleiner

Privatanleger investieren bevorzugt in börsengehandelte Indexfonds (ETFs), da diese ihre Basis transparent nachbilden und mit geringen Verwaltungskosten verbunden sind. Das Angebot von DEGIRO qualifiziert die Niederländer in diesem Punkt als bestes Aktiendepot für Kleinanleger: ETFs können weltweit für eine sehr niedrige Ordergebühr in Höhe von 2,00 EUR + 0,02 % gehandelt werden. Eine Order über 5.000 EUR kostet somit lediglich 3,00 EUR. Das ist niedriger als die Sparplangebühr für 250 EUR-Einzahlungen mancher Konkurrenten.

Der Handel mit Terminkontrakten ist generell sehr kostengünstig – allerdings bei längst nicht allen deutschen Brokern. DEGIRO setzt die Orderentgelte auch in diesem Bereich sehr niedrig an. Ein Auszug aus den Gebühren für den Handel mit Futures:

  • EUROSTOXX50, DAX, Mini DAX: 0,75 EUR pro Kontakt
  • MDAX, TecDAX, SMI, Stoxx Europe 600, Stoxx Europe Mid 20, Stoxx 50, Swiss Mid Cap, MSCI World, MSCI Europe, Euro Stoxx, MSCI Japan, Europe Small 200: 2,50 EUR pro Kontrakt

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Diese Argumente sprechen gegen DEGIRO

DEGIRO qualifiziert sich unserer Auffassung nach durch das Discountmodell zum Depot Testsieger. Das bedeutet aber nicht, dass der Broker keinerlei Schwächen oder Kritikpunkte aufweist. Die größten davon:

  • Im Standardkonto werden die Wertpapiere der Kunden verliehen
  • Wer das nicht will, muss hohe Abzüge bei Dividenden und Kuponzahlungen in Kauf nehmen
  • Die Anmeldung zu Aktionärsversammlungen ist sehr teuer
  • Für jeden Börsenplatz wird eine Einrichtungsgebühr berechnet
  • Depotüberträge (eingehend und ausgehend) sind kostenpflichtig
  • Die Kundengelder werden in einem Geldmarktfonds angelegt
Staatsanleihen-Märkte-2015-Grafik

Geldmarktfonds investieren in Staatsanleihen

Wir haben das Angebot von DEGIRO aufgrund der niedrigen Ordergebühren als bestes online Aktiendepot eingestuft und in Anbetracht der herausragenden Entgeltstruktur die sonstigen Eigenschaften des Brokers nachrangig gewichtet. Andere Betrachter können zu anderen Ergebnissen kommen.

Wer ein Standardkonto bei DEGIRO eröffnet, akzeptiert mit den Geschäftsbedingungen auch den Verleih des eigenen Wertpapierbestands. Durch den Verleih von Beständen generiert der Broker zusätzliche Einnahmen, mit denen sich die günstigen Gebühren zum Teil erklären lassen.

Es gibt eine einfache Möglichkeit, den Verleih des eigenen Wertpapierbestands zu unterbinden: Dazu muss lediglich ein Custody Account eröffnet werden. Dies ist allerdings mit einigen zusätzlichen Kosten verbunden. Zu nennen sind hier insbesondere die Kosten für Dividendengutschriften (1,00 EUR + 3 % der Ausschüttung, maximal jedoch 10 %) und Kuponzahlungen (1,00 EUR + 0,1 %, maximal 10 %).

Unabhängig vom gewählten Account finden sich im Preisverzeichnis einige für den deutschen Markt ungewöhnlichen Gebührenposten. Dazu zählen insbesondere die Minimalgebühr in Höhe von 100 EUR für die Anmeldung zu Aktionärsversammlungen, zu der sämtliche zusätzlich entstehenden Kosten berechnet werden. Aktionäre müssen sich zudem bis spätestens fünf Wochen vor dem Tag der Hauptversammlung schriftlich bei dem Broker melden. Auch der Depotübertrag zu DEGIRO fällt mit einer Gebühr in Höhe von 10,00 EUR pro Position recht teuer aus. Tritt der Broker als abgebende Partei auf, werden zuzüglich zu 10,00 EUR pro Position auch externe Kosten in Rechnung gestellt.

Themenicon WissenDass der Broker auf pauschale Depotführungsentgelte verzichtet, wird durch den Gebührenposten „Einrichtung Handelsmodalitäten“ zum Teil relativiert. Im Standard Account fallen dafür 0,25 % des Portfolios, maximal jedoch 2,50 EUR pro Jahr und Börse an. Im Custody Account beläuft sich die Gebühr auf 2,50 EUR (höchstens 0,25 %) pro Jahr und pro Börse.

Dass DEGIRO nicht über eine Vollbanklizenz verfügt, ist kaum erwähnenswert, da auch im deutschen Wertpapiergeschäft viele Broker ohne eine solche Lizenz aktiv sind. In der Regel verwahren Broker die Kundengelder auf segregierten Konten bei Banken. DEGIRO hat sich schon bei der Gründung für ein anderes Modell entschieden: Die Kundengelder werden in einem Geldmarktfonds angelegt, der in kurzläufige Wertpapiere mit hohen Ratings investiert.

Auch kurzläufige Staatsanleihen sind Kursrisiken ausgesetzt. Zudem ist jeder Geldmarktfonds mit einem Liquiditätsrisiko verbunden: Versuchen viele Anleger gleichzeitig, ihre Einlagen abzuziehen, verfügt der Fonds möglicherweise nicht über genügend kurzfristig verfügbare Liquidität. Dann kann sich die Auszahlung verzögern.

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Für diese Zielgruppen ist DEGIRO bestes Online Aktiendepot

DEGIRO adressiert primär aktive Anleger mit relativ vielen Transaktionen, die mit der Geldmarktfondskonstruktion und dem Verleih der eigenen Wertpapiere kein Problem haben. In der Tat sind die mit diesen beiden Besonderheiten verbundenen Risiken überschaubar.

S&P500-Chart-Tradingview

DEGIRO ist der richtige Broker für aktive Trader

Erstens ist das Ausfallrisiko eines Geldmarktfonds mit Schwerpunkt auf kurzlebige Anleihen hoher Bonität ohnehin gering. Zweitens werden Wertpapierverleihgeschäfte nur gegen Sicherheiten getätigt, die täglich auf Basis der Marktpreise angepasst werden. Leiht sich ein Marktteilnehmer Wertpapiere von dem Broker, muss er in der Regel mehr als 100 % des Marktwertes als Sicherheit hinterlegen. Ein nicht unerheblicher Teil der Wertpapierleihen dürfte ohnehin durch den eigenen Kundenbestand erfolgen. Folgende Zielgruppen lassen sich identifizieren:

  • Daytrader
  • Positions- und Kurzfristtrader
  • Anleger mit aktiven Strategien wie zum Beispiel Dividendenstrategie
  • Terminhändler

Wer Aktien als krisenfestes Sachwertinvestment betrachtet und den eigenen Bestand so gut wie nie verändert und zugleich den Geldmarktfonds sowie den Verleih von Wertpapieren ablehnt, ist bei DEGIRO dagegen nicht an der richtigen Adresse.

Generell gilt die Einstufung als bestes online Aktiendepot für Custody Account nur mit Einschränkung: Dieses Kontomodell eignet sich nicht für Anleger mit häufigen Zins- und Dividendenzahlungen.

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Fragen und Antworten zum Testsieger DEGIRO

Um wie viel günstiger ist DEGIRO im Vergleich zur Konkurrenz?

Themenicon Wissen_varianteDie Preisersparnis hängt zum einen vom Vergleichsbroker, zum anderen von den gehandelten Wertpapieren bzw. den relevanten Börsenplätzen ab. In den meisten vergleichenden Kostenrechnungen ergeben sich unseren Recherchen nach Einsparungen von 50-75 %, weshalb wir das Angebot von DEGIRO als bestes Online Depot einstufen. Mit einem Discount Broker Vergleich lässt sich die Ersparnis im Vergleich zu einem bestimmten Konkurrenten leicht ausrechnen.

Warum sind die Ordergebühren so viel niedriger?

Es gibt aus unserer Sicht mehrere Gründe für die im Wettbewerbsvergleich sehr niedrig angesetzten Ordergebühren.

Zum einen ist DEGIRO erst im Jahr 2008 auf dem europäischen und im Jahr 2014 auf den deutschen Markt getreten: Zu diesem dem Zeitpunkt galten diese Märkte längst als gesättigt. Neue Anbieter können in einem gesättigten Markt nur Marktanteile gewinnen, wenn sie sich in einem zentralen Beurteilungsgegenstand von der Konkurrenz abheben. Anders formuliert: Anders als mit einem sehr günstigen Preismodell kann heute kein neuer Broker mehr reüssieren.

Bei der Konkurrenz wird mit IPADs und Zinsen geworben – DEGIRO verzichtet darauf

Themenicon StrategieZum anderen verzichtet DEGIRO tatsächlich konsequent auf Zusatzleistungen, für die viele Konkurrenten hohe Ausgaben in Kauf nehmen. Über Neukundenangebote investieren andere Broker leicht 500 EUR und mehr in einen einzigen neuen Kunden (siehe zum Beispiel Aktionen mit Apple iPads, quersubventionierten Tagesgeldzinsen usw.). Hier spart DEGIRO ebenso wie bei der Handelssoftware und den Ausbildungsangeboten. Wer bislang ausschließlich über Broker mit mehr Komfort gehandelt hat, sollte vorab einen Musterdepot Vergleich o.Ä. durchführen und sehen, ob die Plattform den eigenen Ansprüchen genügt.

Weiterhin unterscheidet sich das Geschäftsmodell des Brokers von dem der meisten Konkurrenten in einem Punkt wesentlich: DEGIRO verleiht die Wertpapiere der Kunden weiter, ohne dafür eine direkte Leihgebühr an die Kunden zu zahlen. Diese werden jedoch durch die deutlich niedrigeren Gebühren an den mit dem Verleih erzielten Erträgen ihrer Wertpapiere beteiligt.

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Wie sicher ist der Geldmarktfonds?

Anteile an einem Geldmarktfonds unterliegen nicht der Einlagensicherung und sind deshalb nicht direkt mit Bankeinlagen zu vergleichen. Das Ausfallrisiko eines Geldmarktfonds hängt maßgeblich von den Wertpapieren ab, in die investiert wird. Dabei handelt es sich in diesem Fall um zumeist kurzläufige Wertpapiere mit einem hohen Rating. Das Verlustrisiko ist damit mutmaßlich gering, aber durchaus existent.

Handelsblatt-Geldmarktfonds-Headline

Geldmarktfonds waren von der Finanzkrise betroffen

Welches Risiko besteht beim Verleih von Wertpapieren?

Das größte Risiko beim Verleih von Wertpapieren besteht darin, dass die entleihende Partei die Wertpapiere mangels wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit nicht mehr zurückgeben kann. In diesem Fall müsste wahrscheinlich DEGIRO gegenüber den Kunden haften. Könnte DEGIRO solchen Forderungen nicht nachkommen, wären Forderungen aus Wertpapieren nicht durch die Einlagensicherung geschützt. Über die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelshäuser sind höchstens 20.000 EUR pro Kunde abgedeckt.

Alternativen zu DEGIRO

Zu jedem Aktiendepot Testsieger gibt es Alternativen. Das gilt auch für DEGIRO: Drei konkurrierende Broker mit ebenfalls günstigen Konditionen und zum Teil weitaus umfangreicheren Zusatzleistungen sollen hier kurz vorgestellt werden.

Flatex

Flatex mit Sitz in Kulmbach verlangt 5,00 EUR zuzüglich Börsengebühren für jede Inlandsorder und 7,90 EUR für jede Order an US Börsen. Orders im außerbörslichen Handel werden pauschal mit 5,90 EUR ohne weitere Kosten abgerechnet. Die Depotführung ist ohne Einschränkungen kostenfrei, über den Handel mit Wertpapieren hinaus ist CFD- und FX Handel möglich.

OnVista-Bank

Themenicon HandelsplattformDie OnVista Bank wurde nicht zuletzt für ihr innovatives Preismodell schon mehrfach von Fachzeitschriften als Aktiendepot Testsieger eingestuft. Das Prinzip: Für Guthaben auf dem unverzinsten Verrechnungskonto oder Handelsaktivität im Vormonat werden so bezeichnete FreeBuys gutgeschrieben, die im Folgemonat zu gebührenfreien Wertpapierkäufen eingesetzt werden können. Regulär verlangt der Broker 5,99 EUR zzgl. 0,23 %, maximal jedoch 39 EUR (deutsche Handelsplätze) zuzüglich Handelsplatzentgelt.

LYNX

LYNX gilt insbesondere für den Handel an US Märkten vielen Medien und Branchendiensten als Bestes Depot und überzeugt durch ein Gebührenmodell typisch angelsächsischer Prägung. Für jede US Order werden 0,01 USD pro Aktie, mindestens jedoch 5,00 US-Dollar abgerechnet. Der Broker agiert als Introducing Broker für das britische Handelshaus Interactive Brokers. Gehandelt wird über die TraderWorkStation (TWS).

Fazit

Themenicon uebersichtDie Ordergebühren bei DEGIRO fallen um 50-75 % niedriger aus als bei der Konkurrenz und qualifizieren das Angebot deshalb als Bestes Depot für Einsteiger und Fortgeschrittene sowie professionelle Daytrader. Die niedrigen Orderentgelte finden sich im Handel an deutschen Börsenplätzen ebenso wie in den USA, Europa und Asien und im Terminhandel. Das Preismodell ist auf die strategische Entscheidung für eine Discounterphilosophie ohne „unnötige“ Extras zurückzuführen. Wer mit den Besonderheiten des Brokers (Geldmarktfonds, Wertpapierleihe) kein Problem hat, kann tatsächlich fast zu denselben Kosten handeln wie institutionelle Anleger.

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