Straddles mit binären Optionen handeln 2018 – Straddle Strategien im Test

Straddles mit binären Optionen handelnEin Straddle beschreibt eine Handelsstrategie mit klassischen Optionen. Dabei werden Calls und Puts gleichzeitig ge- oder verkauft und ergeben somit eine ganz andere Auszahlungsstruktur bzw. Renditeverteilung als der Kauf einer einzelnen Option. Um den Sinn dahinter zu verstehen, stellen wir Straddles mithilfe von klassischen Optionen kurz vor.

Inhaltsverzeichnis

  • Straddles beim Binäre Optionen Handel
  • Long Straddle richtig handeln
  • Fazit

Straddles beim Binäre Optionen Handel

Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Straddles:

  • Long Straddle
  • Short Straddle

Bei der ersten Variante, dem Long Straddle, kauft man jeweils eine Call- und eine Put-Option auf den gleichen Basiswert, mit dem gleichen Ausübungspreis sowie gleicher Laufzeit. Schauen wir uns den Renditeverlauf an:

  • Wenn der Kurs des Basiswertes steigt, dann ergibt das einen Kursgewinn durch die Call-Option und einen Preisverlust der beiden Optionen.
  • Wenn der Kurs des Basiswertes sinkt, dann ergibt das einen Kursgewinn durch die Put-Option und einen Preisverlust der beiden Optionen.

Die Strategie des Long Straddle wird also dann gern gehandelt, wenn eine starke Marktbewegung erwartet wird, nur ist der Händler trotzdem unsicher über die Richtung. Sollte der Basiswert nach Ende der Laufzeit den vorher festgelegten Ausübungspreis erreichen, verfallen beide Optionen, da sie sich quasi mit Gewinn und Verlust ausgleichen. Der Händler verliert sodann den gezahlten Preis für beide Optionen, aber nicht mehr. Seine Gewinnchance ist jedoch unbegrenzt.

Hinweisbox Binaere Optionen

Bei der Variante des Short Straddles verkauft der Händler jeweils eine Call- und Put-Option mit den gleichen Eigenschaften. In diesem Fall muss der Händler nur eine geringe Veränderung in den Kursen erwarten, da es für ihn besser ist, wenn die Optionen verfallen. Der Händler kassiert die Optionsprämien gleich zu Beginn der Verkäufe und hofft darauf, dass der Basiswert sich nah am Ausübungspreis befindet, wenn die Laufzeit zu Ende ist. Diese Konstellation führt im Gegensatz zum Long Straddle zu einem unbegrenzten Verlustrisiko und einer begrenzten Gewinnchance.

Long Straddle richtig handeln

Da binäre Optionen nur gekauft werden können, ist der Short Straddle für uns zunächst uninteressant. Auch seine Renditeverteilung ist ungünstig. Was aber durchaus interessant ist, sind die Marktgegebenheiten, zu denen beispielsweise ein Long Straddle gehandelt werden kann. Wie wir bereits oben darstellten, ist ein Long Straddle dann sinnvoll, wenn starke Marktbewegungen erwartet werden und die Optionen sich weit „out of the money“ befinden.

Screen 1

Screen 1: 4-Stundehnchart des EUR/USD

Wie kann man das Ganze nun mit binären Optionen umsetzen? Schauen wir uns dazu ein Chart an. In diesem Fall ist es ein 4-Stunden-Chart des Währungspaares EUR/USD (Screen 1). Wir benötigen drei Dinge:

  • Die Erwartung an eine starke Bewegung (Trend), die wir mit einer Put-Option handeln.
  • Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf, die wir mit einer Call-Option handeln.
  • Einen Broker für binäre Optionen, der gleichzeitige Trades ermöglicht, z. B. Anyoption (Screen 2).
Screen 2

Screen 2: Anyoption erlaubt zwei gleichzeitige Trades

Im EUR/USD 4-Stunden-Chart sehen wir einen Abwärtstrend. Wir wollen daher dem Trend folgen und eine Put-Option kaufen, die beispielsweise eine Laufzeit von zwei Tagen hat. Bei binären Optionen müssen wir allerdings stark auf die gegebene Lage schauen, denn wir können es uns nicht leisten, mit einer Option „out of the money“ zu enden, da bei binären Optionen der Optionspreis höher ist als der Gewinn pro Trade. Wenn wir mit einer Option einen Gewinn erzielen, mit der anderen aber einen Verlust, ist die Differenz im Gegensatz zu klassischen Optionen immer negativ.

Der Plan sieht also folgendermaßen aus (Screen 3):

Screen 3

Screen 3: 4 Stundenchart EUR/USD

  • Put-Option kaufen, sofern der Kurs beginnt zu schwächeln (z. B. Doppel-Top oder tieferes Hoch)
  • Kauf einer Call-Option, sobald der Kurs sich wieder stabilisiert

Dabei sollte die Laufzeit der Call-Option kürzer sein als die der Put-Option. Bei einem perfekten Ablauf sollten beide Optionen nach Ende der Laufzeit „in the money“ bleiben und eine ordentliche Rendite abwerfen.

Fazit

Straddles zu handeln und zu verstehen ist schon bei klassischen Optionen nicht einfach. Mit binären Optionen ist es noch schwieriger. Dennoch: Wenn man es richtig macht, könnte eine Straddle-Strategie durchaus funktionieren. Mit geringen Positionen oder über ein Demo-Konto kann der Kunde bei Anyoption den Handel von Straddles ausprobieren.

Viel Erfolg!

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

 

 

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