Swing- und Korrektur-Handel mit binären Optionen 2018: Chancen strategisch nutzen

Swing- und Korrektur-Handel mit binären OptionenWenn man an Strategien für den Handel von binären Optionen denkt, dann fallen einem entweder Indikatoren oder die Laufzeit als Ausgangsbasis an. Doch wie auch letzte Woche mit der Trendfolge-Strategie vorgestellt, kann eine Strategie auch durch das Ausnutzen von Marktphasen verfolgt werden.

Dennoch bleiben dabei die grundsätzlichen Fragen offen, die jeder Händler bei der Entwicklung einer Strategie beantworten muss, nämlich:

  1. Welche Marktphasen möchte ich nutzen?
  2. Welchen Zeitrahmen plane ich ein
  3. Welches Produkt beziehungsweise Underlying eignet sich für diese Strategie am besten?
Screen 1

Screen 1: Erkennen eines Trends

Bei der ersten Frage stellt der Händler fest, ob er Trends oder Seitwärtsphasen nutzen möchte. Dabei beschränkt sich das Trend-Following (Screen 1) nicht bloß auf eine Buy and Hold Strategie (Kaufen und Halten), sondern auch die Ansätze Swing-Trading und der Korrektur-Handel sind eine Art Trend-Following, die wir gleich näher beleuchten werden.

Screen 2

Screen 2: Symbolische Darstellung einer Seitwärtsphase

Seitwärtsphasen (Screen 2) stellen in den meisten Fällen lediglich die Ausgangsbasis für den Trend-Handel dar. Das heißt genau genommen, Seitwärtsphasen zeigen dem Händler gewisse Zonen an, die er für den Einstieg nutzen kann. Zum Beispiel kann er einen Ausbruch aus der Seitwärtsphase handeln, oder eben die kleinen Trends abwechselnd zwischen den Phasenbegrenzungen nutzen.

Am Ende kommt es aber dennoch auf einen Trendhandel, entweder auf kurzer oder längerfristiger Basis hinaus, denn man kann ja nur dann etwas verdienen, wenn sich der Preis beträchtlich ändert.

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist der Swing-Trading-Ansatz?
  • Was ist der Korrektur-Handel?
  • Swing-Trading
  • Zusammengefasst:

Was ist der Swing-Trading-Ansatz?

Wie der Name schon sagt, werden bei dem Swing-Trading-Ansatz gewisse Swings, also Schwünge in den Märkten genutzt. Diese Schwünge sind kleinere Trends innerhalb eines großen Trends. Der Trend wird quasi auf mehrere Phasen verteilt.

Der Vorteil des Swing-Tradings ist der Umstand, dass der Händler Gewinne in Häppchen mit nehmen kann und gleichzeitig sein Risiko verringert, indem er nicht kontinuierlich investiert ist. Er kann somit beispielsweise längeren Seitwärtsphasen aus dem Weg gehen.

Der Nachteil des Swing-Tradings ist, dass der Händler immer wieder die Entscheidung treffen muss einzusteigen. Das klingt zwar nach Außen hin einfach, ist in der Umsetzung aber nicht so. Auch die Identifikation einer Seitwärtsphase ist schwieriger als in der Theorie.

Screen 3

Screen 3: 4-Stundenchart des S&P500

Schaut man sich den US-Index S&P 500 an, so sieht man deutlich mehrere Swings auf 4-Stunden Basis (Screen 3). Die Swings zu identifizieren ist dabei nicht die Schwierigkeit. Die Frage ist, wie finde ich den richtigen Ausstieg um den Gewinn wie geplant mit zu nehmen. Dazu kann man sich Indikatoren bedienen, die die Schwäche einer Bewegung anzeigen. Wir haben solche bereits in anderen Beiträgen vorgestellt. Allerdings stellt sich diese Frage für den Händler von binären Optionen gar nicht, da er nur in seltenen Fällen vor Ablauf der Zeit aussteigen kann.

Oft wird Swing-Trading auch mit dem Positions-Trading gleichgestellt. Das Positions-Trading ist nichts anderes als Trend-Following auf mittelfristiger Basis. Dennoch muss man hier nach Laufzeiten differenzieren. Das Swing-Trading ist in den meisten Fällen deutlich kürzer in der Laufzeit angelegt. In der Regel betragen die Laufzeiten beim Swing-Trading zwischen 1-5 Tagen.

Was ist der Korrektur-Handel?

Im Korrektur-Handel geht es darum, eben diese Korrekturen innerhalb eines Trends zu handeln. Die Stärke einer Korrektur ist dabei davon abhängig wie stark der jeweilige Trend ist. Je dynamischer und steiler der Trend um so kürzer die Korrekturen. Je ausgebildeter und andauernder der Trend um so größer sind die Korrekturen.

Screen 4

Screen 4: Darstellung von zwei Swings

Schaut man sich das aktuelle Chart für den S&P 500 an, kann man zwei Trends feststellen (Screen 4). Der erste Trend war sehr dynamisch, die Korrekturen waren dementsprechend kürzer. Der zweite Trend steigt in einem größeren Winkel an, demzufolge sind die Korrekturen ausgebildeter. Die Schlussfolgerung daraus wäre zu entscheiden, den Korrekturhandel nur in Trends zu handeln, die weniger dynamisch sind.

Screen 5

Screen 5: Schematische Darstellung von Reversals

Allerdings muss man zum Korrektur-Handel auch sagen, dass es sich hierbei um eine Counter-Trend Strategie handelt. Man stellt sich mit seiner Position gegen den vorherrschenden Trend. Unter Tradern werden Counter-Trend Strategien oft kritisch gesehen. Für den Händler ergeben sich zusätzliche nicht einschätzbare Schwierigkeiten, weil Korrekturen zumindest im Vergleich zu Trendunterstützungen in vielen Fällen unsauberer verlaufen (Screen 5).

Swing-Trading

Will der Händler einen „Schwung“ im Index mitnehmen, eignet sich eine binäre Option zwischen 1-5 Tagen. Dennoch können Swings auch auf kurzfristiger Basis gehandelt werden. Händler sollten dabei besonderes Augenmerk auf Rohstoffe werfen, die im Gegensatz zu Währungen besser ausgeprägte Trends vorweisen können.

Screen 7

Screen 6: 4-Stundenchart von Mais

Schaut man sich das aktuelle Chart für Mais auf 4-Stunden Basis an (Screen 6), so könnte sich demnächst ein Swing in Trendrichtung ergeben. Eine Call-Option wäre daher durchaus denkbar.

Zusammengefasst:

  • Swing- und Korrektur-Trading sind wie fast alle Strategien miteinander verwandt. Es geht um das Ausnutzen von Trendphasen auf kurz- bis mittelfristiger Basis.
  • Korrektur-Trading ist schwieriger umzusetzen, da Korrektur-Reversal unbeständig verlaufen.
  • In Aktienmärkten und Rohstoffen sind Trends ausgeprägter als in Währungen
  • Ausstiege im Swing-Trading können durch Indikatoren unterstützt werden (RSI, Stochastik), aber durch die begrenzte Laufzeit bei binären Optionen nicht notwendig.
  • Je dynamischer und steiler der Trend um so unbeständiger die Korrekturen.

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