Trading-Regeln 2018 für binäre Optionen

Trading-Regeln für binäre OptionenBinäre Optionen werden auf der einen Seite als Finanz-Instrumente beworben, auf der anderen Seite als Glücksspiel kritisiert. In der Tat ähnelt ihre Auszahlungsstruktur „Alles oder Nichts“ einer Sportwette.

Nichtsdestotrotz hat der Handel mit binären Optionen einen entscheidenden Vorteil gegenüber Sportwetten. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit eines Sport-Teams zu gewinnen sehr hoch ist, sind die Faktoren für die Analyse dieser Wahrscheinlichkeit begrenzt. Anders der Handel mit Instrumenten auf kapitalmarktbasierte Produkte wie Aktien oder Währungen, auch bekannt als Derivate, worunter auch binäre Optionen fallen.

Nicht umsonst tummeln sich Banken und sogenannte Hedge-Fonds in dem Bereich der Derivate. Aber noch nie hat man etwas davon gehört, dass Banken Sportwetten abschließen. Die Krux an der ganzen Sache ist nämlich Folgende. So wie bei Sportwetten muss man sich zwangsläufig mit den Märkten beschäftigen um die richtige Richtung einzuschlagen.

Die Analyse des Marktes und die Entwicklung von Handelsregeln sind ein wichtiger Bestandteil jeder professionellen Spekulation. Da aber oft erwartet wird, dass Menschen leichtsinnig, eben nur auf den Knopf Call oder Knopf Put drücken, wird der Handel oft als Glücksspiel bezeichnet. Unser Tipp: Machen Sie es anders:

Inhaltsverzeichnis

  • Welche Regeln sollten beachtet werden?
  • Money- und Risikomanagement
  • Trading-Psychologie
  • Fazit

Welche Regeln sollten beachtet werden?

Es gibt existenzielle Regeln, die von professionellen und Tradern immer beachtet werden. Diese lassen sich wie folgt unterteilen:

  • Analysemethode bzw. –Technik
  • Money- und Risikomanagement
  • Trading-Psychologie
  • Analysemethode bzw. –Technik

Jeder gute Trader hat in seiner Laufbahn unterschiedlichste Analysemethoden ausprobiert. Dieser Prozess ist oft notwendig, denn nur so kann der Händler für sich selbst herausfinden, welche Methode ihm am besten zusagt.
Oft machen Anfänger den Fehler, (wobei Fehler nicht unbedingt der richtige Ausdruck ist, denn aus eben diesen lernt man die für sich richtige Methode zu erkennen), zwischen mehreren Techniken hin und her zu pendeln. Die Vorstellung gleich die ersten zwei bis drei Trades müssen Volltreffer sein ist der eigentliche Fehler. Doch dazu mehr im Abschnitt Trading-Psychologie.

Bei der Analysemethode muss sich der Trader zwischen mehreren Möglichkeiten entscheiden. Meistens ist hier die Wahl zwischen der technischen Analyse und der fundamentalen Analyse gegeben.

Der Trader nach der technischen Analyse betrachtet nur den reinen Preischart und versucht gewisse Muster, die wir bereits vorstellten, ausfindig zu machen. Der Trader nach der fundamentalen Analyse macht sich wirtschaftliche Ereignisse und Entwicklungen zu nutze.

Wobei man anmerken muss, dass die technische Analyse sich für den kurzfristigen Handel mit binären Optionen als besser geeignet darstellt, da hier die Analyse visuell erfolgen kann, während die fundamentale Analyse die Auswertung von einer schier unendlichen Informationsflut beinhaltet.

Der erste Schritt eines Traders ist daher immer zunächst die Konzentration auf eine einzige Analysemethode. „Zunächst“ soll hervorgehoben werden, denn mit der Zeit entwickelt der Händler oft ein Gefühl für relevante Ereignisse und kombiniert diese, oft unbewusst mit der technischen Analyse. Das ist dann der Fall wenn der Händler auf eine mehrjährige Erfahrung zurückgreifen kann. Er kennt sozusagen den Markt.

Je nach Analysemethode kann natürlich weiter untergliedert werden. Entweder man geht dem Prinzip „Keep it Simple and Smart“ nach oder man kommt eben mit vielen bestätigenden Indikatoren besser zurecht. Die Regel allerdings bleibt dieselbe: „Definiere deine Vorlieben und halte dich daran“

Money- und Risikomanagement

Oft hört sich „Money- und Risikomanagement“ für den Laien sehr kompliziert an. Wenn man aber dahinterkommt, ist dabei nichts Komplexes zu bestaunen. Man kann die beiden Fachbegriffe in Bezug auf das Trading in zwei klare Sätze fassen. Money-Management ist die Entscheidung über die Höhe des Einsatzes, Risiko-Management ist die Entscheidung über den Entry einer Position und den größtmöglichen akzeptierten Verlust. Genaugenommen fließen beide ineinander über.

Zum Beispiel können wir uns im Rahmen des Money-Managements entscheiden, dass wir nur einen gewissen Prozentsatz (z.B. 5%) unseres Kapitals einsetzen, um bei Verluststrecken dieses nicht komplett aufzuzehren. Das erfordert natürlich eine gewisse Planung, die mit der Regel verbunden ist, daß das Kapital um einiges höher sein muss als der eigentliche Einsatz/Trade.
Im Risiko-Management wird die Höhe des größtmöglichen akzeptierten Verlustes bestimmt. Diese werden über den Stop-Loss definiert.
Und hier tritt auch der Vorteil von binären Optionen zum Vorschein. Der Händler muss das Risiko nicht selbst über Formeln berechnen, sondern weiß von Anfang an, wie viel er durch einen Trade verliert. Er muss lediglich entscheiden, ob er das akzeptiert oder nicht und das ist abhängig von seinem Money-Management, also vorhandenem Kapital.

Trading-Psychologie

Eine oft von Laien unterschätzte Trading-Regel besagt: „Disziplin ist der Garant für den Erfolg“. Bei einem undisziplinierten Hin-und-her-wechseln zwischen den Analysemethoden und zu lax gewähltem Money-und Risikomanagement ist das Scheitern als Händler fast vorprogrammiert.

Hinter der Trading-Psychologie verbirgt sich oft die Analyse des Selbst in Bezug auf den Handel. Wie verhalte ich mich in bestimmten Situationen? Wie ist mein Risikobewußtsein? Wie kann ich Ängste vor Verlusten vermeiden?
All diese Fragen können nur dann gelöst werden, wenn man sich eingestehen kann, auch mal im Unrecht zu sein. Das größte Problem ist nämlich das Ego. Dieses bringt uns auch immer dazu fortwährend andere Analysemethoden auszuprobieren, da wir nach eins bis zwei unerfolgreichen Trades, nicht uns selbst dafür die Schuld geben, sondern der schlechten Trading-Technik. Dabei wären der dritte und vierte Trade wohlmöglich Volltreffer gewesen.

Fazit

Unabhängig vom Broker oder Produkt müssen auch binäre Optionen Händler gewisse Regeln einhalten um erfolgreich handeln zu können. Der Weg dorthin ist je nach Disziplin des einzelnen Händlers unterschiedlich. Deshalb sind die psychologischen Regeln im Trading die wichtigsten, denn sie bestimmen das Umsetzen der anderen Regeln.

Screen 1: Optionfair Homepage

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
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