Welchen Tradingstil soll ich wählen?

Welchen Tradingstil soll ich wählen? Vor dieser Frage stehen viele Anfänger, die sich für das Trading interessieren. Dabei ist die Frage wirklich nicht einfach zu beantworten, denn neben den gängigen Trading-Strategien wie Trendfolge, lang- oder kurzfristig usw. gibt es auch produktspezifische Strategien. Nehmen wir zum Beispiel die binären Optionen: Die Laufzeiten sind bei binären Optionen begrenzt; das hat einen nicht minder wichtigen Einfluss auf den Tradingstil. Der Interessent muss sich daher schon vorher damit beschäftigen, ob sich das Produkt für seinen präferierten Stil eignet.

Doch wie findet man den nun den richtigen Stil? Dafür muss man sich selbst testen, nach dem Motto „Learning by Doing“. Nicht umsonst heißt es, dass Trading überwiegend durch Erfahrung erlernt wird. In der Regel möchten viele mit dem Day-Trading anfangen, wobei gerade das als einer der schwierigsten Stile gilt.

Hinweisbox Binaere Optionen

Erst im Verlauf des Tradings merken viele, dass Day-Trading enorm viel Zeit und Marktgefühl erfordert, denn Day-Trading mit Daytrading-Software bedeutet nicht – wie fälschlicherweise angenommen –, ein bis zwei Trades am Tag zu machen, sondern sich in der Zwischenzeit auch mit der Planung zu beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis

  • Schritt für Schritt zum eigenen Tradingstil
  • Der Risiko-Typ bestimmt den Tradingstil
  • Fazit – eine Übersicht

Schritt für Schritt zum eigenen Tradingstil

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Unter Tradern ist bekannt, dass man sich selbst kennen muss, bevor man auch im Trading erfolgreich agieren kann. Jeder Trader befindet sich also im Verlauf seines anfänglichen Tradings auf einem „Selbstfindungstrip“.

Daher sollten Anfänger in dieser Phase besonders geringe Einsätze fahren und sie mit der Zeit erhöhen. Das Ziel ist es, die eigene Risikotoleranz herauszufinden. Anfangs geht man für gewöhnlich ein erhöhtes Risiko ein, da man diese Toleranz nicht kennt und nur die Gewinne im Sinn hat. Mit den ersten Verlusten kommen die ersten Zweifel – diese gilt es zu überwinden.

Im Mittelpunkt steht also die Risikotoleranz. Diese bestimmt später den Tradingstil, wobei Risikotoleranz zweierlei bedeuten kann. Einige empfinden Risiko als Angst, überhaupt etwas zu verlieren, andere wiederum haben weniger das Problem mit Verlusten: Vielmehr ist es die Höhe der Verluste, die ihnen Angst macht.

Beide Fälle führen zu einem anderen Tradingstil. Der erste Risikotyp wird sich womöglich auf das kurzfristige Trading konzentrieren, da er ungerne über einen längeren Zeitraum in Verlustpositionen sitzen möchte. Dafür nimmt er jedoch in Kauf, dass seine Tradingfrequenz erhöht ist, was sich natürlich auch auf die Kosten und die Planung auswirkt.

Der zweite Risikotyp hat keine Angst vor einer Verlustposition, ist jedoch nicht sehr entscheidungsfreudig und möchte so wenig neue Positionen wie möglich eröffnen. Auch ist er womöglich zeitlich gebunden und kann nicht tagtäglich vor dem Bildschirm sitzen und auf die eine Chance warten. Dieser Risikotyp nimmt allerdings gleichzeitig das Risiko in Kauf, dass er Positionen über Nacht hält, während die Börsen eventuell geschlossen sind.

Der Risiko-Typ bestimmt den Tradingstil

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Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie Anfänger sich ihres gewünschten Tradingstils sicher sind. Meistens ist es das Day-Trading. Das zeugt oft von Unerfahrenheit. Wenn der Trader die erste Findungsphase gut überstanden hat, kann er sich daran machen, eine nachhaltige Strategie aufzubauen. Hier stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien er handeln möchte: nach der technischen, fundamentalen oder möglicherweise sogar nach der Münzwurfmethode? Alle drei haben ihre Berechtigung.

Um das herauszufinden, muss sich der Trader abermals auf einen Selbstfindungstrip begeben. Und auch hier spielt die Risikotoleranz eine Rolle. Jedoch bekommen eigene Kapazitäten im Rahmen der Analyseauswahl eine größere Bedeutung.

Screen 1

Screen 1: Zusammenspiel Risiko – Tradingstil

Die technische Analyse ist schnell zu erlernen und die Anwendung ist recht simpel. Die Betonung liegt auf „Anwendung“, nicht das Trading an sich ist damit gemeint. Denn die Analyse ist bekanntlich nur ein Faktor im erfolgreichen Trading. Weitere, wie Erfahrung, Marktkenntnisse, monetäre Kapazitäten sowie das Wissen um die richtige Anwendung von Risiko- und Moneymanagement, sind zu nennen.

Auch hier kann es durchaus vorkommen, dass Trader ihre Präferenzen erst viel später erkennen. Besonders, wenn sie fundamentale Faktoren mit in ihr Trading einbeziehen. Fundamentale Kenntnisse erfordern viel mehr Zeit bei der Anwendung und kommen daher erst nach jahrelanger Tradingerfahrung zum Zuge.

Fazit – eine Übersicht

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Man könnte ewig darüber sprechen, wie man seinen eigenen Tradingstil findet. Dabei ist Trading ein stetiger Selbstfindungstrip – und nicht selten kommt es vor, dass Trader mit einem Stil beginnen und am Ende bei einem ganz anderen landen. Der Wunsch vieler Anfänger, das Day-Trading zu betreiben, ist jedoch eher ein Wunschdenken und zeugt leider von Unkenntnis. Denn jeder halbwegs erfahrene Trader weiß, dass Day-Trading einer der schwierigsten Stile überhaupt ist.

Mit dem Broker IQ Option können Anfänger mit geringen Einsätzen versuchen, ihren Stil herauszufinden.

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Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
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