Bollinger Bänder & Akkumulation/Distribution Line 2018 – Handelsstrategie entwickeln

Erläuterung - Bollinger Bänder und Akkumulation/Distribution LineEs gibt eine Menge Indikatoren, mit dessen Hilfe man sich gute Handelsstrategien aufbauen kann. Dabei sollten Trader auf ihre eignen Präferenzen setzen, denn am Ende kommt es weniger auf den Indikator selbst an, sondern darauf wie konsequent man seine Strategie umsetzt.

Die Bollinger Bänder haben wir ebenfalls schon einmal vorgestellt. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um gleitende Durchschnitte und die statistische Annahme, dass Werte nur in einer gewissen Spanne um den Mittelwert fluktuieren. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs wieder zum mittleren gleitenden Durchschnitt zurückkommt erhöht, wenn die äußere Spanne erreicht ist.

Das macht man sich zunutze. Oft gilt daher die Regel: Wird das äußere Band durchstoßen, so deutet das auf ein zumindest kurzfristiges Reversal hin.

Die A/D-Linie ist wie der Money Flow Index (MFI) eine Erweiterung des On Balance Volume und basiert, wie die Bezeichnung schon richtig sagt, auf dem Volumen. Dabei gilt es folgende Interpretationen zu beachten:

  1. Steigt in einem Aufwärtstrend die A/D Linie an, fließt Geld in Richtung der steigenden Kurse. Der Aufwärtstrend ist bestätigt.
  2. Fällt die A/D Linie in einem Abwärtstrend, wird Geld herausgezogen. Der Abwärtstrend wird bestätigt.
  3. Fällt die A/D Linie in einem Aufwärtstrend, dann ist der Kaufdruck schwach und es besteht eine negative Divergenz.
  4. Steigt die A/D Linie in einem Abwärtstrend an, dann ist der Verkaufsdruck schwach und es besteht eine positive Divergenz.

Die A/D Linie wird desöfteren im langfristigen Handel angewandt, da sich Divergenzen auf Basis mehrerer Tage als zuverlässiger darstellen. Dennoch, in Verbindung mit anderen Indikatoren, kann die A/D-Linie auch im kurzfristigen Handel ihre Dienste gut unter Beweis stellen. Schauen wir uns das am Beispiel an.

Inhaltsverzeichnis

  • Beispiel USD/JPY mit Bollinger Bändern und A/D Linie
  • Fazit

Beispiel USD/JPY mit Bollinger Bändern und A/D Linie

Screen 1

Screen 1: 5-Minutenchart des USD/JPY

Das 5 Minuten Chart des Währungspaares USD/JPY hat wie man deutlich erkennen kann desöfteren sehr starke und dynamische Trends. Was wir aber auch erkennen können ist, dass nach dem auf kurzfristiger Basis extremen Absturz am 14 Juli die A/D Linie sehr schnell wieder angestiegen ist (1). In etwa ab dem mittleren Bollinger Band, gab es wie für gewöhnlich einen kleinen Rücksetzer.

Käufe wurden dennoch sehr schnell wieder getätigt. An dieser Stelle wäre eine kurzlaufende Call-Option denkbar gewesen (grüner Kreis). Sowohl das Bollinger Band, als auch der Kaufdruck im Volumen bestätigten die Aufwärtsbewegung.

Im folgenden wird deutlich, dass es sinnvoll sein kann Trendlinien nicht nur auf Kurse anzuwenden, sondern auch auf Indikatoren. Oft ist es so, dass man nicht einschätzen kann ob es sich bei der Bewegung im Indikator nur um eine kurzfristige Bewegung handelt oder sich hier ein neuer Trend etabliert.

Der Trend in der A/D Linie, der sich mit der dynamischen Aufwärtsbewegung etabliert hat, wurde durch das obere Bollinger Band gestoppt und sogar in der A/D Linie gebrochen (2). Ein Exit wäre daher sinnvoll gewesen. Mit binären Optionen aber alles kein Problem, da die Laufzeiten für einen automatischen Exit sorgen.

Die Frage, die dann noch im Raum steht ist: War es das jetzt mit der Aufwärtsbewegung? Die Antwort darauf gibt ebenso der Trend der A/D Linie. Zwar bewegt sich die Linie in der darauf folgenden Zeit leicht abwärts (3, 4), doch solange die untere Trendlinie nicht unterschritten wurden, kann man davon ausgehen, dass es nur eine vorübergehende Schwäche ist.

Und genau das passiert als nächstes. Der Aufwärtstrend bekommt einen neunen Schub, nachdem das untere Bollinger Band noch mal kurz angetestet wurde. Darauf folgte wieder eine Schwäche-Phase, die A/D Linien Trends bleiben jedoch zunächst leicht negativ bis später sogar positiv (5).

Der Aufwärtstrend ist also immer noch intakt. Und darum geht es. Zwei Indikatoren, die auf kurzfristiger Basis einen Trend bestätigen bzw. die Schwäche oder Stärke eine Trends anzeigen, können sowohl auf mittel-bis langfristiger Basis, als auch auf kurzfristiger Basis ihre Anwendung finden.

Fazit

Die Bollinger Bänder sind aus der technischen Analyse nicht mehr wegzudenken. Doch die Bänder alleine, sind vor allem im kurzfristigen Trading zu ungenau, da sie nachlaufend sind. Mit der A/D Linie hat man einen weiteren Volumen Indikator zur Seite, der Trends auch auf kurzfristiger Basis bestätigen kann.

Screen 2

Screen 2: Webseite des Brokers OptionFair

In Kombination mit den beiden Indikatoren und kurzlaufenden binären Optionen, beispielsweise mit dem Broker OptionFair, könnte man eine gängige Strategie aufbauen, die nicht zu komplex ist. Die Anwendung dieser Strategie müsste mit Hilfe aufgestellter Regeln erfolgen, die eine Optimierung fördern und damit sich Fehltrades vermeiden lassen.

Der Broker BD Swiss ist einer der Broker, der bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt agiert. Mit ihm können Trader Trends gut handeln.

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

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