Binäre Optionen Strategie mit Pivot Points 2018: Jetzt strategisch handeln

Binäre Optionen Strategie mit Pivot Points
Kurse verlaufen bekanntlich in Wellen oder besser gesagt in abwechselnden Trends. Dabei finden Reversals (Umkehrungen) auf kurzfristiger oder langfristiger Basis in bestimmten Preisbereichen statt, die auch schon in der Vergangenheit eine relevante Nachfrage-Angebot Konstellation darstellten.

Im Hinblick auf die technische Analyse werden oft Durchschnittswerte für die Identifikation von relevanten Preisbereichen eingesetzt. So stellt ein gleitender Durchschnitt mit einer 200er Periode stets eine relevante Unterstützungs- bzw. Widerstandszone dar. Da viele große Marktteilnehmer mit Durchschnitten arbeiten, sind diese Zonen in der Regel im mittel-bis langfristigen Bereich zuverlässig.

Im kurzfristigen Bereich haben sich andere Durchschnitte beliebt gemacht, nämlich die Pivot Points. Man sagt, dass sogar Trader an der Präsenzbörse nach Pivot-Punkten gehandelt haben.

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Inhaltsverzeichnis

  • Was sind Pivot Points?
  • Wie kann man Pivot-Punkte mit binären Optionen handeln?
  • Beispiel für den Handel von Pivot-Punkten
  • Fazit

Was sind Pivot Points?

Ein Pivot-Punkt ist ein Durchschnitt des Hochs, Tiefs und Schlusskurses vom Vortag. Die Idee dahinter ist folgende: Sollte der Preis am folgenden Tag unterhalb dieses Durchschnittslevels sinken, wird die Wahrscheinlichkeit auf einen Abwärtstrend höher. Das Angebot ist dann stärker ausgeprägt als die Nachfrage. Bei Preisen oberhalb des Durchschnittspreises gilt der umgekehrte Fall.

Pivot-Punkte sind somit technische Indikatoren, die Widerstands- oder Unterstützungszonen definieren. Dabei sollte man, wie bei fast allen Indikatoren, den Begriff Zone oder Bereich ernst nehmen. Das stellt natürlich eine Schwierigkeit dar, denn es ist fraglich, wo ein Bereich beginnt und wo er aufhört.

In diesem Fall sollte sich der Trader nicht verunsichern lassen, und genau deshalb besteht Trading nicht nur aus der Identifikation von Zonen, sondern auch aus der Kontrolle des Risikos. Es ist wahrscheinlicher, dass der kurzfristige Trend sich verstärkt – und darum geht es.

Die Analyse der Support- und Resistance-Zonen erfolgt nach einem 5-Punkte-System. Ausgehend vom High/Low/Close Durchschnitt zum Vortageskurs werden die folgenden Support- und Resistance-Zonen wie folgt berechnet:

  1. P = (H + L+ C) / 3
  2. S1= (P x 2) – H
  3. R1= (P x 2) -L
  4. S2= P – (H – L)= P – (R1 – S1)
  5. R2= P + (H – L)= P + (R1 – S1)
Screen 1

Screen 1:5 mögliche Zonen zum Handel

Auf Grundlage dieser Zonen können Trader nun ihre Ein- oder Ausstiege definieren. Das folgende Beispiel soll die etwaige Funktionsweise verdeutlichen. Das Bild zeigt die fünf Zonen. Über dem Pivot-Punkt etablieren sich mit höherer Wahrscheinlichkeit Aufwärtstrends, darunter Abwärtstrends (Screen 1).

Wie man jedoch klar erkennen kann, können Kurse zwischen den Zonen extrem fluktuieren. Das ist auch der Grund, warum man Pivot-Punkte in der Regel auf kurzfristiger Basis nutzt. Mit einer gewissen Erfahrung können Händler jedoch auch sehr gut erkennen, ob sich der Kurs stärker unter bzw. über den S- und R-Zonen entwickelt. Auch können S- und R-Zonen als Reversal-Punkte zumindest im sehr kurzfristigen Sekunden- bis Minutenbereich definiert werden.

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Wie kann man Pivot-Punkte mit binären Optionen handeln?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Pivot-Punkte mit binären Optionen zu handeln. Dafür muss man diese jedoch erst einmal kennen bzw. berechnen. Hierfür kann der Händler entweder eine Software für die technische Analyse nutzen oder auf Finanzinformationsportale zurückgreifen. Diese veröffentlichen täglich die aktualisierten Pivot-Punkte.

Darüber hinaus gibt es diverse Seiten, die einen Pivot-Rechner zur Verfügung stellen. Auf diesen muss der Händler dann lediglich die entsprechenden Werte eintragen. Am bequemsten ist natürlich die Software, die zusätzlich zur Kursversorgung die Zonen in den Kursverlauf einzeichnet.

Beispiel für den Handel von Pivot-Punkten

Screen 2

Screen 2: Binäre Optionen auf EUR/USD

 

Über den Broker BDSwiss (Screen 2) können binäre Optionen auf viele verschiedene Assets gehandelt werden. Der stündliche Pivot-Punkt und die R- und S-Zonen für das Währungspaar EUR/USD liegen aktuell bei:

  • R1= 1,1375
  • R2= 1,1387
  • P= 1,1355
  • S1= 1,1343
  • S2= 1,1323
Screen 3

Screen 3: Put-Optionen auf fallenden Kurse mit Ziel S1 oder S2

 

Da sich das Währungspaar aktuell in einem Aufwärtstrend und oberhalb des R1-Bereiches befindet, sollte man entweder in Richtung des Trends mit dem Ziel R2 handeln oder aber abwarten, bis sich der Trend umkehrt. Nachdem der Pivot-Punkt nach unten gebrochen ist, sollten nur noch Puts mit den Zielen S1 oder S2 gehandelt werden (Screen 3).

Pivot-Punkte für das Trading nutzen: So handeln Sie binäre Optionen

Wir haben nun den Handel mit Pivot-Punkten näher erläutert, doch was sollten Sie generell beim Trading beachten? Worauf es ankommt und wie Sie in nur wenigen Schritten zum ersten Trade gelangen, haben wir in der folgenden Slideshow in Kürze anschaulich für Sie dargestellt:

Fazit

Pivot-Punkte sind beliebte technische Indikatoren, die besonders in sehr liquiden Assets ihre Anwendung finden. Dennoch wäre von der bloßen Konzentration auf Pivot-Punkte beim Handel abzuraten, da die Zuverlässigkeit dieser Punkte mit der Zeit abgenommen hat. Das liegt zum Teil auch an den Märkten, die in der Vergangenheit viel volatiler geworden sind. In Verbindung mit weiteren bestätigenden Indikatoren wie etwa dem Momentum oder dem RSI könnten Pivot-Punkte und die daraus resultierenden Zonen auch frühzeitig auf Reversals hindeuten.

Binäre Optionen Strategie mit Pivot Points

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

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