Trading-Psychologie – ausschlaggebend für Erfolg beim Handel 2018?

In den Medien liest man in der Regel immer sehr viel zur Trading-Psychologie. Die Kernaussage ist stets die, dass erfolgreiches Trading zu 90 % aus Psychologie und der Rest aus Risiko- und Money Management besteht. Dabei handelt es sich wie so oft um eine Pauschalaussage, die dem Anfänger nicht wirklich hilft.

Zunächst einmal wird immer gern unter den Teppich gekehrt, dass Kenntnisse zu den gehandelten Märkten ebenfalls dazu gehören – und zwar nicht nur auf Basis der technischen Analyse, sondern auch auf Basis des Produktes selbst. Wer beispielsweise Gold handeln möchte, sollte zumindest einige grundlegenden Dinge über das Edelmetall wissen.

Inhaltsverzeichnis

  • Trading-Psychologie kann nicht pauschal definiert werden
  • Trading-Psychologie kann auch einfach sein
  • Fazit

Trading-Psychologie kann nicht pauschal definiert werden

Themenicon lupeAufgrund der Individualität jeder Persönlichkeit ist es nicht möglich, pauschale Begriffe wie „Gier und Angst“ als Grund für den Misserfolg aufzuführen. Denn diese Begriffe werden zum einen auf unterschiedliche Weise empfunden und gleichzeitig liegen die Gründe dafür tiefer und basieren zudem auf unterschiedlichen Erfahrungen.

Jeder zweite Trading-Coach versucht es mit der Trading-Psychologie. Man sollte sich mal fragen, warum das so ist. Andere Kenntnisse sind rar und in der Regel nicht so günstig zu bekommen. Die Krux daran ist folgende: Die Dinge, die für den Coach funktionieren, müssen bei dem Erlernenden nicht zwangsläufig auch genauso funktionieren.

Was zusätzlich oft übersehen wird ist die Tatsache, dass es beim Coach nur deshalb funktioniert, weil er sich das in jahrelanger Tätigkeit angeeignet hat. Daher ist es fraglich, woher die Idee kommt, nach einigen Seminaren und Webinaren genauso erfolgreich sein zu können.

Trading-Psychologie kann auch einfach sein

Themenicon geldsack2Ein anderer Weg, jedoch auch nicht jedermanns Sache, ist es, sich nur auf wenige Dinge zu konzentrieren. Das gilt sowohl für die Analyse als auch für die Psychologie. Diese ist lediglich ein Faktor, aber kein Hauptfaktor. Trader beschäftigen sich in der Anfangszeit zu lange mit der Psychologie. Man kann es ihnen nicht verdenken, denn viele unterschätzen ihre Fähigkeiten, und da sich wohl jeder lieber mit seiner eigenen Psychologie beschäftigt als mit der Informationsauswertung, können sich sogenannte Trading-Psychologen gut verkaufen.

Dabei reicht es in der Regel aus, das Ganze aus zwei Perspektiven zu betrachten. Die grundlegende psychologische Barriere im Trading ist die Angst vor Verlusten. Sie macht unsere Risikoaversion aus. Das gesamte Finanzsystem basiert auf Risiko – und Risiko bedeutet Angst davor, etwas zu verlieren.

Es stellt sich daher die Frage: Wie lässt sich die Angst vor Verlusten im Trading vermeiden? Sollte man keine Antwort darauf haben, geht man aus der anderen Perspektive heran und fragt sich: „Was macht mich im Trading sicher?“

Die zweite Frage sollte für die meisten wohl viel einfacher zu beantworten sein. Dennoch: Ein Trader mit weniger Erfahrung wird hierbei risikoaverser antworten als ein erfahrener. „Sicher fühle ich mich dann, wenn der Trade schnell ‚in the money’ ist“, würde jedoch fast jeder sagen.

Daraus kann man direkt ableiten, dass es sinnvoll wäre nach Trading-Chancen zu suchen, die eben das schnelle „in the money“ begünstigen. Das können technische Muster mit einem günstigen CRV wie etwa Break-Outs sein.

Fazit

Themenicon kontoeroeffnung1Die Trading-Psychologie wird maßlos überschätzt. Am Ende geht es lediglich darum, herauszufinden, wie man sich im Trading sicher fühlt. Der nächste Schritt wäre die Selbstkontrolle. Das Problem ist, dass jeder seine eigenen Ausprägungen und Gründe für die Risikoaversion hat und Pauschalaussagen über Ängste und Gier einem meist nicht viel nützen. Das liegt daran, dass an der Börse ganz andere psychologische Grundstrukturen vorherrschen als solche, die man auf sich selbst als Einzelperson beziehen würde. Daher wäre es sinnvoll, sich mit Behavioral Finance zu beschäftigen, um die allgemeinen Erwartungen der Menge zu verstehen.

Das beste Mittel, um sich selbst als Trader zu verstehen, ist und bleibt immer noch die Erfahrung. Die Sicherheit im Trading wird oft dann empfunden, wenn man bereits Situationen erlebt und gesehen hat. Bevor man also einen Trading-Coach in Anspruch nimmt, sollte man in Erfahrung bringen, ob er einem auch mehr beibringen kann als bloß die Psychologie, die für ihn selbst funktioniert. Nur dann hat man auch die Chance, sich weiterzuentwickeln.

Screen 1

Mit dem Broker OptionTime können Anfänger testen, bei welchen Trades sie sich sicher fühlen.

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

 

Noch mehr interessante Beiträge für Sie aus unserer Redaktion:

Auch interessant: