Trading mit dem Ichimoku Kinko Hyo (2)

Trading mit dem Ichimoku Kinko Hyo
Im letzten Beitrag zum Ichimoku Kinko Hyo haben wir den umfassenden Indikator vorgestellt. Dabei handelt es sich gleichermaßen um einen Analyseindikator und um ein Handelssystem, denn aufgrund der vielen Indikatoren, die er vereint, können auch Handelssignale generiert werden.

Weiterhin haben wir festgestellt, dass der Indikator ein Trendfolgeindikator ist. Aufgrund der vielen Bestätigungen, die erfolgen müssen, damit ein Handelssignal entsteht, ist seine vordergründige Schwäche die späte Signalgebung. Diese Schwäche haben allerdings viele Trendfolgeindikatoren, denn schließlich muss sich der Trend erst bestätigen lassen, bevor der Indikator ein Signal generiert.

Wir haben festgestellt, dass Trends auf langfristiger Basis durchaus mit dem Ichimoku Kinko Hyo handelbar sind. Doch möglicherweise ist der Indikator auch auf kurzfristiger Basis anwendbar.

Hinweisbox Binaere Optionen

Inhaltsverzeichnis

  • Kurzfristiger Handel mit dem Ichimoku
  • Fazit – Ichimoku Kinko Hyo ist stark im kurzfristigen Handel

Kurzfristiger Handel mit dem Ichimoku

Zu Erinnerung: Ein Kaufhandelssignal wird im Ichimoku generiert, wenn …

  1. die Tenkan-Sen-Linie, die Kijun-Sen-Linie nach oben hin kreuzt.
  2. ein Ausbruch aus der Kumo-Wolke erfolgt.
  3. die Chikou-Span-Linie den Ausbruch bestätigt.

Das folgende 4-Stunden-Chart für den S&P 500 auf 4-Stunden-Basis macht deutlich, dass Signale durchaus profitabel sein können. Alle drei Kriterien hätten früh genug einen kurzfristigen Trend angezeigt und ein Signal generiert.

Screen 1

Screen 1: 4-Stundenchart des S&P500

Die Frage, die man sich dennoch stellen sollte, lautet: Wenn die drei Kriterien erfüllt sind, wo ist dann der optimal Einstiegskurs? Denn nimmt man nur die drei Regeln, so ist es dennoch und besonders im kurzfristigen Bereich nicht sinnvoll, in den Anstieg rein zu kaufen, sondern sich zusätzlich einen guten Einstiegspunkt zu suchen.

Unter diesem Aspekt sollte man daher die drei oberen Regeln als den ersten Schritt betrachten, der das „Go“ für das Eingehen einer Position darstellt. Der Kauf basiert wiederum auf weiteren zusätzlichen Regeln. Warum ist das so wichtig?

Aus denselben Gründen, warum man normalerweise ein gutes Chancen-Risiko-Verhältnis erzielen möchte. Das ist dann gegeben, wenn das Verlustpotenzial geringer ist als die Gewinnchance. Das Einstiegs-Set-up hinsichtlich des oberen Beispiels müsste daher folglich so gewählt werden, dass man sich nach unten hin sehr eng absichern kann, während die Wahrscheinlichkeit auf das Fortsetzen eines Trends sehr hoch ist.

Screen 2

Screen 2: 4-Stundenchart des S&P500

Wir können zwei solcher Set-ups in dem vorliegenden Chart identifizieren. Das erste ergibt sich kurze Zeit später, nach dem Ausbruch aus der Kumo-Wolke. Ein Retest der Unterstützung könnte in diesem Fall als Einstieg genutzt werden. Wer allerdings ganz sicher gehen will, wartet den Retest der Kumo-Wolke ab. Dieser erfolgt im Rahmen des zweiten Einstiegs-Set-ups. Die Kumo-Wolke dient hier als klare Unterstützungszone und entspricht damit auch den Interpretationsregeln des Ichimoku Kinko Hyo.

Nachdem man ein gutes Einstiegs-Set-up gefunden hat, fragt man sich, wo man den Ausstieg wählen sollte. Je nach gehandeltem Produkt ist diese Frage natürlich jeweils anders zu beantworten. Im Falle von binären Optionen stellt sich die Frage nach der Laufzeit. Bei anderen Produkten muss der Ausstieg entweder durch eine Stop-Order oder bei der Trendumkehr definiert werden.

Das obere Beispiel kann Letzteres deutlich darstellen. Der Ausstieg sollte dann erfolgen, wenn die Kumo-Wolke nach unten hin gebrochen wird und die anderen zwei Signalregeln in die andere Richtung zeigen, also quasi ein Gegensignal entsteht. Bei binären Optionen ist die Wahl der richtigen Laufzeit höchstens statistisch oder erfahrungsgemäß zu erfassen. Die Frage dabei ist: Wie lange dauern Trends auf 4-Stunden-Basis normalerweise an? Auch betrifft diese Frage nicht jeden Wert pauschal, sondern ist auf den jeweiligen gehandelten Wert bezogen, wie in diesem Fall auf den S&P 500.

Die statistische Auswertung wird natürlich nicht jeder durchführen können. Was also bleibt, ist der Erfahrungswert. In der Regel behilft man sich mit einem festen Wert, den man immer wählt. Bei 4-Stunden-Charts beispielsweise eine Laufzeit zwischen zwei und fünf Tagen, da Trends, wenn sie früh genug erwischt werden, in der Regel mehrere Tage andauern.

Fazit – Ichimoku Kinko Hyo ist stark im kurzfristigen Handel

Das Handelssystem des Ichimoku Kinko Hyo eignet sich durchaus auch für den Handel auf kurzfristiger Basis. Mehr noch: Trends können damit sogar früher erkannt werden als beispielsweise auf Wochenbasis. Zu beachten ist dabei dennoch, dass Signale zwar die Richtung bestätigen, jedoch keinen optimalen Einstiegspunkt anzeigen. Diesen sollte man sich durch zusätzliche Einstiegs-Set-ups definieren. Dabei sollte die Regel gelten: Günstig kaufen und teuer verkaufen und vice versa.

Für die Ausstiege gilt, dass bei binären Optionen je nach gewähltem Zeitraum die Laufzeit gewählt werden sollte. Bei anderen Produkten gelten Gegensignale als Ausstiegssignale. Mit dem Broker Binary.com kann der US-Index über einige Tage hinweg mit binären Optionen gehandelt werden.

Screen 3

Screen 3: Webseite des Brokers Binary.com

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

 

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