Trading mit dem Relative Vigor Index 2018 – Handelsstrategie erklärt

In unserem letzten Beitrag haben wir den Relative Vigor Index vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Momentum-Indikator, der im Gegensatz zum normalen Momentum nicht bloß die Schlusskursdifferenz einer bestimmten Periode vergleicht, sondern die Spanne zwischen Tiefs und Hochs sowie Eröffnungs- und Schlusskursen ins Verhältnis setzt. Darüber hinaus wird der Indikator zusätzlich mit einer Signallinie geglättet, also ein gleitender Durchschnitt darauf berechnet.

Hinweisbox Binaere Optionen

Auch die Interpretation des Indikators fiel nicht sehr komplex aus. Es gibt die Nulllinie, die Indikatorlinie sowie die Signallinie, die beachtet werden sollten. Dabei haben wir feststellen müssen, dass die Signale, die der Indikator entsprechend den allgemeinen Interpretationsregeln generiert, eher als kursbestätigend angesehen werden sollten. Der Indikator läuft dem Kurs also die meiste Zeit hinterher.

Das ließ uns schlussfolgern, dass der Relative Vigor Index seine Anwendung ähnlich dem RSI-Indikator finden sollte, also weniger die Richtung entscheidend ist, die er anzeigt, sondern vielmehr, welche Tendenzen er aufweist. Und damit kommen wir wieder zu den berühmten Divergenzen oder Bestätigungen zum Kurs selbst.

Screen 1

Screen 1: Tageschart des DAX

Inhaltsverzeichnis

  • Strategie mit dem Relative Vigor Index
  • Fazit – RVI mit einfachen Mitteln traden

Strategie mit dem Relative Vigor Index

Mit dieser Erkenntnis können wir uns nun daran machen, eine Strategie zu entwickeln. Im letzten Beitrag haben wir bereits drei Regeln aufgestellt, die mehr oder weniger gute Signale generieren können.

  1. Es muss sich eine Divergenz zwischen Kurs und Indikator bilden.
  2. Die Trendwende beschleunigt sich und die Nulllinie wird durchbrochen.
  3. Nach Durchbruch der Nulllinie bleibt der Indikator weiterhin stark.

Leider war trotz der bereits optimierten Regeln nicht jedes Signal zuverlässig. Zugegeben, wer im Trading hundertprozentig zuverlässige Signale erwartet, hat nicht verstanden, worum es geht. Kurse werden ja nicht ausschließlich von der Markttechnik dominiert, sondern unterliegen unerwarteten Risiken, die meist aus politischen oder fundamentalen Gründen eintreten. Die Frage, die man sich stellen sollte, lautet daher nicht „Wie bekomme ich ein hundertprozentig zuverlässiges Signal?“, sondern vielmehr „Mit welchen Mitteln trete ich den unerwarteten Risiken entgegen?“

Schauen wir uns also das aktuelle DAX-Chart mit dem RVI-Indikator an, dann werden wir Folgendes erkennen. Wenn wir die drei oberen Regeln für unseren Einstieg nutzen, wird es in vielen Fällen zu spät sein, denn wenn die Nulllinie erst einmal über- bzw. unterschritten ist, ist der mittelfristige Trend bereits sehr weit fortgeschritten.

Screen 2

Screen 2: Tageschart des DAX

Und wenn wir noch genauer hinschauen, ging ein Durchschreiten der Nulllinie sogar in der Mehrzahl der Fälle mit einer Gegenbewegung einher. Das ist äußerst unzufriedenstellend. Wir müssen uns daher überlegen, ob wir diese Regel nicht verwerfen, was wir auch tun werden. Da die dritte Regel aus der zweiten hervorgeht, lässt sich leider auch diese nicht so gut für unsere Zwecke nutzen. Die einzig brauchbare Regel ist für uns also nur die RVI-Divergenz.

Eine Divergenz ist gerade im kurzfristigen Handel gut nutzbar, denn bei kurzfristigen Strategien erwartet man sowieso keine großen Trends. Wenn wir uns also darauf konzentrieren, eine Divergenz als vorrangiges Signal zu nutzen, benötigen wir lediglich den Durchbruch einer wichtigen Zone, um die aufkommende Schwäche weiterhin zu bestätigen. Das Ganze könnte – mit Optionen von mindestens einer Stunde gehandelt – durchaus funktionieren.

Screen 3

Screen 3: Stundenchart des DAX

Das obere Chart zeigt das 1-Stunden-Chart des DAX-Index. Die erste Divergenz kann uns ein gutes Signal generieren. Weiterhin warten wir auf den Durchbruch des Aufwärtstrends. Wenn dieser stattfindet, haben wir grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder wir kaufen sofort eine Option mit einer Laufzeit von einer Stunde oder wir warten den Retest ab. Im ersten Fall hätten beide Möglichkeiten zum Erfolg geführt. Schauen wir uns die zweite Divergenz an, so ist auf Anhieb keine relevante Zone auszumachen. Diese kam erst später; da war die RVI-Divergenz allerdings schon aufgelöst. In manchen Fällen ist es also sinnvoll, stillzuhalten und nicht zu handeln.

Fazit – RVI mit einfachen Mitteln traden

Wie wir es drehen und wenden, hundertprozentig zuverlässige Signale gibt es nicht. Am Ende sollte man sich stets auf die einfachen Dinge besinnen, denn es sind immer nur einige wenige, die wirklich zuverlässig sind. Wie man den Indikator am besten nutzt, hängt also zum Großteil davon ab, welche persönlichen Präferenzen man hat.

Man kann auf der einen Seite weitere Indikatoren für die Optimierung hinzuziehen oder eben einfache technische Setups anwenden. Als allgemeingültig sollte jedoch gelten, dass Indikatoren wie der RVI zuverlässig auf aufkommende Schwäche im Trend hindeuten können.

Screen 4

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