Nachrichtenrückblick mit Handelschancen der 17KW

„Es kann nicht ewig hochgehen“, besagt ein passendes Sprichwort zu der aktuellen Lage an den europäischen Aktienmärkten. Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der griechischen Misere und die Frage, ob der Euro nun zur Stärke ansetzt, belasten die europäischen Aktienmärkte. Der DAX gab seit letztem Freitag deutlich nach, konnte sich innerhalb der Woche jedoch über einer relevanten Unterstützung halten. Wie lange noch?

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft und Geldpolitik
  • Technische Bewertung der Märkte:

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU gab es diese Woche folgende Daten:

Der Erzeugerpreisindex aus Deutschland sowie die ZEW-Indikatoren für Deutschland und die EU. Der Erzeugerpreisindex ist im Vergleich zum Vorjahr im Monat März mehr gesunken als erwartet, im Vergleich zum Vormonat allerdings unverändert geblieben. Die ZEW-Konjunkturerwartungen fielen für Deutschland überraschend negativ aus, während die Erwartungen für die EU mehr als nur überzeugen konnten.

Die Einkaufsmanagerindizes für die Länder Deutschland, Frankreich und die EU. Die Indizes sowohl für den Herstellungs- als auch für den Dienstleitungssektor fielen in Frankreich, Deutschland und der EU allesamt negativ aus.

Das GfK-Konsumklima für die EU fiel gut, jedoch nicht besser als erwartet aus. Das GfK-Konsumklima für Deutschland ist ebenfalls enttäuschend ausgefallen.

USA: Folgende Daten waren für die USA von Wichtigkeit:

Bestehende Veräußerungen von Eigenheimen sind im März angestiegen. Leider stiegen die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe mehr als erwartet an, und der Einkaufsmanagerindex für das Produktionsgewerbe fiel mehr als erwartet.

Geldpolitik

Es kamen einige Fed-Mitglieder zu Wort, so etwa Rosengreen oder Dudley. Beide haben Zweifel an der frühen Zinsanhebung gestreut. Die Notenbanker aus Neuseeland denken über eine Zinssenkung nach. Die Schweizer Notenbank hat beschlossen, dass der negative Zinssatz nun auch für staatliche Institutionen wie Lebensversicherungen und Pensionsfonds gelten würde. Die Entscheidung schickte den Franken gegen den Euro zunächst einmal kurzfristig auf die Bretter. Interessanter war jedoch die Reaktion im Goldpreis, wenn auch nur kurzfristig.

Technische Bewertung der Märkte:

Auch wenn auf der geldpolitischen sowie konjunkturellen Front einige Unsicherheit herrscht, so scheint die Markttechnik eine klare Sprache zu sprechen, die seit gestern definitiv Folgendes sagt: Euro hoch, Dollar runter, US-Aktien hoch, Rohstoffe hoch, EU-Aktien seitwärts.

Screen 1

Screen1 : 12-Stundenchart des EUR/USD

EUR/USD: Das wichtigste Währungspaar hat die obere Trendlinie nun durchbrochen und es scheint, als würde es sich hierbei um einen nachhaltigen Bruch handeln. Allerdings befindet sich ein Widerstandsbereich zwischen 1,09-1,10 US-Dollar je Euro, der erst einmal passiert werden sollte, um dem Euro weiteren Auftrieb zu geben. In Anbetracht dessen, dass bald wieder die NFPs anstehen und positive Daten den Euro durchaus bremsen könnten, ist es kein leichtes Unterfangen, auf den Anstieg zu spekulieren.

Screen 2

Screen 2: 12-Stundenchart des GBP/USD

GBP/USD: Auch das zweitwichtigste Währungspaar steht an einer Wegscheide, nämlich an der oberen Trendlinie. Ein Durchbruch, begleitet von einem Pull-Back an die Linie, könnte eine gute Trading-Gelegenheit auf mittelfristiger Basis bieten.

Screen 3

Screen 3: Tageschart des S&P500

S&P 500: Der US-amerikanische Leitindex konnte aufgrund der überwiegend positiven Quartalsdaten und einem schwachen US-Dollar seine seit Monaten bestehende Range nach oben verlassen. Ob dieser Ausbruch jedoch nachhaltig ist, bleibt abzuwarten, denn solche False Breakouts haben sich – besonders in den Aktienmärkten – in der letzten Zeit des Öfteren ereignet.

Screen 4

Screen 4: Tageschart des DAX

DAX: Der deutsche Leitindex hat seit der letzten Woche deutlich nachgeben müssen, allerdings auch etwas Stärke bewiesen, indem er diese Woche über der Unterstützung bei 11.600 Pkt. verharrte. Ein Bruch unter diese Unterstützung würde einen weiteren Schub in Richtung der 11.000 Pkt. initiieren, es sei denn, wir bekommen es mit einer plötzlichen US-Dollar-Stärke zu tun. In diesem Fall könnte die Korrektur auch schnell wieder vorbei sein.

Screen 5

Screen 5: Tageschart von WTI

WTI: Der Preis für die nordamerikanische Rohölsorte konnte den technischen Widerstand bei 55 US-Dollar je Barrel passieren und kämpft nun mit der 60er Marke. Sollte diese weiterhin genommen werden, wäre der nächste Widerstand im Bereich bei 65 US-Dollar je Barrel zu suchen.

Screen 6

Screen 6: 12-Stundenchart von Gold

 

Gold: Und ein letzter Blick auf den Goldpreis. Dieser bewegt sich in einem zulaufenden Dreieck. Es ist wahrscheinlich, dass die Auflösung des Dreiecks eine dynamische Bewegung nach sich zieht. Die Variante nach oben ist aufgrund des aktuell schwachen US-Dollars denkbar.

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Viel Erfolg!

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

 

 

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