Newsrückblick zum Jahreswechsel 2017/2018

IQ Option ErfahrungenViele von uns blicken zuversichtlich ins neue Jahr. Auch auf ein weiteres Wachstum der Weltwirtschaft hoffen viele. In der Eurozone soll die Konjunktur ebenfalls weiterhin anziehen. Von diesen optimistischen Ausblicken profitierten an den ersten Handelstagen im neuen Jahr auch die Börsen. Der DAX kletterte auf über 13.000 Punkte und auch die Wall Street startete sehr gut ins neue Jahr.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft
  • GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Wirtschaft

EU

Athen sorgt für Zeit nach Rettungsprogramm vor

Die Athener Zentralbank muss sich auf die Zeit nach dem Rettungsprogramm, dass im Sommer 2018 ausläuft, vorbereiten. Die griechische Notenbank fordert von der Athener Regierung und den internationalen Geldgeber Klarheit, ob es nach Ende des Rettungsprogramms weitere Unterstützungsmaßnahmen zur Vorsorge geben werde. Das aktuelle Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro endet im August. Experten zufolge wird das Land auch danach auf Hilfe angewiesen sein. Dies könnte beispielsweise eine zur Vorsorge bereitgestellte Kreditlinie durch den Euro-Rettungsfonds ESM sein.

Die aktuellen Wachstumsprognosen für das Land verbesserten sich. Die griechische Notenbank erwartet einen Anstieg des Wirtschaftswachstums von 1,6 Prozent auf 2,4 Prozent für 2017 und 2,5 Prozent in den nächsten Jahren. Risiken für die Wirtschaft bergen jedoch unter anderem die vielen faulen Kredite griechischer Banken. Seit Juni 2016 werden die griechischen Banken wieder regulär durch die EZB mit Geld versorgt, nachdem sie über ein Jahr von Notkrediten der griechischen Notenbank abhängig gewesen waren.

Streit um Börsenzugang zwischen der EU und der Schweiz

Die Schweizer Börsen haben derzeit lediglich befristeten Zugang zur Europäischen Union. Die Regierungen in der EU haben entschieden, die Börsen in Zürich und Bern zunächst nur für ein Jahr als gleichwertige außereuropäische Handelsplätze anzusehen. Dies sorgt derzeit für Unstimmigkeiten und wird von der Schweizer Regierung scharf kritisiert. Laut Bundespräsidentin Doris Leuthard erfülle die Schweiz die Bedingungen zur Anerkennung der Börsenäquivalenz ebenso wie andere Drittstaaten, die bereits eine unbefristete Anerkennung erhalten haben. Zudem bezweifelte sie die Rechtmäßigkeit der Entscheidung der EU. Sie stellte zudem die sogenannte Kohäsionsmilliarde, eine Unterstützungszahlung der Schweiz an die EU, infrage. Die Schweizer Regierung will nun die heimischen Finanzplätze stärken. Dafür soll das Finanzministerium Vorschläge erarbeiten. Unter anderem soll die sogenannte Stempelabgabe auf Wertpapiertransaktionen abgeschafft werden.

Die EU-Kommission hatte eine unbefristete Anerkennung der Börsen in der Schweiz, wie auch bei US-Börsen, vorgeschlagen. Nun verbindet die EU die Verlängerung der Anerkennung allerdings mit einem Rahmenabkommen, in dem das Verhältnis der Schweiz zur EU umfassend geregelt werden soll. Bereits seit 2014 laufen hierzu Gespräche.

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Hohe Belastungen für deutsche Wirtschaft nach Brexit

Auch wenn sich Großbritannien und die EU auf ein Freihandelsabkommen verständigen, wird es zwischen Großbritannien und Deutschland wieder Zollkontrollen geben. Dies könnte 2,7 Millionen neue Zollanmeldungen bedeuten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sprach in früheren Berechnungen sogar von 15 Millionen neuer Zollpapiere, also Zollanmeldungen und Präferenznachweise. Für deutsche Unternehmen könnte dies Verwaltungskosten in dreistelliger Millionenhöhe bedeuten.

DIHK fordert Verzicht auf Steuererhöhungen

Vor Beginn der Sondierungsgespräche zwischen der Union und der SPD, die Anfang Januar starten sollen, fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag einen Verzicht auf Steuererhöhungen. DIHK-Präsident Eric Schweitzer verweist darauf, dass eher Entlastungen, auch für Besserverdienende, notwendig seinen. Schweitzer tätigte diese Aussagen auch vor dem Hintergrund der Steuerreform in den USA. Frankreich und Großbritannien planen ebenfalls Steuersenkungen für Unternehmen. Deutschland müsse hier wettbewerbsfähig bleiben. Unter anderem forderte Schweitzer eine Senkung der Körperschafts- und Gewerbesteuer.

Wirtschaftsverbände gehen zuversichtlich ins neue Jahr

Aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln unter 46 Wirtschaftsverbände geht hervor, dass fast alle Verbände recht zuversichtlich ins neue Jahr gehen. Lediglich zwei Verbände bewerten ihre derzeitige Lage schlechter als noch vor einem Jahr. Einem Verband mache hohe Konkurrenz zu schaffen, der zweite kämpft mit niedrigen Zinsen und Margen. Ende 2016 schätzten noch neun Verbände ihre Situation schlechter ein. Der Großteil der Experten erwartet, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr zum neunten Mal in Folge wächst. Das Ifo-Institut erwartet ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent.

Rekordjahr an deutschen Flughäfen

Laut einer Schätzung des Branchenverbandes ADV war im abgelaufenen Jahr die Passagierzahl an den deutschen Flughäfen mit 235 Millionen so hoch wie noch nie. Außerdem wurden zum ersten Mal über fünf Millionen Tonnen Luftfracht bewegt. Dies ist ein Wachstum von acht Prozent. Im neuen Jahr könnten weitere Rekorde dazukommen. Die Passagiernachfrage soll um 4,2 Prozent steigen; das Luftfrachtaufkommen um 5,1 Prozent. Damit wachsen viele deutsche Flughäfen und die Nachfrage bleibt hoch. Allerdings sind die Insolvenzen bekannter Airlines ein Wermutstropfen.

Höherer Ölverbrauch in Deutschland

In Deutschland wurde 2017 drei Prozent mehr Öl verbraucht; insgesamt 106,6 Milliarden Tonnen. Dies geht aus Zahlen des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) hervor. Der Grund für den Anstieg des Ölverbrauchs sei die gute Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Der Verkauf von Benzin und Diesel stieg um je zwei Prozent. Die Hälfte des Mineralölverbrauchs ist auf Kraftstoffe zurückzuführen.

Auch die Ölpreise stiegen im abgelaufenen Jahr. Ein Barrel der Ölsorte Brent war 2017 durchschnittlich 55 Dollar wert. Im Vorjahr lag der Preis für ein Barrel noch bei 45 Dollar im Durchschnitt. Die höheren Preise wirkten sich auch auf die Verbraucher aus. Beispielsweise kostete ein Liter Diesel acht Cent mehr als im Vorjahr.

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USA

Uneinigkeit bei der Fed über Straffung der Geldpolitik

An der Spitze der Fed ist man sich zurzeit uneinig, wie stark die geplante Straffung der Geldpolitik im neuen Jahr ausfallen soll. Einige Mitglieder im Offenmarktausschuss sind der Ansicht, dass drei Zinserhöhungen im Jahr 2018 zu viel sein könnten. Andere dagegen glauben, dass eine stärkere Straffung notwendig sein könnte.

Einigkeit herrschte dagegen darin, dass die Zinsen stufenweise angehoben werden sollen. So könne man Risiken für den Konjunkturausblick und die Inflation am besten ausbalancieren. An den Märkten geht man derzeit davon aus, dass die nächste Zinserhöhung im März stattfinden wird. Dann wird Jerome Powell bereits neuer Fed-Chef sein.

Zudem geht aus den Protokollen der vergangenen Fed-Sitzung hervor, dass auch diskutiert wurde, welchen Einfluss die kurz vor Weihnachten verabschiedete Steuerreform auf den Zinskurs haben könnte. Nach Ansicht vieler Fed-Mitglieder könnte diese den privaten Konsum ankurbeln. Auch Unternehmen könnten zu mehr Investitionen bewegt werden. So könnte die Konjunktur über Jahre einen weiteren Schub bekommen.

Ex-Berater von George W. Bush als Fed-Vize im Gespräch

Larry Lindsey, der ehemalige Chef des Nationalen Wirtschaftsrats, gilt als Kandidat für den seit Oktober vakanten Posten des Fed-Vizechefs. Lindsey arbeitet zurzeit als Wirtschaftsberater und war auch an der Harvard University tätig. Die US-Regierung sucht derzeit einen überzeugenden Kandidaten für den Fed-Posten. Schon von 1991 bis 1997 war Lindsey im Direktorium der Fed. Zudem ist er wie auch der neue Fed-Chef Jerome Powell Republikaner und verfügt durch seine Arbeit für die Ex-Präsidenten George W. Bush und Ronald Regan auch über politische Erfahrung.

GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Gefahr der Überhitzung durch Geldpolitik der EZB

Der dänische Finanzminister Kristian Jensen sieht die Gefahr, dass die Konjunktur in der Eurozone durch die ultralockere Geldpolitik der EZB überhitzt. Der Aufschwung der Konjunktur in Europa trage sich in vielen Ländern mittlerweile selbst, sagte Jensen. Daher müsse die EZB nun damit beginnen, ihre Geldflut einzudämmen und die Geldpolitik zu straffen. Zudem sprach er den Arbeitskräftemangel an, unter dem Dänemark, Deutschland und andere Länder der Eurozone leiden. In diesen Ländern könnten die niedrigen Zinsen ebenfalls zu einer Überhitzung führen. In Dänemark ist zwar weiterhin die Dänische Krone Landeswährung, diese ist jedoch an den Euro gekoppelt. Daher muss die dänische Zentralbank in der Regel den Leitzinsen der EZB folgen.

Weniger Anleihenkäufe zum Jahresende

Im Dezember kaufte die EZB insgesamt Titel im Wert von 50,2 Milliarden Euro. Im November waren es noch rund zwölf Milliarden mehr. Über die Weihnachtsfeiertage wurden die Transaktionen ausgesetzt. Ab Januar ist ein monatliches Volumen von 30 Milliarden Euro geplant. Zum Jahresende hielt die EZB Papiere im Wert von insgesamt 2,29 Billionen Euro. Dazu gehören unter anderem Staatsanleihen und andere öffentliche Schuldentitel.

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