Commerzbank-Tochter investiert 2015 in die Social-Trading-Plattform eToro

Commerzbank-Tochter investiert in eToroeToro ist in der Traderszene schon lange ein Begriff und gilt als Vorreiter des Social Tradings. Obwohl eToro bereits im Jahr 2007 in Israel gegründet wurde, zählt es für die Commerzbank Tocher CommerzVentures als Startup. Die seit gut einem halben Jahr bestehende Investitionsgesellschaft des Commerzbank Konzerns hat es sich zur Aufgabe gemacht, in erfolgversprechende Startups zu investieren.

Inhaltsverzeichnis

  • 39 Millionen US-Dollar werden investiert
  • eToro setzte sich gegen die große Konkurrenz durch
  • Jedes Jahr wird mittel- bis langfristig in bis zu 5 Unternehmen investiert

39 Millionen US-Dollar werden investiert

CommerzVentures investiert 39 Millionen US-Dollar in eToro

CommerzVentures investiert $39 Millionen

Gemeinsam mit Venture-Capital-Einheiten aus Russland, China und den USA investiert das Unternehmen rund 39 Millionen US-Dollar in das israelische Fintech-Startup. Darin enthalten ist unter anderem eine Kreditlinie von gut 10 Millionen US-Dollar seitens der Silicon-Valley-Bank aus den USA. China ist über die Versicherungsgruppe Ping An investiert und Russland über einen Fonds der russischen Sberbank.

Bereits im letzten Jahr machte CommerzVentures auf sich aufmerksam, nachdem das Unternehmen mit Main Incubator in ein erstes Startup aus dem Finanzsektor investierte. Während Main Incubator selber in Finetechs investiert, deren Wissen oder Erfahrung der Bank im eigenen Betätigungsfeld weiterhelfen soll, investiert CommerzVentures nur in Unternehmen, um sie später gewinnbringend zu verkaufen. Dazu sucht das Unternehmen Finetchs, denen sie eine erfolgreiche Zukunft prognostiziert. Und anscheinend ist CommerzVentures vom Erfolg eToros überzeugt. Denn sonst hätte das Unternehmen nicht in so einem großen Umfang investiert.

eToro setzte sich gegen die große Konkurrenz durch

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eToro gilt als weltweit führendes Social-Investment-Netzwerk

eToro war nach Angaben von CommerzVentures übrigens in einem Topf mit weit mehr als 100 weiteren Konkurrenten. Diese habe man zwar auch geprüft und in persönlichen Gesprächen mit den Gründern über deren Geschäftsmodelle gesprochen, die größten Chancen habe man jedoch eToro eingeräumt. „Etoro hat sich fest als Marktführer für Social Trading etabliert und wird von einem ehrgeizigen und talentierten Management geführt”, begründete Stefan Tirtey, Co-Geschäftsführer von Commerz Ventures, die Auswahl.

eToro gilt mit über vier Millionen Nutzern in über 140 Ländern als das weltweit führende Social-Trading-Netzwerk. Und erst kürzlich investierte das Netzwerk kräftig, anstatt sich auf seinem Erfolg auszuruhen. Die beiden jüngsten Expansionen führten, wen mag es wundern, nach Russland und China. Das besondere an eToro ist, dass Interessierte nicht nur handeln können oder Handelsstrategien anderer Trader nachbilde kann, sondern zuerst einmal ein Netzwerk von Gleichgesinnten zur Verfügung stellt. Erst in einem zweiten Schritt tritt eToro auch als Broker in Erscheinung. Hierbei legt das Unternehmen hohen Wert auf Seriosität. Erst im Januar wurde die Höhe der Mindesteinzahlung von 50 US-Dollar auf 200 US-Dollar erhöht, um dem Ruf als Investment-Netzwerk gerechter zu werden. Um selber über eToro zu investieren sind nur ein paar Schritte notwendig.

Jedes Jahr wird mittel- bis langfristig in bis zu 5 Unternehmen investiert

eToro wird wohl aber nicht das einzige Unternehmen im Jahr 2015 bleiben, in das CommerzVentures investieren wird: „Wir sind bei ein paar weiteren Investments in konkreten Verhandlungen, die angestrebten vier bis fünf Abschlüsse pro Jahr sind durchaus möglich. Das ist aber auch kein Muss“, erklärte Geschäftsführer Patrick Meisberger am Montag in Frankfurt, wie das Handelsblatt unter Berufung auf die DPA schreibt. Das Investment ist übrigens eher mittel- bis langfristig angelegt und soll generell etwa drei bis acht Jahre im entsprechenden Unternehmen verbleiben.

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

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