Lizenzierte Binäre Optionen Broker – Das sind die Vorteile einer Regulierung

CySec lizensierte binäre Optionen BrokerRegulierung wird mittlerweile auch im Geschäft mit Digitaloptionen als notwendige Bedingung betrachtet. Doch was was unterscheidet lizensierte Binäre Optionen Broker eigentlich von Unternehmen ohne Lizenzierung? Ein Blick auf die Vorgaben der zypriotischen Finanzaufsichtsbehörde CySEC klärt auf.

Fast alle lizensierte Binäre Optionen Broker sitzen in Zypern und fallen deshalb unter die Zuständigkeit der CySEC. Zypern ist EU-Mitglied und hat die EU-Finanzmarktrichtline MiFID ratifiziert. Vor allem zypriotische Broker betonen das sehr häufig – trotzdem ist das Regulierungsumfeld in Zypern nicht mit dem in London vergleichbar. Dennoch ist ein Sitz in Zypern einer Übersee-“Regulierung“ in Inselparadiesen vorzuziehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Ohne Regulierung gibt es nur Vertrauen in anonyme Webseiten
  • Vorgaben der Behörden dienen dem Kundenschutz
  • Welche Einlagensicherung ist sicher?

Ohne Regulierung gibt es nur Vertrauen in anonyme Webseiten

Die CySEC wacht über die Einhaltung des nationalen Investmentgesetzes, das durch MiFID bestimmte Standards erfüllt. Der Gesetzestext umfasst annähern 200 Seiten und definiert Anforderungen, die Broker zwingend erfüllen müssen. Darunter sind scheinbare Banalitäten:

  • Das Eigenkapital eines Brokers darf nicht negativ sein (das Betriebsvermögen muss die Verbindlichkeiten übersteigen, der Broker darf also nicht pleite sein)
  • Übersteigen die Verbindlichkeiten das Vermögen muss der Broker umgehend die CySEC informieren, die eine kurze Frist setzt und die Erfüllung der Standards anmahnt
  • Erfüllt der Broker die Anforderungen nicht entzieht die CySEC dem Unternehmen die Lizenz
  • Der Lizenzentzug wird auf der Homepage der CySEC veröffentlicht und ist für jedermann einsehbar
  • Die CySEC fordert von Brokern regelmäßige Berichte und ein überprüft dadurch, ob eine Pleite droht
  • Werden die Berichte anhaltend nicht vorgelegt droht Brokern ebenfalls ein Lizenzentzug

Kurzum: Die Binäre Optionen Lizenz wird Brokern nur eingeräumt, wenn die Finanzen des Unternehmens bestimmte Kriterien zum Zeitpunkt der Ausgabe de Lizenz und danach erfüllen. Die Standards werden kontrolliert und Brokern bei Verstößen öffentlich die Zulassung entzogen.

Nichts davon ist bei Brokern aus Übersee bzw. aus Inselparadiesen der Fall. Salopp formuliert: Auf den Malediven benötigt ein Broker lediglich eine Internetseite, einen Gewerbeschein und ein Bankkonto. Kunden zahlen auf das Konto des Brokers ein und dürfen dafür die Plattform benutzen. Ob der Broker zu größeren Auszahlungen überhaupt in der Lage ist überprüft dagegen niemand. Selbst wenn der Broker bereits pleite ist muss er nicht aufhören, Geld entgegenzunehmen. Verlangt ein Kunde dann eine Auszahlung wird diese unter fadenscheinigen Gründen („unvollständige Dokumente“) verzögert.  Leider zieht ausgerechnet diese „Schönwetterregulierung“ schwarze Schafe an. Ebenso wie wir davon abraten ohne eine Binäre Optionen Strategie zu handeln, raten wir auch von unregulierten Brokern ab.

Vorgaben der Behörden dienen dem Kundenschutz

antwortDie regulatorischen Auflagen betreffen auch Interessenskonflikte und sogar Neukundenboni. Das zeigt ein aktuelles Beispiel: Die CySEC untersagte per Erlass im Januar 2014, dass die Bedingungen von Neukundenboni so gestaltet werden, dass eine Auszahlung der eigenen Einzahlung des Kunden dadurch erschwert wird. Kundeneinlagen müssen gemäß den geltenden Bestimmungen jederzeit auf Anforderung und ohne Bedingungen ausgezahlt werden. Im Statement der CySEC dazu hieß es:

(…)„It has been observed, however, that the above does not always apply. There are cases where the client, who has been granted a benefit, may withdraw his funds only when he cnducts trades whose total value reaches a specified, by the CIF, trading volume. Any restrictions on the withdrawal of client´s funds are not in compliance with the provisions of the Investment Services and Activities and regulated Markets Law“ (…)

Die Intervention in die Bonus-Politik ist ein aktuelles Beispiel für den konkreten Nutzen, den lizensierte Binäre Optionen Broker im Vergleich zu nicht lizensierten Broker bieten. Ein weiterer Vorteil der Regulierung ist die Auflage für Broker, einer Einlagensicherung anzugehören. Die CySEC schreibt Brokern die Mitgliedschaft im „Investor Compensation Fund“ (ICF) vor. Insgesamt gibt es in Zypern drei ICFs; der für Broker zuständige nennt sich „Investor Compensation Fund for Clients of IF“.

Welche Einlagensicherung ist sicher?

SicherheitDer ICF soll Kunden von insolventen Brokern entschädigen – am ehesten ist diese Funktion mit der deutschen Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) vergleichbar. Der ICF zahlt im Entschädigungsfall maximal 20.000 Euro pro Kunde. Doch Vorsicht: Die Pflicht zur Mitgliedschaft in einer Entschädigungseinrichtung ist nicht mit einer Staatsgarantie gleichzusetzen. Im Zweifelsfall muss der Fonds genügend Mittel aufbringen.

Kommt es zu einer größeren Pleitewelle im zypriotischen Finanzsektor wird das kaum gelingen. Das gilt im Übrigen für jedes Land: Ein Rettungsring reicht nicht für hundert Ertrinkende und ist dazu auch nicht gedacht– strauchelt der komplette Finanzsektor, ändern Sicherungseinrichtungen daran nichts. Die Sicherung dient zum Schutz gegen die Entscheidung für den falschen Broker: Wer ausgerechnet dort ein Konto eröffnet wo ein schlechtes Management die Pleite herbeiführt soll soll geschützt werden. Anbieter ohne Binäre Optionen Broker Lizenz bieten diesen Schutz nicht.

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