News-Rückblick 2. bis 09. Mai 2018

IQ Option ErfahrungenUS-Präsident Donald Trump kündigte am Dienstag den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iranan und will wieder scharfe Wirtschaftssanktionen gegen das Land in Kraft setzen. Schon im Wahlkampf sprach er sich immer wieder gegen das Abkommen, dass 2015 zwischen dem Iran auf der einen Seite und den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats USA, Großbritannien, China, Russland und Frankreich sowie Deutschland abgeschlossen wurde, aus. Der Iran verpflichtete sich darin, auf Atomwaffen zu verzichten, während der Westen die Sanktionen gegen das Land lockert. Trump hatte das Abkommen mehrfach als „den schlechtesten Deal aller Zeiten“ bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft
  • GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK
  • GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Wirtschaft

In Italien ist die Regierungsbildung auch zwei Monate nach der Wahl weiterhin schwierig.Alle Gespräche über eine Regierungsbildung endeten bisher ohne Ergebnis. Nun schlug der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella eine Übergangsregierung mit Expertenbis zu einer Neuwahl vor. Die unsichere politische Situation in Italien wirkt sich auch negativ auf den Eurokurs aus. Zudem stiegen die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen deutlich.

GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

EU

Altmaier hofft auf weitere Gespräche mit den USA

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier setzt weiterhin auf Gespräche mit den USA. Er sprach von einer schwierigen Situation, daher müssten Europäern und Amerikanern versuchen, eine faire Verhandlungslösungzu erzielen. Allerdings müssten innerhalb der EU vor allem mit Frankreich eine gemeinsame Linie erarbeitet werden. Die EU müsse zu einer Einigung kommen, worüber sie sprechen will. Allerdings bleibt aus Sicht von Altmaier auch dann offen, ob es in der Tat zu Verhandlungen kommt. Er möchte im Rahmen vor Verhandlungen Zölle senken. Anfang Mai hatte US-Präsident Trump die Ausnahmeregelung für die EU bei Importzöllen auf Stahl und Aluminium erneut um vier Wochen verlängert.

Britischer Außenminister gegen Zollunion

Der britische Außenminister Boris Johnson sprach sich deutlich gegen eine Zollunion mit der EUnach dem Austritt seines Landes aus. Damit stellt sich Johnson gegen Premierministerin Theresa May. Eine Zollunion würde es Großbritannien erschweren, Freihandelsabkommen mit anderen Ländern abzuschließen.

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Im Rahmen einer Zollpartnerschaft würden an den britischen Grenzen Zölle erhoben. Dies würde dazu führen, dass Großbritannien nicht die Kontrolle über seine Handelspolitik, seine Grenzen und sein Geld zurückerhalten würde. Premierministerin Theresa May strebt dagegen eine Zollpartnerschaft mit der EUan, deren Gestaltung jedoch noch vollkommen offen ist und zu den größten Streitpunkten in ihrer Partei gehört.

Devisenreserven der SNB gestiegen

Im April sind die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank SNB um 19,5 Milliarden Franken angestiegen. Im März besaß die SNB noch etwa 737 Milliarden Franken an Devisen, im April waren es dann etwa 757 Milliarden Franken. Aus den Zahlen, die die SNB auf ihrer Webseite veröffentlichte, geht nicht klar hervor, ob und wie stark die SNB im April am Devisenmarkt intervenierte. Die Entwicklung der wichtigsten Fremdwährungen zum Franken kann ebenfalls ein Grund für die Veränderungen sein.

USA

Gespräche zwischen USA und China

Der chinesische Vize-Ministerpräsident Liu He empfing eine amerikanische Delegation mit dem Handelsminister Wilbur Ross. Man wollte sich über den Handel und die geschäftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländernaustauschen. Die USA fordern, dass China seinen Handelsüberschuss abbaut. Ross hoffte vor den Gesprächen auf Fortschritte, andernfalls könnte US-Präsident Donald Trump weitere Zölle erheben. Auch der amerikanische Handelsbeauftragte Robert Lighthizer, Finanzminister Steven Mnuchin, der Handelsberater Peter Navarro sowie der Wirtschaftsberater Larry Kudlow nahmen an den Gesprächen teil.

Lighthizer fordert mehr Tempo bei Nafta-Verhandlungen

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer mahnt bei den Verhandlungen über ein neues Freihandelsabkommen mit den Nachbarländern Kanada und Mexiko zur Eile. Wenn es innerhalb von drei Wochen keine Einigung geben sollte, ist aus seiner Sicht aufgrund von langwierigen parlamentarische Verfahren die rechtzeitige Zustimmung des amerikanischen Kongresses in Gefahr.

Noch haben die Republikaner in Repräsentantenhaus und im Kongress die Mehrheit. Im November stehen allerdings Wahlen zum Repräsentantenhaus, die sogenannten Mid-Term-Elections, an. Dort könnte die Demokraten die Mehrheit erringen. Die Demokraten stehen Freihandelsabkommen eher skeptisch gegenüber.

Lighthizer sprach sich für ein Abkommen aus, dass für Präsident Trump, Kanada, Mexiko sowie Republikaner und Demokraten im Kongress akzeptabel sei. Daher Lighthizer will seine Gespräche mit der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland und dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo weiterführen. Bislang gibt es auch für Kanada und Mexiko bis zum 1. Juni Ausnahmeregelungen für Zölle. Beide Länder sprachen sich bislang dagegen aus, Verhandlungen über Zölle mit den Gesprächen zum Nafta-Abkommen zu verbinden.

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Fed mit Pause bei Zinserhöhungen

Die Fed hat auf ihrer letzten Sitzung keine weitere Zinserhöhungvorgenommen, sendete allerdings Signale, dass eine weitere Zinserhöhung bald folgen wird. Zunächst beließ sie den Zinssatz jedoch in der Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent. Dennoch wurden die Erwartungen der Finanzmärkte gestützt, dass es schon im nächsten Monat zu einer weiteren Zinserhöhung kommen könnte.

Bei der Inflationsrate sieht sich die Fed fast am Ziel. Im März lag die Teuerungsrate bei 1,9 Prozent. Die Fed-Verantwortlichen erwarten, dass sich der Preisauftrieb mittelfristig auf diesem Wert einpendelnwird. Außerdem blicken sie trotz der leichten Konjunkturabkühlung zu Beginn des Jahres und dem schwelenden Handelsstreit zuversichtlich auf die US-Wirtschaft. Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich stark. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 4,1 Prozent und damit auf dem tiefsten Wert seit 17 Jahren. Die Meldungen der Fed ließen den Dow Jones um 0,2 Prozent zulegen. Auch andere Indizes legten leicht zu. Der Dollar-Index sank jedoch vorübergehend.

Powell widerspricht Sorgen vor einen Börsenbeben

Der Chef der US-Notenbank Fed widersprach Befürchtungen, dass es durch die Zinserhöhungen in seinem Land erneut wie vor fünf Jahren zu einem Börsenbeben kommen wird. Die Fed bemühe sich, ihre Strategie so klar und transparent wie möglich zu kommunizieren. Damit sollen die Erwartungen gesteuert und Turbulenzen vermieden werden.

2013 sorgten offenbar unbedachte Äußerungen des damaligen Fed-Chefs Ben Bernankedafür, dass Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten entstanden. Kürzlich kam es beim argentinischen Peso und der türkischen Lira zu einer ähnlichen Situation wie damals. Beide Währungen verloren stark.

Powell sagte allerdings, dass die Politik der Fed mit behutsamen Zinsschritten an sich keine Gefahr für Schwellenländersei. Allerdings sprach er an, dass durchaus Risiken von der weltweiten Normalisierung der Geldpolitik ausgehen. Durch die steigenden Zinsen legt auch der Dollar zu. Anleger ziehen daher Geld aus den Anleihemärkten anderer Länder ab. Zudem sagte Powell, dass die Bedeutung der amerikanischen Geldpolitik für die weltweite Finanzlage oft überbewertetwürde. Dabei spielten unter anderem auch das weltweite Wachstum und die Rohstoffpreise eine Rolle.

GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

EZB trotz schwacher Preisentwicklung auf gutem Weg

Der Chefvolkswirt der EZB, Peter Preaet, sieht die EZB trotz der derzeit schwachen Preisentwicklung im Euroraum auf einem guten Weg zu einer höheren Inflation. Bei einer Rede in Paris sagte er, dass die EZB zwar ihre Mission noch nicht erfüllt habe, man habe allerdings substanzielle Fortschritte in Richtung einer nachhaltigen Veränderung der Inflationgemacht. Damit sich noch mehr Inflationsdruck aufbaue, sei weiterhin eine große geldpolitische Unterstützung notwendig.

Im April waren die Verbraucherpreise um 1,2 Prozent gestiegen. Im März war es allerdings noch 0,1 Prozentpunkt mehr. Praet sagte, er sei von den jüngsten Konjunkturdaten und Wirtschaftsbarometern negativ überrascht. Aus seiner Sicht legten die aktuellen Zahlen nahe, dass die Wirtschaft leicht an Schwung verlierenwürde. Möglicherweise hätten aber vorübergehende Faktorenwie das kalte Wetter in einigen Ländern, die Grippewelle und Streiks wie in Deutschland und Frankreich eine Rolle gespielt.

Weidmann: Geldpolitische Wende nicht verzögern

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sprach sich dafür aus, das Ende der Anleihenkäufe der EZB nicht zu lange zu verzögern. Das Ende des Programms wären erste der Anfang einer geldpolitischen Normalisierung. Diese würde einige Zeit dauern. Daher sollte man mit dem Beginn nicht zu lange warten. Darüber hinaus würde eine Normalisierung der Geldpolitik wieder mehr Spielraum bedeuten, um beispielsweise auf konjunkturelle Einbrüche zu reagieren, denn der aktuelle Aufschwung wird irgendwann sein Ende finden.

Die EZB hatte auch bei ihrer letzten Sitzung noch keine Kursänderung angekündigt. Die Ursachen dafür sind auch die Sorge vor einem andauernden Handelsstreit mit den USA und eine mögliche Abschwächung der Konjunktur. Volkswirte gehen davon aus, dass die EZB noch mindestens bis September Anleihen kaufe wird. Ein Ende des Programms wird dennoch noch in diesem Jahr erwartet, vorausgesetzt die Konjunktur spielt mit. An der Börse rechnet man damit, dass der Leitzins dann erst Mitte des nächsten Jahres angehobenwird. Auch dies ist für Weidmann wohl durchaus realistisch.

Er sieht allerdings in der aktuellen Abkühlung der Konjunkturkeine Hinweise auf ein baldiges Ende des Aufschwungs. Die Abkühlung zu Jahresbeginn sei lediglich eine Delle in einem Aufwärtstrend. Sorgen bereiten auch ihm dagegen protektionistische Tendenzen, die international sichtbar werden. Diese könnten ein Konjunkturrisiko darstellen. Der aktuelle Handelsstreit sollte sich daher nicht zu einem Handelskrieg ausweiten.

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