Newsrückblick vom 7. bis 21. Dezember 2017

IQ Option ErfahrungenDas Jahr neigt sich dem Ende zu. In diesem Jahr bewegten unter anderem US-Präsident Donald Trump, die Brexit-Verhandlungen und die Bundestagswahl in Deutschland die Menschen. Viele dieser Ereignisse gingen auch an den Finanzmärkten nicht spurlos vorbei und werden uns wohl auch im kommenden Jahr weiter begleiten.

Kurz vor Jahresende konnte US-Präsident Donald Trump mit seiner Steuerreform eines seiner lang angekündigten Projekte durch den Senat bringen. Es handelt sich dabei um die größte Steuerreform in den USA seit über 30 Jahren. In Deutschland einigten sich zudem kurz vor Weihnachten CDU und CSU sowie die SPD auf Sondierungsgespräche über eine neue Koalition einzutreten. In der SPD ist eine neue Große Koalition weiter umstritten, daher werden derzeit auch neue Modelle der Regierungszusammenarbeit diskutiert. Die SPD will ergebnisoffen in die Gespräche gehen, die wohl zu Jahresbeginn fortgesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft
  • GELD-UND WÄHRUNGSPOLITIK

Wirtschaft

EU

Brexit-Gespräche gehen weiter

Großbritannien und die EU gehen offiziell in die nächste Phase der Brexit-Verhandlungen. Darin soll es vor allem um eine Übergangsphase nach dem offiziellen EU-Austritt Großbritanniens und einen Handelsvertrag gehen. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte, dass ein Handelsabkommen bis zum Ausstieg der Briten im März 2019 realistisch, aber sehr schwierig sein werde. Die britische Premierministerin Theresa May zeigte sich zufrieden.

Um im die zweite Runde der Verhandlungen einzusteigen, wurden zuvor Einigung bei Frage der zukünftigen finanziellen Verpflichtungen Großbritanniens, der Grenze zwischen Irland und Nordirland sowie hinsichtlich der Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien erzielt. Viele Details blieben jedoch zunächst offen. Den Ergebnissen mussten alle EU-Mitgliedstaaten zustimmen. Erst danach konnte die Aufnahme weiterer Verhandlungen zugestimmt werden.

Weitere Verhandlungen 2018

Ab Anfang 2018 soll es in den Gesprächen um die Modalitäten der Übergangsphase gehen. Diese ist vor allem für die britische Wirtschaft wichtig, da Großbritannien in dieser Zeit Teil des EU-Binnenmarktes und der Zollunion bleibt. Dies soll bis zwei Jahre nach dem Austritt möglich sein. Ab März 2018 wollen beide Seiten dann über einen Handelsvertrag sprechen. Die EU fordert von Großbritannien, dass die Regierung in London darlegen soll, wie sie sich in Zukunft das Verhältnis zur EU vorstellt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel rief die 27 EU-Staaten zur Einigkeit auf. Ihr französischer Amtskollege Emmanuel Macron sicherte Irland Solidarität zu. In Brüssel war man sich jedoch nicht einig, ob man den Zusagen Mays vertrauen kann. Unter anderem äußerte der britische Brexit-Chefunterhändler David Davies Zweifel an den Zusagen seiner Premierministerin.

Fortschritte bei Bankenunion

In den letzten Wochen gab es unter anderem von Emmanuel Macron und von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker Vorschläge zur Reformen der Eurozone. Die Europäische Union strebt eine baldige Vollendung der Bankenunion und eine Weiterentwicklung des Euro-Rettungsschirms ESM an. Auf diese Ziele konnte man sich nun beim EU-Gipfel in Brüssel einigen. Macrons Vorschlag zu einem neuen Budget für die Eurozone stieß jedoch auf Widerstand. Zudem brauche man laut Donald Tusk für derart langfristige Ideen mehr Zeit. Daher sollen diese erst ab Juni 2018 besprochen werden.

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Erfolgreicher Onlinehandel

Der Onlinehandel hat das Weihnachtsgeschäft beflügelt. Die deutschen Einzelhändler zeigten sich bislang mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Allerdings gehen die Kundenzahlen in den Innenstädten zurück. Dies geht aus einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) hervor. In der Woche vor dem dritten Advent ging der Umsatz im Vergleich zur Vorwoche zurück. Dennoch rechnet man mit einem starken Abschluss des Weihnachtsgeschäfts und einem Umsatz von 94,5 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 bedeuten würde.

Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan

Die EU und Japan haben ein umfassendes Freihandelsabkommen beschlossen. Das Handelsvolumen zwischen beiden Wirtschaftsräumen lag im vergangenen Jahr bei rund 125 Milliarden Euro. Wenn Handelsbarrieren abgebaut werden, könnte sich dieses Volumen nochmals steigern.

Weniger Unternehmenspleiten

Laut der Wirtschaftsauskunft Creditreform gab es in diesem Jahr 20.200 Insolvenzen von Unternehmen. Diese Zahl ist so niedrig wie seit 23 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl nochmals um 6,3 Prozent. Die deutschen Unternehmen profitieren derzeit auch von den niedrigen Zinsen, die sie bei einer Verschuldung nicht weiter belasten. Die Unternehmenspleiten sinken damit im achten Jahr in Folge, gefährdeten oder kosteten dennoch 198.000 Arbeitsplätze. Auch diese Zahl ist jedoch um 23.000 Mitarbeiter gesunken. Hier entfielen allen 8.600 Arbeitsplätze auf die Mitarbeiter der insolvente Airline Air Berlin mit 8.600 Mitarbeitern. Neben großen Pleiten, die auch medial für Aufsehen sorgten, gehen jedoch meist Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern pleite. Durch Unternehmensinsolvenzen verloren Gläubiger in diesem Jahr mehr als 26 Milliarden Euro.

Niedrige Staatsverschuldung in Deutschland

Die Verschuldung des Staates ist in Deutschland so gering wie seit einigen Jahren nicht mehr. Der Grund dafür ist die gute Konjunktur. Insgesamt betrugen die Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen Ende September knapp zwei Billionen Euro. Dies sind fast drei Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Stand seit März 2011. Die boomende deutsche Wirtschaft sorgt unter anderem für hohe Steuereinnahmen.

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USA

Leitzinserhöhung in den USA

Die US-Notenbank Fed hat wie erwartet erneut die Leitzinsen angehoben. Nach der Erhöhung um 25 Basispunkte liegt der Leitzinssatz nun in einer Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent und damit auf dem höchsten Wert seit Oktober 2008.

Keine hohen Erwartungen der Fed an Steuerreform

Die Fed ist nicht der Ansicht, dass Donald Trumps Steuerreform der Konjunktur Auftrieb verleihen wird. Die genauen Auswirkungen der Steuerreform lassen sich laut Notenbank-Chefin Janet Yellen bislang nicht genau einschätzen. Die US-Notenbank erwartet zudem, dass das Bruttoinlandsprodukt zu Beginn des neuen Jahrzehnts um etwa zwei Prozent steigen wird. Der US-Präsidenten hat sich jedoch eine Wachstumsrate von drei Prozent zum Ziel gesetzt.

US-Steuerreform beunruhigt EU-Staaten

Die Finanzminister Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Spaniens warnen vor Störungen des internationalen Handels durch die amerikanische Steuerreform. In einem Brief an ihren amerikanischen Kollegen Steven Mnuchin äußerten sie die Sorge, das einige eher unkonventionelle Regelungen Risiken der Verzerrung im internationalen Handel mit sich bringen könnten. Hier geht es unter anderem um Regelungen, die mit den US-Doppelbesteuerungsabkommen kollidieren. Die EU-Finanzminister fürchten schwerwiegende Konsequenzen für das internationale Steuer- und Handelssystem. Auch gegen die Anti-Diskriminierungsregeln der WTO könnte die Steuerreform verstoßen. Die Kritik richtet sich unter anderem gegen eine Art Importsteuer von 20 Prozent auf Vorleistungen und -produkte, die aus dem Ausland importiert werden. Hier fällt der Begriff der Grenzausgleichssteuer, die auch deutsche Unternehmen belasten könnte.

GELD-UND WÄHRUNGSPOLITIK

Keine Zinserhöhung in der Schweiz in Sicht

Die Schweizerische Nationalbank SNB wird wohl in naher Zukunft nicht die Zinsen erhöhen. Experten gehen davon aus, dass die SNB erst dann eine Zinserhöhung ins Auge fasst, wenn sich auch die EZB von ihrer extrem lockeren Geldpolitik abwendet. Die Zinsen in der Schweiz könnten daher noch sehr lange niedrig bleiben. Für das kommende Jahr wird daher keine Zinserhöhung erwartet.

Änderungen bei der geldpolitischen Botschaft der EZB

Ardo Hansson, der Chef der estnischen Notenbank, spricht sich für eine Änderung in der Kommunikation der EZB aus. Hintergrund ist das starke Wachstum in der Eurozone. Die EZB sollte überprüfen, ob sie in ihrer Botschaft die Aufmerksamkeit mehr auf die vielseitigen Elemente der Geldpolitik legen sollte. Zinsen würden hierbei dazugehören. Derzeit verknüpft die EZB in ihrem geldpolitischen Ausblick ihre Anleihenkäufen stark mit der Entwicklung der Inflation.

EZB-Mitgleid für Regulierung von Bitcoin

Der österreichische Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny sieht in Bitcoins keine Währung, sondern ein spekulatives Produkt. Aufgrund des Handelsvolumens sollte man darüber beraten, ob und wie eine Regulierung notwendig ist. Aus seiner Sicht muss hierbei auch die EU-Kommission einbezogen werden. Es müsse besprochen werden, ob Regelungen zur Geldwäsche und zur Seriosität eine Rolle spielen. Er sieht in Bitcoins potenzielle Risiken. Zuletzt kamen Forderungen zur Regulierung von Kryptowährungen auch aus Großbritannien.

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