Handelschancen dank Rück- und Ausblick der 37 KW

Handelschancen dank Rück- und AusblickDiese Woche war im Vergleich zu den letzten beiden recht rar hinsichtlich veröffentlichter Konjunkturdaten. In den USA war am Montag mit dem Labour Day Feiertag und die Börsen damit geschlossen. Alles an den Märkten wartet gespannt auf die nächste FOMC-Sitzung, die am 17. September stattfindet. Die große Frage ist: Wird das Fed den ersten Zinsschritt bringen und damit einen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik besiegeln? Die Märkte sind daher diese Woche entsprechend wenig bewegend.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft und Geldpolitik
  • TECHNISCHE BEWERTUNG DER MÄRKTE:

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht

  • Deutschland Export- und Importzahlen, Handelsbilanz und VPI
  • GB Handelsbilanz, Industrieproduktion, Produktion des verarbeitenden Gewerbes und Inflationserwartungen
  • EU BIP für Q2
  • Spanien und Italien VPI

Die deutsche Industrieproduktion ist im Monat Juli unter den Erwartungen ausgefallen. Deutsche Import- und Exportzahlen für denselben Monat sind dagegen über den Erwartungen gewesen. Zwar stiegen die Exporte an, gleichzeitig jedoch auch die Importe, womit sich das Handelsbilanzsaldo im Vergleich zum Vormonat verringerte, aber trotzdem weniger als erwartet.

Großbritanniens Handelsbilanzdefizit stieg deutlich an und lag damit über die Erwartungen. Die GB Industrieproduktion ist im Vergleich zum Vorjahr weniger als erwartet angestiegen, im Vergleich zum Vormonat jedoch entgegen den Erwartungen gefallen. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stagnierte ebenfalls. Inflationserwartungen werden am Freitag veröffentlicht.

Das EU BIP für das zweite Quartal stieg sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vorquartal deutlich und besser als erwartet an.

Die Verbraucherpreisindizes für die Länder Spanien, Italien und Deutschland werden am Freitag veröffentlicht. Die Erwartungen gehen auseinander. Während für Deutschland keine Veränderung erwartet wird, soll Italiens VPI steigen und Spaniens Stagnation der Preise geringer werden.

USA: Aus den USA wurden folgende Daten veröffentlicht:

  • JOLTS Report
  • Export- und Importpreise
  • Erdöllagerbestand
  • Erzeugerpreisindex, Kern EPI, Inflationserwartungen, Michigan Inflations- und Konjunkturerwartungen

Der JOLTS Report zeigte einen deutlichen Anstieg in den neu geschaffenen Jobs. Exportpreise sowie Importpreise fielen. Dabei verzeichneten die Exportpreise einen stärkeren Rückgang als die Importpreise.

Der Erdöllagerbestand war zwar geringer als in der Vorwoche, fiel allerdings höher aus als erwartet. Die Erzeugerpreisindizes werden am Freitag veröffentlicht. Bis auf die Kern-EPIs werden rückläufige Werte erwartet. Die Michigan Konjunkturerwartungen werden ebenfalls rückläufig erwartet.

Geldpolitik

In dieser Woche schaute alles auf die BoE und den geldpolitischen Ausschuss. Das Komitee stimmte wie immer über einen möglichen Zinsanstieg ab. Dabei wurde wie erwartet ein zusätzlicher Befürworter für einen Anstieg gewonnen. Nach den eher recht mau ausgefallenen Konjunkturindikatoren erwartet niemand mehr einen zu schnellen Anstieg der Zinsen.

Darüber hinaus hat die neuseeländische Notenbank den Zins um 0,25 % gesenkt – mit der Aussicht auf weitere Zinssenkungen.

TECHNISCHE BEWERTUNG DER MÄRKTE:

Screen 1

Screen 1: 12-Stundenchart des EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar befindet sich auf Wochenbasis immer noch innerhalb der bearishen Flagge. Auf 12-Stunden-Basis diente die 200er MA als Unterstützung. Aktuell scheint sich das Währungspaar wieder zu erholen und steuert den Widerstand im Bereich bei 1.13400 US-Dollar je Euro an. Sollte dieser Bereich nicht halten, so könnte sich weiteres Potenzial in Richtung 1.17 US-Dollar je Euro ergeben. Hält der Widerstand, so sollte zunächst wieder die 200 MA angesteuert werden und darunter die untere Trendlinie (blau) im Bereich bei 1.090 US-Dollar je Euro.

Screen 2

Screen 2: Tageschart des DAX

DAX: Auch hier auf Wochenbasis keine Veränderung zur Vorwoche. Auf Tagesbasis sehen wir ebenfalls eine klare bearishe Flagge. Die Auflösung nach oben würde sich allerdings schwierig darstellen, sofern die nötige Dynamik fehlt. Hier sind zwei Widerstände sichtbar. Zum einen das wichtige 23,6 Fibo Retracement sowie die 200er MA. Darunter wäre der Bereich um das 38er Fibo Level interessant, bevor die langfristige Trendlinie wieder infrage kommt. Der RSI-Indikator zeigt eine steigende Tendenz, allerdings ist diese noch nicht ausgeprägt genug, um ein Reversal zu bestätigen.

Screen 3

Screen 3: Tageschart des NZD/USD

NZD/USD: Zwar hat die RBNZ den Leitzins in dieser Woche um 0,25 % gesenkt, doch das hatte weniger Auswirkungen auf das Währungspaar, da der Zinsschritt im Großen und Ganzen erwartet wurde. Aus der technischen Perspektive wird sogar eine bullishe Divergenz im RSI-Indikator erkennbar. Sollte die untere Trendlinie jedoch – aus welchen Gründen auch immer (starker US-Dollar, weitere Zinssenkungen) – brechen, so könnte sich der Trend nach unten weiterhin verstärken. Andererseits wird die Zone um den Kreuzwiderstand im Bereich bei 0.65 US-Dollar je neuseeländischen Dollar für einen Anstieg interessant.

Screen 4

Screen 4: Tageschart des USD/CAD

USD/CAD: Zum Schluss noch ein interessantes Set-up im Währungspaar USD/CAD. Eine ähnliche bearishe Divergenz im RSI-Indikator bestand in diesem Jahr schon einmal. Dieses Mal ist sie sogar ausgeprägter und vor allem sowohl im Wochen- als auch Tageschart zu erkennen. Mit einem richtigen Risikomanagement könnte sich hier eine Chance auf einen guten Trade ergeben.

Screen 5

Screen 5: Handeln Sie jetzt bei der Banc de Binary

Viel Erfolg!!

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
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