Binäre Optionen Regulierung 2024: Gesetze, Unterschiede & Vorteile für Trader

Die Sicherheit von Daten und Kapital der Kunden spielt eine große Rolle beim Trading und somit auch bei der Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Broker. Wie sehr der jeweilige Anbieter auf diese Faktoren achtet, kontrollieren Regulierungsbehörden, die ein Auge auf die Aktivitäten der Broker haben und gegebenenfalls eingreifen, wenn es zu Unregelmäßigkeiten kommt oder gar ein Betrugsverdacht besteht. Nun werden die Broker aber von verschiedenen Behörden reguliert und grade Anfängern fällt es schwer zu erkennen, ob es sich um eine seriöse Regulierung und somit einen relativ sicheren Broker handelt, oder ob die betreffende Regulierungsbehörde als wenig empfehlenswert gilt. Oft lassen sich auf den Websites der Anbieter die Angaben zur zuständigen Regulierungsbehörde ohnehin nur schwer finden. Wir haben in diesem Artikel die wichtigsten Fakten zur binäre Optionen Regulierung herausgearbeitet und hoffen, so den Lesern weiterhelfen zu können.

 

Die Aufgaben der Regulierungsbehörden

Durch die Aufsicht einer staatlichen Regulierungsbehörde kann der Broker nicht einfach machen was er möchte. Betrug, Geldwäsche und andere unerwünschte Handlungen werden durch eine umfassende Aufsicht verhindert, was im Sinne aller ehrlichen Trader ist. Außerdem wird sichergestellt, dass nur Personen am Handel mit binären Optionen teilnehmen können, die auch dazu berechtigt sind. Die Volljährigkeit ist dafür eine wichtige Voraussetzung.

Hinweisbox Binaere Optionen

Seriöse und vollständig regulierte Broker müssen den Weg ihres Geldes jederzeit transparent belegen können. Kundengelder werden nicht zum Firmenvermögen gezählt, sondern streng getrennt von diesem verwaltet. Auch eine binäre Optionen Warnung muss gut sichtbar auf der Website und auch bei Werbung vorhanden sein, damit die Kunden nicht von falschen Voraussetzungen ausgehen und auch über die Risiken des Tradings informiert werden. Eine Regulierungsbehörde soll außerdem sicherstellen, dass die Kurse nicht manipuliert werden. Das ist aber in der Praxis relativ schwierig, denn die Broker handeln in der Regel als Market Maker und stellen die Kurse dadurch selbst. Dennoch ist es auch hier möglich, Unregelmäßigkeiten aufzudecken und diesen nachzugehen.

Sollte es zu einer Insolvenz des Brokers kommen, stellen die Regulierungsbehörden außerdem sicher, dass diese ordnungsgemäß abgewickelt wird und die Kunden ihr Geld nach Möglichkeit trotzdem erhalten. In der Vergangenheit hat das bei der Insolvenz von seriös regulierten Brokern sehr gut funktioniert.

Um eine Lizenz bei einer Regulierungsbehörde zu erhalten und somit für den Handel mit binären Optionen zugelassen zu werden, müssen die Broker einige Kriterien erfüllen. Dazu gehört unter anderem ein ausreichend hohes Eigenkapital, um die Liquidität sicherzustellen und auch hohe Gewinne sicher und schnell auszahlen zu können. Auch die technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit ein reibungsloser Handel unter sicheren Bedingungen gewährleistet ist.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Regulierungsbehörden

Nicht alle Regulierungsbehörde für Finanzdienstleister sind gleich. Erfahrene Trader meiden Broker, die ausschließlich von bestimmten Behörden reguliert werden und bevorzugen Broker mit einer Regulierung von anderen Behörden, auch wenn mit beiden Lizenzen binäre Optionen legal gehandelt werden können.

Das liegt zum einen an den unterschiedlichen Lizenzbestimmungen, zum anderen an der Umsetzung der Regulierung, wenn es bei einem Broker tatsächlich zu Unregelmäßigkeiten kommen sollte. Die Behörden sollen dem Schutz der Kunden dienen und bei möglichen Schadensfällen schnell eingreifen. Allerdings sind hier die einzelnen Behörden unterschiedlich aktiv. Während die eine Regulierungsbehörde schon bei kleinen Unregelmäßigkeiten schnell einschreitet und den Sachverhalt ausführlich klärt, haben andere eine deutlich höhere Toleranzgrenze.

Die Regulierungsbehörden der EU und Englands gelten unter erfahrenen Brokern als besonders zuverlässig, während die Regulierung durch entlegene Inselstaaten wie beispielsweise Samoa, wo ebenfalls viele Broker ihren Hauptsitz haben, als weniger zuverlässig gilt.

Eine Regulierung innerhalb der Europäischen Union hat für deutsche Trader außerdem den Vorteil, dass sich die Broker ihrer Verantwortung nicht so leicht entziehen können, sollte es tatsächlich einmal zu einem Rechtsstreit kommen. Hier ist es natürlich optimal, wenn der gewählte Broker für binäre Optionen BaFin reguliert ist, aber das sind nur die wenigsten Anbieter, welche dann in der Regel auch als sehr sicher gelten.

 

So erkennen Sie, von welcher Behörde ein Broker reguliert wird

Für Broker mit einer Niederlassung in Deutschland ist die hiesige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zuständig. Diese Behörde gilt als sehr sicher, weshalb solche Broker bei vielen erfahrenen Tradern sehr beliebt sind und gerne genutzt werden. Nun ist aber längst nicht jeder Broker für binäre Optionen BaFin reguliert, denn der Handel ist sehr international orientiert und nur wenige der etablierten Anbieter verfügen über einen Sitz in Deutschland.

Ein Broker wird grundsätzlich von der Finanzbehörde des Landes reguliert, in welchem sich sein Hauptsitz befindet. Da auf Grund der günstigen Bedingungen viele Anbieter für binäre Optionen Zypern als ihren Hauptsitz wählen, spielt die dort zuständige Regulierungsbehörde CySec in der Welt der binären Optionen eine große Rolle. Verfügt der Anbieter über weitere Niederlassungen in anderen Ländern, so wird er in der Regel auch dort angemeldet, erhält eine entsprechende Lizenz und wird zumindest in Teilbereichen auch von der Behörde dieses Landes reguliert.

Seriöse Anbieter haben nichts zu verbergen, so dass auf der Homepage eines Brokers ersichtlich sein sollte, welche Behörde für dessen Regulierung zuständig ist. Zumindest im Impressum sollten derartige Angaben zu finden sein.

Trennung der Gelder sorgt für Sicherheit

Bei fast allen Regulierungsbehörden erhalten die Broker die Auflage, dass die Gelder der Kunden streng getrennt vom Kapital des Unternehmens verwaltet werden müssen. Die Verwahrung der Gelder erfolgt daher bei guten Brokern auf separaten Konten bei vertrauenswürdigen Banken. In den allermeisten Fällen sind diese Banken Mitglied in einem Einlagensicherungsfonds, so dass hier ein weiterer Schutz für die Kundengelder besteht. Die getrennte Verwaltung der Kundengelder hat den Hintergrund, dass die Einzahlung nicht direkt in das Eigentum des Brokers übergeht. Das Geld auf dem Handelskonto gehört zu jedem Zeitpunkt dem Trader. Daher darf es vom Broker auch nicht für andere Zwecke wie beispielsweise Werbung oder eigene Spekulationen verwendet werden, sondern dient einzig und allein als Einsatz beim Handel mit binären Optionen.

Sollte es zu einer Insolvenz des Unternehmens kommen, fallen die Kundengelder durch die getrennte Verwaltung nicht der Insolvenzmasse zu, denn sie gehören ja, wie oben erwähnt, nicht zum Eigentum des Brokers. Daher müssen sich Kunden bei gut regulierten Brokern auch bei finanziellen Schwierigkeiten des Anbieters keine Sorgen machen, denn ihre Gelder können sicher ausgezahlt werden.

 

Auch eine optimale Regulierung kann Verluste nicht immer verhindern

Eine häufige Fehlannahme von unbedarften Neueinsteigern ist, dass ihnen beim Handel mit binären Optionen wenig passieren kann, wenn sie sich nur für einen seriösen und zuverlässigen Broker entscheiden. Leider kann eine seriöse Regulierung aber nicht vor allen Gefahren der binären Optionen schützen, so dass auch bei Brokern Vorsicht geboten ist, die von Experten als absolut sicher eingestuft werden.

Die spezielle Struktur der binären Optionen macht diese zu einem hochriskanten Geschäft. Es kann also auch die beste Regulierung binäre Optionen nicht zu einer sicheren Geldanlage machen, denn der „Alles-oder-Nichts-Charakter“ dieser Form des Tradings verhindert das. Kunden sollten sind daher ausführlich über die Varianz und das mögliche Verlustrisiko bei binären Optionen informieren, bevor sie sich bei einem Online-Broker registrieren. Grundsätzlich sollte immer nur Geld investiert werden, welches die Trader problemlos entbehren können, denn genau das müssen sie im Fall eines Totalverlustes der gesamten Einzahlung. Dieser kommt bei binären Optionen relativ oft vor. Keinesfalls sollte ein Kredit für den Optionshandel aufgenommen oder Geld eingesetzt werden, welches für andere Ausgaben benötigt wird.

Binäre Optionen sind nicht immer legal

Der Handel mit binären Optionen war lange eine rechtliche Grauzone und ist auch heute nicht komplett eindeutig geregelt. Wer bei welchem Broker mit binären Optionen handeln darf, ist abhängig von der Gesetzgebung des jeweiligen Landes. So sind zum Beispiel US-Bürger bei fast allen Brokern vom Trading ausgeschlossen, da in den Vereinigten Staaten sehr strenge Handelsgesetze gelten, binäre Optionen nicht als seriöses Finanzprodukt eingestuft sind und von Privatpersonen nicht online gehandelt werden dürfen. Auch in einigen anderen Ländern ist der Handel mit binären Optionen rechtlich untersagt.

Für deutsche Trader sind binäre Optionen legal, die Gewinne müssen allerdings versteuert werden. Hier ist es nicht nötig, jeden einzelnen Trade abzurechnen, sondern es reicht aus, Auszahlungen als Gewinne zu versteuern.

Da die binären Optionen einen eindeutigen Glücksspiel-Charakter aufweisen, dürfen sie nicht nur mit einer Handelslizenz für Finanzprodukte, sondern auch mit einer Glücksspiel-Lizenz angeboten werden, so dass auch bei einigen Buchmachern binäre Optionen zu finden sind. Zwar wird das vor allem von den professionellen Tradern und auch den Brokern eher kritisch gesehen, da die Darstellung von binären Optionen als Wetten die Branche in ein zweifelhaftes Licht rückt, die Konditionen bei den Buchmachern sind jedoch nicht zwangsläufig schlechter, so dass es sich durchaus lohnt, sich auch den ein oder anderen Buchmacher im Bezug auf binäre Optionen einmal anzusehen.

Binäre Optionen Anbieter Vergleich

Darum wählen so viele Broker für binäre Optionen Zypern als Hauptsitz

Zypern spielt bei der binäre Optionen Regulierung eine besondere Rolle, denn sehr viele Brokern wählen diese Insel als Hauptsitz. Warum das so ist lässt sich schnell erklären: Durch die recht liberalen Steuergesetze Zyperns müssen die Broker dort deutlich weniger Abgaben als in den meisten anderen EU-Ländern zahlen. Gleichzeitig kann aber auf Grund der EU-Mitgliedschaft Zyperns seit 2004 eine Regulierung nach MiFID-Richtlinien angeboten werden, auf welche viele erfahrende Trader großen Wert legen. So entstehen den Unternehmen auf der einen Seite nur geringe Kosten, auf der anderen Seite erfolgt die Regulierung durch eine als seriös geltende Behörde, was dem Broker bessere Chancen bei anspruchsvollen Kunden beschert.

Die Regulierung Zyperns hat allerdings teilweise noch einen schlechteren Ruf als sie aktuell verdient. Das Land war nämlich schon eine ganze Zeit vor dem EU-Beitritt ein beliebter Sitz vieler internationaler Banken und Finanzdienstleister. Damals galten nicht nur die Steuergesetze Zyperns als liberal, sondern auch die Regulierungsbedingungen. Somit hat durch hier ansässige Broker des öfteren ein Betrug stattgefunden. Erst mit dem EU-Beitritt und der Umstrukturierung der Regulierungsbehörde änderte sich die Situation. Heute gilt die Regulierung durch die CySec als ähnlich sicher, wie bei anderen EU-Regulierungsbehörden.

Fazit: Eine strenge binäre Optionen Regulierung ist für die Trader ein großer Vorteil

Professionelle Trader werfen nicht ohne Grund als erstes einen Blick auf Herkunftsland und Regulierungsbehörde eines Brokers, wenn sie erwägen, bei diesem ein Handelskonto zu eröffnen. Auch die besten Handelskonditionen sind nämlich wertlos, wenn nicht gewiss ist, ob die Gewinne auch tatsächlich ausgezahlt werden, oder ob es sich bei einem Broker um einen Betrüger handelt und diesem rechtlich nur schwer beizukommen ist. Daher ist die binäre Optionen Regulierung einer der ersten Indikatoren, an denen die Sicherheit und Seriosität eines Anbieters gemessen werden. Nur selten findet auch unter strenger Aufsicht ein binäre Optionen Betrug statt. Trader sollten sich aber dennoch nicht auf die Regulierungsbehörde allein verlassen, sondern auch zusätzlich Erfahrungsberichte anderer Kunden lesen und so recherchieren, ob es in der Vergangenheit Probleme bei diesem Anbieter gegeben hat.

Auch bei optimaler Regulierung besteht bei binären Optionen ein hohes Verlustrisiko, welches bis zum Totalverlust des gesamten Guthabens gehen kann. Daher sollte auch bei seriösen Brokern immer nur mit Kapital gehandelt werden, welches ausschließlich für den Handel mit binären Optionen eingeplant wird und dessen Verlust in Kauf genommen werden kann. Geld, welches für andere Zwecke eingeplant ist oder zur Deckung der laufenden Kosten benötigt wird, sollte auf keinen Fall in binäre Optionen investiert werden, da bei einem Verlust ernsthafte finanzielle Probleme drohen. Vor der Anmeldung bei einem Online-Broker sollten immer die allgemeinen Geschäftsbedingungen aufmerksam gelesen werden. Bei Klauseln, die unseriös wirken ist Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall können die potentiellen Trader sich auch bei der Verbraucherzentrale erkundigen, was vom gewählten Anbieter zu halten ist.

 

 

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