Nachrichtenrückblick mit Handelschancen der 12KW

Eine entscheidende Woche haben wir fast hinter uns. Ausschlaggebend für die Relevanz waren die Zinssatzentscheidung der FED und die anschließende Pressekonferenz mit der FED-Präsidentin Jennet Yellen. Die Märkte haben in unsicherer Erwartung vor dem Termin deutlich nachgegeben. Sowohl die US-Aktienmärkte als auch der DAX fielen, während das Währungspaar EUR/USD anstieg.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft und Geldpolitik
  • Technische Bewertung der Märkte:

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Diese Woche wurden wieder einmal die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland und die EU veröffentlicht. Dabei fielen die Erwartungen für Deutschland zwar positiv aus, jedoch deutlich weniger als der Konsens. Die Erwartungen für die EU-Zone konnten mehr überzeugen. Sie fielen deutlich besser aus als der Konsens.

Darüber hinaus wurden auch die Verbraucherpreise für die EU per Monat Februar veröffentlicht. Im Vergleich zum Vormonat waren die Preise immer noch rückläufig, erwartet wurde ein Anstieg. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um 0,6 %, was positiv zu werten ist. Die Handelsbilanz für den Monat Januar fiel in der EU schlechter als erwartet aus. Der Saldo fiel deutlich. An diesem Freitagmorgen standen die deutschen Erzeugerpreise auf der Veröffentlichungsliste. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Erzeugerpreise, während sie im Vergleich zum Vorjahresmonat noch immer rückläufig waren.

USA: Die US-Industrieproduktion wuchs im Februar zwar, jedoch nicht so wie erwartet. Aus dem Immobiliensektor stiegen die Baugenehmigungen im Februar deutlich an, während die Beginne der Wohnungsbauten stagnierten. Die Leistungsbilanz der USA wies im vierten Quartal ein steigendes Defizit im Vergleich zum Vorquartal auf und die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe waren geringfügig rückläufig. Der Indikator Philly Fed Herstellungsindex wies einen stagnierenden Wert auf.

GB: Aus dem Vereinigten Königreich standen nur vereinzelt Daten auf der Agenda. Wichtig waren die Veröffentlichungen des Durchschnittsverdienstindex und der Arbeitslosenquote. Der Index fiel überraschend, denn es wurde ein Anstieg erwartet, während die Arbeitslosenquote im Januar bei 5,7 % verblieben ist.

CHF: Die Schweiz veröffentlichte diese Woche die Einzelhandelsumsätze, Erzeugerpreise sowie die Handelsbilanz. Der Einzelhandel entwickelte sich demnach im Januar negativ. Auch die Erzeugerpreise waren im Februar und im Vergleich zum Vormonat deutlich rückläufig. Der Handelsbilanzsaldo sank mehr als erwartet im Februar.

Geldpolitik: Die entscheidende Frage für Investoren war diese Woche: „Wird die Fed den Zinsschritt ankündigen?“ Die Fed hat den Zinsschritt nicht angekündigt. Stattdessen hat sie das Wort „geduldig“ zwar vermieden, den Investoren jedoch gleichzeitig zu verstehen gegeben, dass ein Zinsschritt nicht unbedingt schon im Juni erfolgen muss. Darauf deuteten auch die Projektionen der einzelnen Fed-Mitglieder. Die Auswirkungen dieser Entscheidung wurden sofort in den Kursen eingepreist. Der Euro stieg um mehr als 3 % an, fiel jedoch kurz darauf wieder stark ab.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1

Screen 1: 4-Stundenchart des EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar EUR/USD hat seine Unterstützung in einem Bereich bei 1,046 US-Dollar je Euro gefunden. Das fällt auch mit der unteren Trendkanalbegrenzung zusammen. Kurz nach dem Fed-Entscheid stieg der Euro gegenüber dem US-Dollar auf ein Niveau von etwa 1,1040, was die obere Begrenzung des Trendkanals darstellt. Das Währungspaar sackte kurz darauf wieder in sich zusammen. Die Frage ist, wie es nun weitergeht. Aktuell notiert das Währungspaar an einer entscheidenden Stelle, nämlich bei 1, 0676 US-Dollar je Euro. Diese Notierung spiegelt den Ausgangskurs vor der Fed-Entscheidung wieder. Sollte der aktuelle Kurs in Richtung 1,04 US-Dollar je Euro absacken, bestünde die Chance auf die Fortsetzung des Abwärtstrends (Screen 1).

Screen 2

Screen 2: Tageschart des DAX

DAX: Auf Tagesbasis macht der DAX trotz fallender Kurse noch eine gute Figur. Technisch betrachtet ist der Aufwärtstrend noch immer intakt, sofern nicht zumindest die 10er und die 20er Moving Average nach unten hin gebrochen wurden. Ob die Rallye weitergeht oder in Kürze eine Korrektur kommt, bleibt abzuwarten und hängt auch ein Stück weit vom EUR/USD-Kurs ab. Sofern der Aufwärtstrend noch voll intakt ist, sollte die Handelsrichtung allerdings vollkommen klar sein (Screen 2).

Screen 3

Screen 3: Tageschart von Gold

Gold: Der Goldpreis kann sich nicht so recht entscheiden, wurde der steile Abwärtstrend doch auch aufgrund der kurzfristigen Euro-Aufwertung relativiert. Auch hier hängt alles von der weiteren Entwicklung im EUR/USD ab. Technisch gesehen bestünde oberhalb von 1180 US-Dollar je Unze die Chance auf weiteren Anstieg. Unterhalb 1140 US-Dollar je Unze gäbe es weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 1030 US-Dollar je Unze (Screen 3).

Screen 4

Screen 4: Tageschart von Silber

Silber: Das Edel- und Industriemetall Silber sieht ein wenig interessanter aus, denn der Abwärtstrend wurde bereits überwunden. Zwar ist auf dem Weg nach oben noch ein Widerstand im Bereich bei 16,50 US-Dollar je Unze, doch das Chart sieht vielversprechend aus. Die Korrelation zum Goldpreis sollte dennoch Beachtung finden (Screen 4).

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

 

 

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