Forex Kosten 2017: Welche Kosten entstehen beim Forex Handel?

Diese Kosten entstehen im Forex HandelDie Kosten im Forex Handel hängen sehr stark vom jeweiligen Broker ab. Generell unterscheiden sich Ordergebühren (Komissionen), Spreads und Finanzierungskosten erheblich und sollten im Rahmen der Brokerwahl verglichen werden.

 

  • Ordergebühren fallen in der Regel nur bei ECN-Brokern und nicht bei Market Makern an.
  • Spreads, Margin und Finanzierungskosten sollten ebenfalls bei der Wahl des Brokers bedacht werden.
  • Transparenz hinsichtlich der Kosten, der Regulierung und der Einlagensicherung zeichnen einen guten Broker aus.
  • Umfassende Informationen und kontinuierliche Weiterbildung sollten in die Handelsstrategie stets mitaufgenommen werden.
  • Mit einem kostenfreien Demokonto lassen sich Strategien, Tools und Handelsplattformen testen.
  • Durch den Einsatz von Risikomanagement-Tools können Verluste begrenzt und sogar Kursgewinne gehalten werden.
  • Zum Traden sollte nur Kapital verwendet werden, auf das bei einem Verlust auch verzichtet werden kann.

Inhaltsverzeichnis

  • Häufig keine Ordergebühr bei Market Makern
  • Die Höhe des Spreads ist von entscheidender Bedeutung
  • Ordergebühren nur bei ECN Brokern
  • Finanzierungskosten können eine Rolle spielen
  • Unsere Tipps, um in den Forex-Handel einzusteigen
  • Tipp: Forex-Kosten auch im Demokonto ersichtlich
  • Fazit: Forex-Kosten maßgeblich durch Spread bestimmt

Häufig keine Ordergebühr bei Market Makern

Bei sogenannten Market Makern, also Brokern die den Kunden im Direkthandel selbst die Kurse stellen, fällt häufig keine Ordergebühr an. Dies ist insbesondere für Einsteiger mit kleinen Handelskonten attraktiv. Market Maker leiten die Kundenorders nicht oder nur teilweise an den Interbankenmarkt weiter sondern matchen die Kundenorders intern. So fallen für die Kunden keine Ordergebühren an. Die überwiegende Anzahl der Forex Broker arbeitet heute nach dem Market Maker Modell und verdient ausschließlich über den meist fixen Spread.

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Die Höhe des Spreads ist von entscheidender Bedeutung

Der Spread ist die Differenz zwischen Bid- und Ask-Kurs, oder anders ausgedrückt zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs. Je höher der Spread desto nachteiliger für den Trader, da er den Spread erst verdienen muss, um die Gewinnschwelle in einem Trade zu erreichen. Typischerweise betragen die Spreads bei Market Maker Brokern zwischen 1 und 4 Pips.

Allerdings unterscheiden sich die Spreads sowohl zwischen den Brokern als auch bei unterschiedlichen Marktzeiten:

  • Broker: Insbesondere große Broker schaffen es, stark frequentierte Märkte wie etwa EUR/USD schon ab 1 Pips oder sogar noch geringeren Werten anzubieten. Für das gleiche Devisenpaare können die Kosten bei einem anderen Anbieter zum selben Zeitpunkt durchaus das doppelte betragen.
  • Handelszeit: Der Spread entsteht dadurch, dass der eigene Broker zwischen Käufern und Verkäufern vermitteln muss. Es gilt: Je mehr Anbieter und Nachfrager aktuell am Markt agieren, desto geringer sind die Suchkosten für den Broker. Diese werden wiederum in Form des Spreads an Anleger weitergegeben. Insofern sind die Handelskosten tagsüber bzw. gegen Abend, wenn die deutschen Märkte noch und die amerikanischen schon geöffnet sind, häufig am attraktivsten.

Für Anleger gilt es in jedem Fall, sich intensiv mit dem Spread zu beschäftigen. Fast alle großen Forex-Broker weisen die typischen Handelskosten meist offen aus, auch nicht registrierte Nutzer können sie einsehen. Aber: Angegeben wird häufig nur der minimale und nicht der durchschnittliche Spread. Letzterer ist für einen wirklichen Vergleich allerdings deutlich aussagekräftiger und sollte daher nach Möglichkeit eingeholt werden.

Verschiedene Faktoren haben einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe des Spreads. Dazu gehört in erster Linie der Broker, bei dem Trader ihr Handelskonto eröffnen. Aber auch die Handelszeit spielt eine gewichtige Rolle, besonders zu den Haupthandelszeiten sind die Spreads relativ gering.

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Beispiel für den Spread

Wie genau ein Broker Gebühren über den Spread abrechnet, soll ein Beispiel aus der Praxis zeigen. Es wird davon ausgegangen, dass der Trader eine Call-Position eröffnet. Er profitiert also davon, dass der jeweilige Kurs steigt. Als Basiswert diene in diesem Fall das Währungspaar EUR/USD.

Aktuell bietet der Broker dem Trader an, die Call-Position zu einem Kurs von 1,100 zu eröffnen. Würde der Trader diese Position jetzt noch in der gleichen Sekunde schließen, so bietet der Broker hierfür allerdings nur einen Kurs von 1,099. Somit würde der Trader einen Verlust in Höhe von 0,001 Euro erzielen. Genau hierbei handelt es sich um den Spread, die Differenz aus An- und Verkaufskurs einer Position zu einem bestimmten Zeitpunkt. Gemessen wird dieser Spread immer in Pips, der kleinsten Stelle des angegebenen Kurses. Insofern liegt der Spread hier bei genau einem Pip.

Wie das Praxisbeispiel zeigt, ist der Spread die Differenz aus dem Ankauf- und dem Verkaufskurs einer Position zu einem spezifischen Zeitpunkt.

Forex-Broker ohne Depotgebühr

Wer bisher bevorzugt mit Aktien, Anleihen und anderen klassischen Finanzinstrumenten gehandelt hat, zahlt bei vielen Brokern eine pauschale Depotgebühr. Unabhängig davon, ob wirklich aktiv in die Produkte investiert wird, muss gerade bei großen Banken eine solche Pauschale entrichtet werden. Allerdings ist das beim Forex-Handel gänzlich anders. Weil die Anbieter ausschließlich im Internet agieren, können sie gegenüber klassischen Finanzdienstleistern hohe Kostenvorteile erzielen.

Insofern gehören Depotgebühren nicht zu den Forex-Kosten – zumindest bei einem großen Teil der Anbieter. Nur wenn Anleger ihr Forex-Konto bei einer klassischen Bank führen sollten, sehen sie sich unter Umständen mit derlei Kostenpunkten konfrontiert.

Anders als beim klassischen Trading ist es beim Forex-Handel nicht erforderlich, eine fixe Depotgebühr zu zahlen. Trader können bei fast allen Forex-Brokern auf ein vollkommen kostenfreies Konto zugreifen.

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Berechnung der Bonuscodes in Abhängigkeit von der Mindesteinzahlung


Ordergebühren nur bei ECN Brokern

Neben Market Makern gibt es ECN (Electronic Communication Network) Broker, die die Kundenorders an ein Netzwerk von Banken und institutionellen Händlern in den Forex-Markt weiterleiten. Dadurch sind die Spreads flexibel und orientieren sich an Angebot und Nachfrage im Markt. Oft sind die Spreads bei ECN Brokern dadurch geringer als bei Markt Makern, dafür entstehen jedoch in der Regel fixe Ordergebühren pro Trade, was für kleine Handelskonten einen erheblichen Nachteil darstellen kann. Viele ECN Broker verlangen deshalb Mindestkontogrößen von mehreren Tausend Euro.

Finanzierungskosten können eine Rolle spielen

Da im Forex Handel nur ein Bruchteil des Handelsvolumens vom Trader selbst aufgebracht wird, nämlich in Höhe der Margin, können bei Positionen, die über Nacht bzw. sogar über mehrere Wochen oder Monate gehalten werden, erhebliche Finanzierungskosten auftreten. Bei Market Maker Brokern werden diese Gebühren auch oft als Roll-Over oder Swap-Gebühren bezeichnet. Häufig orientieren sich diese Kosten an der Zinsdifferenz zwischen den gehandelten Währungen zuzüglich eines Aufschlags. Bei Intraday-Positionen fallen in der Regel keine Finanzierungskosten an.

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Auszug aus der Kostenkalkulation
In jedem Fall sollte man bei den Handelskosten der Broker umfassend vergleichen und dabei die Komponenten Spread, Ordergebühr und eventuelle Finanzierungskosten berücksichtigen, um die richtige Wahl zu treffen. Die Höhe der zu hinterlegenden Sicherheitsleistung (Margin) beim Handel mit Hebeln spielt selbstverständlich ebenfalls eine Rolle.

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Unsere Tipps, um in den Forex-Handel einzusteigen

  1. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass sich Einsteiger umfassend und genau über den Forex-Handel informieren sollten. Hierfür ist es auch ratsam, ausreichend Zeit zu investieren. Seminare, Webinare, Videos, eBooks oder Tutorials, die Forex-Grundlagenwissen vermitteln oder Handelsstrategien erklären, werden mittlerweile von fast allen Brokern kostenlos angeboten. Was Forex-Trading ist und wie der Forex-Handel funktioniert, ist in unseren Ratgebern nachzulesen.
    Mit den richtigen Tipps erfolgreich durchstarten
  2. Wie bereits dargestellt, ist es wichtig, sich die Konditionen bzw. die möglichen Kosten eines Brokers genau anzusehen und diese mit dem Angebot anderer Broker zu vergleichen. Auch ist die Transparenz eines Brokers entscheidend, wie offen er mit der Aufstellung seiner Kosten umgeht. Anfänger sollten demnach auf enge Spreads und niedrige Kommissionen achten.
  3. Viele Broker bieten ihren Kunden auch an, ihre Handelsplattform zunächst mit einem Demokonto auszuprobieren. Dazu ist auch unbedingt vor dem ersten Trade zu raten, da sich Trader so zunächst einen Überblick verschaffen und mit der Handelsplattform vertraut machen können, ohne dabei ein finanzielles Risiko einzugehen. In der Regel werden die Demokonten kostenfrei und über mehrere Wochen angeboten. Bei einigen Anbietern stehen diese sogar dauerhaft zur Verfügung, so dass auch hierüber immer wieder neue Handelsstrategien getestet werden können.
  4. Sind Forex-Einsteiger dann bereit, ihren ersten Trade zu tätigen, sollten sie ihre Positionen auch immer absichern. Hierfür bieten Broker unterschiedliche Risikomanagement-Tools an. Trailing-Stops sind hier beispielsweise eine adäquate Möglichkeit, Kursgewinne abzusichern und Verluste zu mindern. Gesetzte Stop-Loss-Order halten eine Position so lange, bis die entsprechende Marke erreicht ist und lösen dann eine Verkaufsorder aus. Zum Beispiel hat die Consorsbank ein eigenes Tool entwickelt, mit dem Trader ihr Portfolio selbst managen sowie ihre Chancen und Risiken besser überblicken können.
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    Strategie und eine sorgfältige Auseinandersetzung sind Grundvorraussetzung
  5. Analysetools sollten ohnehin immer genutzt werden, um daraus auch die eigenen Handelsentscheidungen abzuleiten. Charts sollten ausgewertet werden, um die richtige Strategie zu wählen. Ohne eine Strategie zu traden, die wesentliche Ein- und Ausstiegspunkte umfasst, kann nicht empfohlen werden. Verlassen sollten sich Trader selbstverständlich auch auf die eigenen Analysefähigkeiten.
  6. Emotionen haben beim Forex-Handel bzw. beim Börsenhandel grundsätzlich nichts zu suchen. Verluste sollten als solche akzeptiert werden und aus Fehlentscheidungen sollte ein Trader lernen. Es nützt in der Regel nichts, einen erlittenen Verlust mit einer Kurzschlussentscheidung wieder ausgleichen zu wollen. Hinter jedem Trade solle eine gut durchdachte Strategie liegen, selbst wenn auch einmal Verluste entstehen. Handelsentscheidungen sollten immer rational getroffen werden. Emotionen und Impulse sind im Trading in der Regel keine guten Berater.
  7. Nicht zuletzt sind auch die Marktnachrichten und Wirtschaftstermine im Auge zu behalten, denn die Wirtschaftslagen der einzelnen Länder, Notenbanksitzungen oder politische Ereignisse wirken sich auf die Forex-Kurse aus.
  8. Wichtig ist auch, sich bei der Wahl eines Brokers Zeit zu lassen. Nicht nur niedrige Spreads, Kommissionen, Mindesteinzahlungen oder Einzahlungsboni stellen wesentliche Kriterien dar. Auch die zuverlässige Regulierung und Einlagensicherung sprechen für einen vertrauenswürdigen Broker.
  9. Ein ausgewogenes Money-Management gehört ebenfalls zum Forex-Trading. Wieviel Kapital beim Traden zum Einsatz kommt, sollte von vornherein festgelegt werden. Anfänger sollten nie mehr als zwei bis fünf Prozent ihres zur Verfügung stehenden Kapitals investieren.
  10. Beim Forex-Handel sollten sich gerade Anfänger nur auf die Hauptwährungspaare, wie EUR/USD, GBP/USD, AUD/USD, USD/CHF, USD/CAD, USD/JPY, konzentrieren. Exotische Währungen sollten zunächst außen vor gelassen werden.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass nur an Börsen gehandelt werden sollte, wenn Kapital zur freien Verfügung steht und nicht für das alltägliche Leben benötigt wird. Auch sollte sich ein Trader immer darüber bewusst sein, dass beim Forex-Trading zwar hohe Renditen erzielt werden können, aber dennoch auch das Risiko eines Totalverlustes besteht. Ein ausführlicher Brokervergleich von Zeit zu Zeit ist ebenfalls empfehlenswert. Weitere Tipps stehen in unserem Ratgeber Devisenhandel lernen zur Verfügung.

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Tipp: Forex-Kosten auch im Demokonto ersichtlich

Fast alle Forex-Broker bieten ihren Kunden mittlerweile ein kostenloses Demokonto an, das binnen weniger Minuten eröffnet werden kann. Zwar ist die Testversion an sich in der Regel kostenfrei, beim Handel an sich zahlen Trader aber trotzdem den Spread – allerdings mit virtueller Währung. Die durchschnittlichen Spreads der einzelnen Devisenpaare bieten einen ausgesprochen guten Anhaltspunkt für die Handelskosten, die später auch im Echtgeldkonto anfallen.

Wer die Handelskosten eines Brokers möglichst praxisnah überprüfen möchte, sollte ein Demokonto eröffnen. Denn hier handeln Trader unter regulären Bedingungen und zahlen damit auch einen – virtuellen – Spread.

Fazit: Forex-Kosten maßgeblich durch Spread bestimmt

Anders als beispielsweise beim Handel mit Aktien oder anderen, klassischen Finanzinstrumenten zahlen Forex-Trader keine pauschale Ordergebühr. Vielmehr ist der Spread der größte Kostenpunkt, der auf Anleger zukommt. Hierbei handelt es sich um die Differenz aus An- und Verkaufskurs einer Position, die wiederum in Pips gemessen wird. Gängige Spreads für stark frequentierte Währungen liegen bei 1 bis 4 Pips, sind aber sowohl vom Broker als auch der jeweiligen Handelszeit abhängig. Ein Vergleich der einzelnen Broker lohnt sich für Trader ungemein und kann pro Jahr schnell einige hundert Euro einsparen.

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