Übersicht: Spread Betting in Deutschland

Spread Betting ist auf dem deutschen Markt ein Oberbegriff für diverse Arten von Differenzgeschäften (engl. Spread= Differenz, Unterschied). Die Geschäfte sind dadurch gekennzeichnet, dass Händler auf die Kursänderungen eines bestimmten Marktes oder Vermögenswertes (z.B. den DAX, Einzelaktien oder Gold) setzen, ohne den Basiswert tatsächlich zu kaufen. Stattdessen wird lediglich eine vergleichsweise geringe Sicherheitsleistung erbracht, woraus ein zum Teil beträchtlicher Finanzhebel (>100:1 ist möglich) resultiert (siehe hierzu auch Definition und Erklärung zum Forex Hebel).

Inhaltsverzeichnis

  • So funktioniert Spread Betting
  • Spread Betting ist grundsätzlich nicht reguliert

So funktioniert Spread Betting

Spread Betting in DeutschlandAn einem simplen Beispiel wird das Funktionsprinzip des Spread Bettings deutlich. Der Deutsche Aktienindex (DAX) notiere bei 7.000 Punkten. Ein Investor rechnet mit steigenden Kursen und positioniert sich deshalb in einem Long-Kontrakt auf den Index. Ein Indexpunkt entspreche einem Geldbetrag in Höhe von 1,00 Euro, so dass der Gesamtkontrakt zu diesem Zeitpunkt einen Wert von 7.000 Euro aufweist. Der Investor hinterlegt bei seinem Broker 70,00 Euro als Sicherheitsleistung (Margin) und kann im Gegenzug den Kontrakt eröffnen. In den nachfolgenden Handelstagen steige der DAX auf 7350 Punkte (ein Plus von 5%). Der Investor entscheidet sich zur Glattstellung des Kontraktes und verkauft diesen mit einem Gewinn in Höhe von 350 Euro. Bezogen auf den geleisteten Einsatz (70.00 Euro) entspricht das einem Profit von 500%.

Die meisten Spread Betting Anbieter in Deutschland sind Retail Forex Broker und Onlinebroker. Die Anzahl der handelbaren Basiswerte reicht von ca. zwei Dutzend bis hin zu mehreren tausend. Spread Betting in Deutschland ist mit Ausnahme von Kontrakten auf Aktien üblicherweise kommissionsfrei. Die Spread Betting Anbieter generieren Deckungsbeitrag und Marge aus der Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskursen. Diese Geld/Brief-Spanne wird im Englischen ebenfalls als „Spread“ bezeichnet, woraus nicht selten Irritationen erwachsen.

Spread Betting ist grundsätzlich nicht reguliert

antwortAnders als etwa der Handel mit Terminkontrakten an der EUREX unterliegt Spread Betting keinen börslichen Rahmenbedingungen. Deshalb sind die Kontraktspezifikationen auch nicht standardisiert. Der DAX-Kontrakt im obigen Beispiel könnte etwa einen Wert von 0,01 Euro, 10,00 Euro oder 100,00 Euro pro Indexpunkt aufweisen. Durch den großen Finanzhebel besteht ein beträchtliches Verlustrisiko. Im oben angeführten Beispiel hätte ein Rückgang des Indexwertes um 5% zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals geführt.

Auch darüber hinausgehende Verluste sind bei manchen Brokern möglich: Dann nimmt das Handelskonto einen negativen Saldo an und es kommt zu einem Margin Call. Einige internationale und deutsche Spread Betting Anbieter schließen eine Nachschusspflicht ihrer Kunden allerdings vertraglich oder zumindest technisch aus.

Bei der Suche nach einem Anbieter sind folgende Kriterien als Pluspunkte zu qualifizieren:

  • Regulierung nach deutschem oder britischem Recht
  • Breites Angebot an handelbaren Basiswerten
  • Transparente und enge Geld/Brief-Spannen
  • Ausschluss einer Nachschusspflicht
  • Leistungsfähige Handelsplattform

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