Exxon Mobil Aktie kaufen – Analyse im März 2017 schafft Klarheit

US-Aktienmarkt wird misstrauischer – aber er bleibt bullish

Die US-Aktienmärkte bewegen sich in einem soliden Aufwärtstrend. Wenn ständig neue Hochs produziert werden, gibt es irgendwann auch Zweifler. Der Zweifel wird in erster Linie durch technische Oszillatoren genährt. Viele von ihnen befinden sich in einem überkauften Zustand. Solche Zweifel lassen sich mit Hilfe der monatlichen Stimmungsumfrage der AAII (American Association of Individual Investors) bestätigen.

Bullish 37,9% (-0,6% zum Vormonat; historischer Durchschnitt: 38,5%)

Neutral 26,5  (-2,8% zum Vormonat; historischer Durchschnitt: 31,0%)

Bearish 35,6%  (+3,3% zum Vormonat; historischer Durchschnitt: 30,5%)

Die AAII führt jeden Monat eine Umfrage durch. Hierzu müssen die Marktteilnehmer eine Prognose für die nächsten sechs Monate abgeben.

Parallel zu den Zweiflern gibt es klare Anzeichen, dass die US-Notenbank vor einer weiteren Zinserhöhung steht. Auch das bremst normalerweise einen Aktienmarkt.

In der Summe sollte das Börsianerverhalten dazu führen, dass sich die Geschwindigkeit des Kursanstiegs verlangsamt. In der Börsenhistorie ist das nichts Neues, und kann sogar zur Verlängerung eines Trends führen. Solange Zweifel bestehen, gibt es noch viel investierbare Liquidität. Das nährt den Trend.

Wochen-Chart des S&P500

Bild: Wochen-Chart des S&P500

Im oberen Chart sind zwei Trendkanäle mit Hilfe von Pitchforks eingezeichnet. Jede Pitchfork bildet einen Trendkanal ausgehend von drei markanten Kurspunkten. Das hat den Vorteil, dass die typische „Trendkanal-Willkür“ reduziert wird.

Die beiden Pitchfork-Trendkanäle zeigen nach oben, und sind gleichzeitig ineinander verschachtelt. Mit dieser Ausgangssituation wird der Trend ständig mit neuen Käufern versorgt. Besonders Computer-Algorithmen, die auf Trends basieren, werden jeden Rücksetzer als Kaufgelegenheit ansehen.

Kurs und Volumen konvergieren bullish

Anzeichen von Trendschwäche zeigt sich im Kurs-Volumen-Verhalten. Im oberen Chart sehen Sie einen „Multi“-Indikator bestehend aus RSI und OBV. Hierbei ist der RSI konventionell und der OBV modifiziert dargestellt. Der OBV wurde nämlich in eine RSI-Formel eingefügt, und besitzt damit die gleiche Skala wie der RSI. In dieser Form lassen sich Divergenzen und Konvergenzen zwischen Kurs- und Volumenverhalten leichter erkennen. Achten Sie besonders auf neue Hoch bzw. neue Tiefs. Der OBV ist in der Regel der Vorläufer des RSI.

Beide Indikatorverläufe zeigen als Grundtendenz nach oben. Während der RSI schon im Extrembereich angekommen ist, zeigt der OBV noch Zurückhaltung. Das lässt die Vermutung zu, dass der Markt sich weiterhin im Extrembereich aufhalten kann, ohne dass es zu stärkeren Verkaufswellen kommt.

Eine florierende Wirtschaft benötigt Rohöl

Industriestaaten benötigen große Mengen an Energie. Über viele Jahrzehnte war Rohöl der wichtigste Energieträger. Obwohl das Bewusstsein der Weltbevölkerung zu sauberen Energie tendiert, ist die dominante Rolle des Rohöls noch lange nicht gebrochen.

Wochen-Chart des WTI-Öl ETF (USO)

Bild: Wochen-Chart des WTI-Öl ETF (USO)

Der obere Chart des ÖL-ETF (USO) dient als Ersatz für den regulären Ölpreis-Chart. Der USO hat den Vorteil, dass er mit einem hohen Handelsvolumen entsteht, und typische Absicherungsgeschäfte, wie sie bei Futures üblich sind, entfallen. Daher besitzt der USO, technisch gesehen, eine höhere Genauigkeit.

Seit Monaten bewegt sich der USO in einer engen Handelspanne zwischen 10 und 12 US-Dollar. Die lange Verweildauer des Kurses bestätigt das Ende des Abwärtstrends. Die Verlaufsmuster innerhalb der Handelsspanne lassen sogar vermuten, dass sich der Markt auf eine neue Aufwärtsbewegung vorbereitet. Die Abwärtswellen sind nicht dynamisch und enthalten wenig Handelsvolumen.

Es genügt ein Zündfunke, der wahrscheinlich erst durch die OPEC ausgelöst werden kann, um den Ölpreis über 12 US-Dollar zu drücken. Anschließend hätte der Kurs viel Platz für den weiteren Anstieg.

Sie werden sich vielleicht fragen, wieso der US-Aktienmarkt und danach der Öl-Markt analysiert worden sind. Beide Märkte korrelieren eng mit der Aktie von Exxon Mobil.

 

Exxon Mobil Corp. im Fokus – Aktie kaufen?

 

Sagt Ihnen der Name John D. Rockefeller (1839-1937) etwas? Er war zu seiner Zeit der reichste Mann der USA, und damit auch einer der reichsten Männer der Welt. Sein Vermögen machte er in Öl. Standard Oil Company hieß sein Unternehmen. Mit enormen Expansionsgelüsten trieb er seine Geschäfte voran. Dabei war ihm so ziemlich jedes Mittel recht. Zum Höhepunkt der Standard Oil dominierte das Unternehmen die Ölbranche. Seinen Reichtum erzielte Rockefeller rücksichtslos und nicht immer gesetzestreu. 1906 beschloss Präsident Roosevelt dem Treiben ein Ende zu setzen in dem er ein Anti-Monopolgesetz benutzte. Das Unternehmen wurde nach einem langenjährigen Prozess zerschlagen. Später entstand aus einigen Teilunternehmen die Exxon Mobil Company. ExxonMobil ist auch in Deutschland vertreten. Der Name ESSO dürfte jedem Autofahrer bekannt sein.

ExxonMobil prosperiert über viele Jahrzehnte. Daher gehört das Unternehmen, gemessen an der Marktkapitalisierung, zu den teuersten Unternehmen der Welt.

Umsätze und Gewinne sind allerdings nicht ganz der eigenen Leistungsfähigkeit zu zuschreiben. Je nach Höhe des Ölpreises verdient das Unternehmen mehr oder weniger. Die Abhängigkeit ist sogar so groß, dass es sich nicht lohnt, besondere Fähigkeiten des Unternehmens hervorzustellen. Die schiere Größe des Unternehmens reicht aus, um für sprudelnde Gewinne zu sorgen.

Geschäftszahlen:

ExxonMobil201220132014201520162017
Umsatzerlöse420714390247364763236810226094295978
Ergebnis vor St.787265771151630219661047724746
KGV91412203920

Angaben in Mio US-Dollar 

Angaben für 2016 und 2017 sind Schätzungen Quelle: finanzen.net

Die Geschäftszahlen zeigen, das ExxonMobil in den vergangenen Jahren lediglich schwächere Geschäftszahlen präsentieren konnte. Obwohl der Ölpreis heftige Kursverluste hinnehmen musste, konnte ExxonMobil konstant Unternehmensgewinne anbieten. Die Gewinnhöhe nahm zwar beträchtlich ab, doch man muss das immer ins Verhältnis zum Ölpreis setzten.

Sollte der Ölpreis wieder an Wert gewinnen, würden im Gegenzug die Umsätze und Gewinne bei ExxonMobil überproportional ansteigen.

Wochen-Chart der ExxonMobil-Aktie

Bild: Wochen-Chart der ExxonMobil-Aktie

Gute technische Voraussetzung für einen Long-Trade

Die Ausgangssituation für einen Long-Trade ist günstig. Die Aktie bewegt sich schon seit längerer in der Handelspanne zwischen 82 und 92 US-Dollar. Der bisherige Kursverlauf in 2017 war allerdings schwach. Es ist sogar eine relative Schwäche im Vergleich zum Dow Jones Industrial erkennbar. Allerdings ist die technische Gesamtsituation nicht verändert. Der Kurs liegt direkt an der Unterstützungszone bei 82 US-Dollar.

Eine Gegenbewegung ist wahrscheinlich

Der RSI und der OBV zeigen, dass der Markt bereit für eine Gegenbewegung ist. Der OBV ist im Überverkauftbereich (Indikatorwert unter 30). Das deutet auf einen kurzfristigen Ausverkauf oder eine Erschöpfung hin. Sollte parallel dazu der Ölkurs nur leicht ansteigen, dann ergibt das einen automatischen Aufwärtsimpuls bei der ExxonMobil-Aktie.

Wegen der Handelspanne zwischen 82 und 92 US-Dollar lässt sich ein sehr gutes Risiko-Chance-Verhältnis aufbauen. Sollte nämlich die untere Unterstützungszone bei 82 US-Dollar gebrochen werden, ist es möglich einen engen Stopp-Kurs darunter zu setzen.

In der Mitte der Handelspanne, ungefähr bei 87,30 US-Dollar, befindet sich ein Zwischenziel. Am rechten Rand des Charts sehen Sie ein Volumenprofil (orange). Das Profil besitzt bei 87,30 US-Dollar eine markante Auswölbung. Die Auswölbung entsteht durch erhöhtes Handelsvolumen. Infolgedessen haben sich viele Marktteilnehmer auf diesem Kursniveau genötigt gesehen, zu kaufen und zu verkaufen. Innerhalb der Technischen Analyse stellt das einen wichtigen Punkt dar. Sehr oft kommt der Kurs an diese Stelle zurück. Hohes Handelsvolumen wirkt wie ein kleiner Magnet. Aus diesem Grund kann man in dieser Stelle auch einen Teilgewinn mitnehmen (Zwischenziel).
ExxonMobil-Aktie: WKN: 852549 / ISIN: US30231G1022 oder US-Symbol: XOM

Kursziel:  91,50,- US-Dollar

Zwischenziel:  87,30,- US-Dollar

Stop-Loss:  79,50 US-Dollar

Handelsumsetzung:

Wenn Sie von der kurzfristigen Aktienempfehlung profitieren möchten, können Sie die Aktie direkt kaufen oder mit Derivaten arbeiten. Beachten Sie, dass Derivate einen Hebel enthalten und Sie somit das Gewinn- und Verlustpotenzial steigern. Im Extremfall ist sogar ein Totalverlust möglich.

Stop-Loss:
Der Stop-Loss wird zunächst als Initial-Stop gesetzt, und hat die Funktion einer maximalen Verlustbegrenzung.
Kursziel:
Das Kursziel ist der Ausstiegspunkt für die prognostizierte Marktbewegung.
Zwischenziel: Bei Erreichen des Zwischenziels befindet sich die Position im Gewinn. An dieser Stelle nehmen wir einen Teilgewinn mit, und wir verkaufen 50% unserer Position. Gleichzeitig wird der Stop-Loss auf den persönlichen Einstiegskurs nachgezogen. So können wir unsere Position verlustfrei schließen, auch wenn sich der Markt später gegen uns stellt.

Risikohinweis:
Die von Christian Lukas empfohlenen Handelswerte sind in der Regel spekulativ. Als Anleger sollten Sie sich der Risiken immer bewusst sein. Trotz sorgfältiger Recherche kann es vorkommen, dass die prognostizierte mit der tatsächlichen Entwicklung nicht übereinstimmt. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, die Anlagemittel nur auf wenige Wertpapiere zu verteilen. Aufgrund der spekulativen Risiken, die mit Wertpapieranlagen verbunden sind, sollten Wertpapierkäufe grundsätzlich nicht auf Kredit finanziert werden.

Wir machen Sie vorsorglich darauf aufmerksam, dass die von Christian Lukas enthaltenen Finanzanalysen und Empfehlungen zu einzelnen Finanzinstrumenten eine individuelle Anlageberatung durch Ihren Anlageberater oder Vermögensberater nicht ersetzen können. Die Analysen und Empfehlungen richten sich an Leser, die in ihrem Anlageverhalten und ihren Anlagezielen sehr unterschiedlich sind. Daher berücksichtigen die Analysen und Empfehlungen in keiner Weise Ihre persönliche Anlagesituation.

Christian Lukas macht Sie darauf aufmerksam, dass er in einem empfohlenen Wert selbst investiert sein kann.

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