Rück- und Ausblick auf die 39 Kw

BDSwiss ErfahrungenMit Spannung wurde in dieser Woche die Entscheidung zum Leitzins der US-Notenbank Fed erwartet. Aber auch in Japan, der Schweiz und in England hatten die Notenbanken in den vergangenen Tagen Zinsentscheidungen zu verkünden. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed ließ den DAX steigen. Der Dollar sank dagegen in dieser Woche. Besonders die Aussicht auf eine weiterhin behutsame Zinserhöhung in den USA brachte den Aktienmarkt in Schwung.

Auch Kursgewinne an der Wall Street, die nach der Entscheidung der Fed zu verzeichnen waren, wirkten sich positiv auf den Aktienmarkt aus. Neben der Fed traf in dieser Woche auch die japanische Notenbank eine wichtige Entscheidung und beschloss, den geldpolitischen Spielraum zu erweitern. Ziel ist es, das japanische Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

WIRTSCHAFT UND GELDPOLITIK

EU: In der Schweiz bleibt der Negativzins bestehen. Trotz der anziehenden Konjunktur hält die Schweizer Nationalbank (SNB) an ihren Negativzinsen fest. Allerdings wächst die Kritik aus dem Finanzsektor an der Entscheidung der SNB. Nach Ansicht von SNB-Präsident Thomas Jordan würde eine Abkehr von dieser Strategie jedoch zu einer Aufwertung des Franken führen. Dies will die Nationalbank unter allen Umständen verhindern. Bei ihrer vierteljährlichen Lagebeurteilung blieb die SNB daher dabei, das Zielband für den Referenzzins Dreimonats-Libor unverändert zu lassen. Die Zinsen in der Schweiz sind derzeit so niedrig wie in keiner anderen größeren Volkswirtschaft.

Entscheidung der BoE

Die Bank of England verkündete in dieser Woche, dass man keine Veränderungen an der aktuellen Geldpolitik vornehmen werde. Nach dieser Bekanntgabe sank zunächst der Wert des Pfunds gegenüber dem Dollar. Die Entscheidung war allgemein erwartet worden. Dennoch wird eine Zinssenkung in Betracht gezogen, falls die Wirtschaft nicht anziehen sollte. Zunächst bleiben die Zinssätze in Großbritannien allerdings bei 0,25 Prozent und damit auf einem Rekordtief.

Auch das nach dem Brexit angeschobene Programm zur Unterstützung der britischen Wirtschaft bleibt bestehen. Zudem zeigte sich die Bank of England in ihrer Prognose für die britische Wirtschaft nicht mehr so pessimistisch wie noch vor einigen Monaten. Dennoch geht man von einem Wachstumsrückgang in der zweiten Jahreshälfte aus. Eine Einschätzung für das kommende Jahr ist allerdings derzeit nur schwer zu treffen, da Daten und Informationen hierzu noch nicht vorliegen.

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Außerdem wurden Daten bekannt, nach denen die Umsätze im britischen Einzelhandel im August um 0,2 Prozent zurückgegangen sind. Zuvor gingen Experten sogar von einem Rückgang von 0,4 Prozent aus. Dennoch lagen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent höher. Die britischen Verbraucher haben sich daher wohl nur wenig vom Brexit-Referendum beeindrucken lassen.

Inflation nach wie vor zu niedrig

In Deutschland wurden in dieser Woche Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Löhnen und Gehältern der Arbeitnehmer veröffentlicht. Die niedrige Inflation sorgt zurzeit dafür, dass die Reallöhne in Deutschland steigen. Im zweiten Quartal lagen sie 2,3 Prozent über denen im Frühjahr 2015. Nominal stiegen die Löhne um 2,4 Prozent und damit so langsam wie zuletzt Ende 2013. Da die Inflation zwischen April und Juni allerdings nur bei 0,1 Prozent lag, konnten die Arbeitnehmer davon profitieren. Die Kaufkraft der Konsumenten wird gestärkt und die Konjunktur zieht an. So freuen sich die Baubranche und der Einzelhandel derzeit über eine hohe Inlandsnachfrage und haben ihre Erwartungen für das laufende Jahr nach oben korrigiert.

Dennoch erwartet die OECD für das kommende Jahr weniger Wachstum in Deutschland. Zudem fordert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Reformen in Deutschland. Die Organisation erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt 2017 nur um 1,3 Prozent zulegen werde. Zuletzt wurden 1,5 Prozent erwartet. Für das laufende Jahr konnte die OECD ihrer Prognose allerdings von 1,7 auf 1,9 Prozent erhöhen. Die OECD mahnte an, dass Deutschland genug finanziellen Spielraum habe, um das Wachstum anzukurbeln und beispielsweise öffentliche Investitionen fördern könne. Auch Steuerreformen, um die Mittelschicht zu entlasten, seien sinnvoll.

Pessimistischer Ausblick der OECD

Auch weltweit blickt die OECD derzeit eher pessimistisch auf die Wirtschaft. So traut man der britischen Wirtschaft für das kommende Jahr nur noch ein Wachstum von einem Prozent zu. Vor dem Brexit-Referendum war die Prognose der OECD noch doppelt so hoch. Auch die Prognose für die USA wurde heruntergeschraubt. Die globale Konjunktur soll nach Angaben der Organisation in diesem und im kommenden Jahr nur um drei Prozent anziehen. Die Weltwirtschaft bleibe insgesamt in einer Falle niedrigen Wachstums.

In ganz Europa ist derzeit die Autobranche im Aufwind. Im August stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der EU um zehn Prozent, wie der Herstellerverband ACEA mitteilte. Allein Italien konnte einen Zuwachs von 20,1 Prozent verbuchen. Vor allem Fiat und Billigmarken wie Dachia konnten profitierten. VW hingegen konnte seine Talfahrt nach dem Dieselskandal nicht stoppen: Der Marktanteil des Wolfsburger Autoherstellers sank auf 25,9 Prozent. Insgesamt erholt sich der europäische Automarkt jedoch mehr und mehr von seinem tiefen Einbruch, den er im Rahmen der Finanzkrise erleiden musste.

Ölpreise auf Sechs-Wochen-Tief

Die Ölpreise sind in dieser Woche auf ein Sechs-Wochen-Tief gefallen. Der Grund hierfür ist, dass Venezuela gefordert hatte, die globale Ölförderung um zehn Prozent zu senken, um die Produktion an den Verbrauch anzupassen. Die weltweite Ölförderung von 94 Millionen Fass pro Tag müsse um ein Zehntel fallen. So läge sie auf der Höhe des Verbrauchs. Das wichtigste Thema der Branche ist allerdings das Treffen des Ölkartells Opec, das in der kommenden Woche in Algier stattfinden soll. Dort soll es um eine mögliche Begrenzung der Ölförderung zur Preiskontrolle zwischen der Opec und anderen Produzenten wie Russland gehen. Obwohl Russland der Regelung für ein Jahr zustimmen würde, halten Fachleute diese Vereinbarung für unwahrscheinlich.

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USA: Wie das US-Handelsministerium in Washington mitteilte, fielen die Umsätze der Einzelhändler um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Juli waren die Erlöse sogar um 0,1 Prozent gestiegen. Amerikanische Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 0,1 Prozent gerechnet. Die amerikanische Konjunktur wird damit wohl im dritten Quartal nicht die erhoffte Belebung erfahren. Der Grund für die Schwäche im Einzelhandel lag vor allem im Autogeschäft, das im August um 0,9 Prozent zurückging. Außerdem stellten die Firmen in den USA im August 0,4 Prozent weniger Güter her als im Juli. Im Juli stieg die Produktion noch um 0,6 Prozent.

Auch in der Baubranche gab es überraschende Meldungen. Die Baubeginne in den USA sind im August entgegen den Erwartungen deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich die Zahl der Baubeginne um 5,8 Prozent, wie aus Zahlen des US-Handelsministeriums hervorgeht. Volkswirte erwarteten nur einen Rückgang von 1,7 Prozent. Zudem mussten die Zahlen für Juli von 2,1 auf 1,4 Prozent korrigiert werden. Auf das gesamte Jahr 2016 hochgerechnet, ergibt sich so ein Rückgang der Neubauten auf 1.142 Millionen Einheiten. Auch die Zahl der Baugenehmigungen ging deutlich zurück.

Geldpolitik:

Der US-Leitzins bleibt zunächst unverändert. Wie die US-Notenbank Fed am Mittwoch entschied, wird auch die erste Leitzinserhöhung in diesem Jahr weiter hinausgezögert. Damit wird der Schlüsselsatz zur Versorgung von Banken mit Geld weiterhin bei 0,25 bis 0,5 Prozent liegen. Dennoch signalisierte man in Washington, dass man noch in diesem Jahr die Zinsen anheben könne. Womöglich wartete man mit diesem Schritt allerdings bis nach der Präsidentenwahl in den USA.

Im Gegensatz zur Fed lenkte die japanische Notenbank die Geldpolitik in dieser Woche in eine neue Richtung. Der Verzicht auf eine Verschärfung des Strafzinses überraschte am Mittwoch viele Experten. Diese glauben jedoch, dass das Thema noch nicht erledigt sei; es bestünde die Möglichkeit, dass die Notenbank die Geldschleusen noch weiter öffne. Laut Notenbankchef Haruhiko Kuroda blieb die erwünschte Wirkung bisheriger Konjunkturspritzen aus, sodass die Akzentverschiebung die Wirtschaft ankurbeln solle.

Der Markt betrachtete die Ankündigung als Erleichterung für die Landesbanken, die bereits gegen eine Verschärfung des Strafzinses protestierten. Für laufende Konten bei der BoJ wird für Finanzinstitute nach wie vor eine Gebühr von 0,1 Prozent fällig. Der Strafzins soll dazu führen, dass mehr Kredite ausgereicht werden können – dies wiederum soll die Wirtschaft ankurbeln und für einen Preisauftrieb sorgen.

TECHNISCHE BEWERTUNG DER MÄRKTE:

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Wochenchart des DAX

DAX: Bei der technischen Bewertung der Märkte geht es nicht darum auf Krampf einen Einstieg zu finden, sondern auch darum zu schauen, wenn man lieber an der Seitenlinie bleibt. Da sowohl im Stunden- als auch im Tageschart des Deutschen Leitindex keine wirkliche klare Richtung zu erkennen war, habe ich einfach mal den Wochenchart bemüht. Und auf den ersten Blick scheint auch hier kein klarer Trend erkennen zu sein. Wenn man jedoch die aktuelle Wochenkerze genauer betrachtet, so erkennt man ein long legged Doji. Also eine Kerze mit extrem kurzen Kerzenkörper, aber dafür mit einer langen Lunte und einem langen Docht. Das zeugt von der Unentschlossenheit der Marktteilnehmer. Nichts desto trotz kann diese Kerze als Fortsetzungszeichen gedeutet werden. Anhänger der Charttechnik wissen, welche Bedeutung dieser Kerze zugeschrieben wird. Sollten Sie jedoch im Tageschart unterwegs sein, dann kann es durchaus noch einmal zu tieferen Kursen kommen. Selbst ein erneuter Test der 10.000er Marke würde die Trendfortsetzung nicht stören. Weshalb langfristig orientierte Trader ruhig DAX CFD oder DAX ETFs kaufen können. Auch länger laufende Binäre Optionen sind möglich.

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Tageschart von Gold

Gold: Gold gehört nach wie vor zu den sogenannten sicheren Häfen. Einer der Gründe, warum viele Trader nach wie vor online Gold kaufen. Betrachtet man den Chart, so erkennt man jedoch, dass der Kurs aktuell an seiner oberen Trendkanalgrenze angelangt ist. Hier würden sich aktuell Shortpositionen auf Gold eher anbieten. Ohnehin sollte beim Online Gold kaufen darauf geachtet werden, dass der Stop Loss hier nicht zu eng gewählt wird. Natürlich immer in Abhängigkeit vom persönlichen Risk- und Moneymanagement.

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