Wichtige Meldungen der 5KW im Rück- und Ausblick für den Handel

Die letzte Woche im Januar 2015 brachte einige neue Einsichten in die Märkte sowohl auf konjunktur- als auch geldpolitischer Ebene. Dass die Politik ebenso einen gehörigen Einfluss auf die Kurse hat, durfte man diese Woche ganz besonders beobachten. Die Wahlen in Griechenland und das Verhalten der neuen Regierung hinsichtlich der Verhandlungen über die Sparpolitik machte Investoren unsicher, was zu fallenden Anleihe- und Aktienkursen führte.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft und Geldpolitik
  • Technische Bewertung der Märkte:

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Für die gesamte EU war die Datenmenge begrenzt, jedoch standen einige Veröffentlichungen aus Deutschland auf der Agenda. Dazu gehörten vor allem die Vorlaufindikatoren GFK-Konsumklima für den Monat Februar sowie der Ifo-Geschäftsklimaindex. Beide wiesen sehr positive Werte auf. Auch die deutsche Arbeitslosenquote überzeugte durch den Fall von 6,5 % auf 6,4 %, was jedoch erwartet war. Dennoch waren die Veränderungen der sinkenden Arbeitslosenzahlen nur geringfügig ausgefallen. Auch die Einzelhandelsumsätze stiegen im Dezember  an, jedoch weniger als erwartet. Wichtig waren diese Woche noch die Verbraucherpreise. Deutschland verzeichnete zum ersten Mal seit 2009 eine negative Inflationsrate von -0,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die monatliche Rate fiel sogar auf -1 %. Die Kern-Inflationsrate verblieb im positiven Bereich.

USA: Die wichtigsten Daten aus den USA, die diese Woche veröffentlicht wurden, waren die Aufträge der Gebrauchsgüter. Diese Daten schaffen einen Vorabblick auf das Q4 BIP-Wachstum, das an diesem Freitag veröffentlicht wird. Die Aufträge enttäuschten auf breiter Front. Auch die Aufträge der Kern-Gebrauchsgüter waren rückläufig, wobei eher ein Wachstum erwartet wurde. Vorlaufindikatoren wie das CB-Verbrauchervertrauen fielen jedoch positiv aus. Die Immobilienbranche war uneinig ausgefallen. Wohnungsverkäufe stiegen im Dezember stark an, während schwebende Eigenheimverkäufe eher stagnierten.

Japan: Japan konnte mit einem positiven Handelsbilanzsaldo überraschen. Exporte sind stark angestiegen, Importe nur leicht. Auch die Arbeitslosenquote sank von 3,5 % auf 3,4 % leicht ab. Die Industrieproduktion scheint sich ebenso zu erholen und stieg im Dezember 2014 um 1 % an.

GB: Großbritannien konnte leider nicht mit einem BIP-Wachstum im vierten Quartal 2014 überzeugen. Das Wachstum stagnierte um 0,5 %. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das BIP-Wachstum jedoch um 2,7 % an.

Geldpolitik: Die FOMC traf diese Woche zusammen. Es wurde wenig Neues beschlossen, was auch erwartet war. Die FED bekräftigte noch einmal, dass sie sich hinsichtlich der Zinsanhebung geduldig verhalten will. Die entscheidende Sitzung wird es im März geben. Dann nämlich muss die FED Näheres bekannt geben, sollte sie Marktteilnehmer auf einen Zinsschritt im Juni vorbereiten wollen.

In Großbritannien haben sich die zwei Befürworter des schnelleren Zinsanstieges innerhalb des Ausschusses verabschiedet, und eine Aussage von Carney sorgte dafür, dass das britische Pfund kurzerhand abwertete. Carney sagte, dass der Zeitpunkt für einen Zinsschritt in Abhängigkeit vom Ölpreis bestimmt werden soll.

Technische Bewertung der Märkte:

Wochenrückblick Binäre Optionen KW5

Screen 1: Tageschart des EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar EUR/USD fiel nach der EZB-Entscheidung von letzter Woche zunächst auf ein Niveau von 1,1096 US-Dollar je Euro. Seitdem erholt sich das Währungspaar und notiert aktuell bei 1,1333 US-Dollar je Euro. Ein nachhaltiger Anstieg über das Niveau von 1,15 U$/€ ist unwahrscheinlich. Die 20er Moving Average auf Tagesbasis sollte als nächster relevanter Widerstand gesehen werden, sofern die Korrektur weiter voranschreitet (Screen 1).

Screen 2

Screen 2: Tageschart des GBP/USD

GBP/USD: Das britische Pfund erholte sich in den letzten Tagen dynamisch. Die 20er Moving Average diente jedoch auch im Währungspaar GBP/USD als technischer Widerstand und es kam zu einem Abverkauf in den Bereich 1,50 US-Dollar je britischem Pfund, wo das Währungspaar auch aktuell notiert. Eine Fortsetzung des Abwärtstrends ist wahrscheinlich. Die nächste Unterstützung läge bei 1,48 US-Dollar je britischem Pfund (Screen 2).

Screen 3

Screen 3: Tageschart des DAX

DAX: Der deutsche Leitindex konnte seine Stärke trotz Unruhe in der griechischen Politik behaupten, wenn auch zunächst verhalten. Das Hoch von letzter Woche bei 10.850 (FDAX) sollte wieder angesteuert werden. Darüber hinaus ist weiteres Aufwärtspotenzial erkennbar. Auch besteht keine RSI-Divergenz, die ein Reversal auf technischer Basis befürworten würde (Screen 3).

Screen 4

Screen 4: Tageschart von Gold

Gold: Gold hat sich in den letzten zwei Wochen bis auf 1.300 US-Dollar je Unze erholt, stagniert seitdem jedoch wieder. Die Feinunze kostet aktuell 1.262 US-Dollar. Ein weiterer Anstieg kann dennoch erwartet werden, sofern die 5er Moving Average auf Wochenbasis als Unterstützung halten kann. Darunter bildet die 20er Moving Average die nächste Unterstützung. Ab dem Bereich von 1.300 US-Dollar je Feinunze sollte sich der Aufwärtstrend weiter etablieren (Screen 4).

Screen 5

Screen 5: Binäre Option auf Gold

Für den Handel von Gold würden sich längerfristige Optionen eignen. Der Broker Banc De Binary (Screen 5) bietet solche Long-Term-Optionen an. Damit ist er im Vergleich zu anderen Anbietern im Vorteil.

Viel Erfolg!

 

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
Christian Habeck

Noch mehr interessante Beiträge für Sie aus unserer Redaktion:

Auch interessant: