Rück-, Ausblick, News und Handel – KW 44/2015

Wochenrückblick Binäre Optionen KW44Wieder einmal haben wir eine, man könnte sagen mehr oder weniger turbulente Woche, hinter uns. Wenn wir den Währungsmarkt betrachten, könnte man meinen mehr, wenn wir uns die Aktienmärkte anschauen, so waren diese etwas stabiler. Und woran hat das gelegen? Wie immer an der Geldpolitik. Zwar gab es auch nicht zu wenige Konjunkturdaten, doch diese waren überschaubar gesät. Schauen wir uns die Lage an, und diesmal nehmen wir den japanischen Yen mit auf, da wir hier geldpolitische Entscheidungen vorliegen haben.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der europäischen Union waren die Daten etwas rar. Lediglich aus Deutschland wieder negative Schlagzeilen. Der IFO-Geschäftsklima-Index fiel unerwartet zurück, die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,7 %. Positiv fiel die Veränderung der Anzahl der Arbeitslosen aus. Diese war unerwartet rückläufig.

Die Inflation sank im Oktober von 0,0% auf -0,3 % sowie der Einzelhandelsumsatz für den Monat September fiel aus dem positiven Bereich im Vormonat in den negativen. An diesem Freitag wird der Verbraucherpreisindex für die gesamte EU veröffentlicht. Die Erwartung liegt bei einem Anstieg von 0,4% nach 0,3 % im Vormonat. Geldpolitische Entscheidungen fielen diese Woche nicht an.

USA: Aus den USA wieder mal zum Teil positive zum Teil durchwachsene Daten. Schwebende Eigenheimverkäufe stiegen an, Aufträge der Gebrauchsgüter stiegen zwar ebenfalls an, betrachtet man aber die Kern Gebrauchsgüter, so waren die Aufträge im September eher rückläufig. Dennoch das CB-Verbrauchervertrauen und das Q3 BIP überzeugten mit besser als erwarteten Anstiegen. Doch die Impulse kamen überwiegend aus der Richtung der Geldpolitik. Am Mittwoch stand das FOMC Statement an. Das QE 3 wurde wie erwartet beendet. Zudem bekräftigte die FED noch ein Mal den Ausdruck „considerable time“, was so viel bedeutet, dass es zu dem Anheben der Zinsen noch einen beträchtlichen Zeitraum benötigen wird. Das hat zu einer extremen Bewegung im U$ geführt.

Japan: Der japanische Yen ist diese Woche unser Liebling. Konjunkturdaten waren breit gesät und geldpolitische Entscheidungen standen an. Auf der Konjunkturfront waren die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion besser als erwartet ausgefallen. Die Inflationsentwicklungen im Vergleich zum Vorjahresmonat waren so wohl für die Kern- als auch den gesamten Preiskorb deutlich aber erwartet rückläufig.

Doch die größten Impulse lieferte die Bank of Japan, indem sie das QQE Programm ausweitete. Das bedeutet mehr Liquidität und vor allem steigende Aktienmärkte und fallenden japanischen Yen. Diese Entscheidung stand so gut wie fest. Wenn man sich also nicht bloß auf die pure Markttechnik fokussiert, können enorme Chancen in den Kapitalmärkten liegen. Tipp am Rande: Grenzen sie ihre Chancen nicht durch das System-Trading ein. Natürlich muss man aber auch deutlich sagen, dass das nur erfahrenen Tradern zu empfehlen ist.

Markttechnik

Kommen wir damit zu der allseits beliebten Markttechnik und lassen die Geschehnisse wie immer Revue passieren.

Screen 1

Screen 1: Spitzes Dreieck im Chart des Eur/Usd

EUR/USD: Wir sehen eine gewisse Tendenz, dass der U$- Dollar unter die 1,25 U$/€ fällt. Dann würde ein weiterer Schub in Richtung 1,23 U$/€ initiiert werden. Allerdings könnte es auch wie letzte Woche bereits erwähnt, zu einer Konsolidierung innerhalb des zulaufenden Dreiecks kommen (Screen 1). Das Protokoll der FED Anfang Oktober, indem es hieß, die FED hält den U$ für zu stark, könnte dazu beitragen.

Screen 2

Screen 2: Broker für binäre Optionen: OptionBit

Wer also auf den Durchbruch setzen will, kann eine Put-Option unterhalb der 1,25 U$/€ kaufen. Dazu würde sich der Broker optionbit.com (Screen2) eignen. Eine Put-Option (DIGITAL) auf das Währungspaar EUR/USD mit der Laufzeit bis 22:00 Uhr, könnte sich eine Rendite von 75 % sichern, wenn der Kurs weiter in Richtung 1,23 U$/€ einbricht (Screen3).

Screen 3

Screen 3: Put-Option auf das Eur/Usd – Paar

USD/JPY: An dieser Stelle nur ein etwas längerfristiges Chart (Screen4) um deutlich zu machen, welchen Effekt geldpolitische Entscheidungen haben. Der USD/JPY hat zudem einen wichtigen Widerstand auf Wochenbasis durchbrochen. Jedoch jetzt noch eine Call Option auf das Währungspaar USD/JPY würden wir nicht empfehlen. Ein Rücksetzer sollte erst für einen Einstieg interessant werden, den wir eventuell in den nächsten Wochen vorstellen.

Screen 4

Screen 4: 12-Stundenchart im Usd/Jpy

S&P 500: Schauen wir uns noch ein Mal den US-Leitindex den S&P 500 Future an (Screen 5). Wir haben schon am Mittwoch in unserer Strategievorstellung einiges dazu gesagt. Fakt ist, dass auch die US-Aktienindizes stark mit den japanischen Märkten korreliert sind und gleichzeitig wir uns in einem Jahresendstadium befinden, was von der fundamentalen Seite her, einen weiteren Anstieg des S&P 500 begünstigt. Was die Markttechnik angeht, so ist die Dynamik bekanntlich und zumindest in den Anstiegen des S&P 500 besonders zäh. Für kurzfristig orientierte Trader, ist es daher erst interessant einen Dip zu kaufen, sprich dann einzusteigen, wenn der Index wieder zurückgefallen ist.

Screen 5

Screen 5: Chart des S&P500

Wir persönlich sind immer vorsichtig was neue Hochs angeht und machen Einstiege davon abhängig, wie weit das neue Hoch geht. Da wir das aber noch gar nicht wissen, können wir auch keine Empfehlungen an dieser Stelle machen, außer eben noch ein Mal betonen, dass kein Hoch sondern ein Dip, bzw. Korrektur gekauft werden sollte.

Screen 6

Screen 6: Wochenchart bei Gold

Gold: Zu guter Letzt, ein interessantes Setup in Gold. Wir halten es einfach und schauen uns den Durchbruch der 1.180 U$/Unze auf Wochenbasis an (Screen 6). Darunter befinden sich nur sehr wenige technische Unterstützungen bis etwa 1.000 U$/Unze. Eine gute Trading-Gelegenheit? Könnte gut möglich sein. Eine Put-Option wäre dann zu empfehlen, wenn sich der Durchbruch auch wirklich nachhaltig etabliert und zusätzlich der U$ weiterhin an Stärke gewinnt. Wir schauen nächste Woche noch ein Mal rein. Bis dahin

Viel Erfolg!

Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
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