Warum ein Trader nicht risikoaffin sein muss – Selbstbetrug verhindern

Analysen lesen lernenTrading ist mit Glücksspiel vergleichbar. Zumindest hört man das so gut wie immer von Menschen, die wenig bis gar nichts mit Trading zu tun haben. Auf den ersten Blick sieht es natürlich immer danach aus, als hätte Trading nichts mit System zu tun. Und dass man mehr Schlechtes als Positives über das Trading hört bzw. liest, ist ebenfalls dem Umstand geschuldet, dass Kritik in den Medien eben besser ankommt als Lob.

Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass viele, die zum Trading kommen, den Handel zwar aus denselben Beweggründen betreiben wollen, aber vollkommen unterschiedlich an die Sache herangehen. Eine Aussage, die das treffend beschreiben könnte, lautet: Trader müssen stark risikoaffin sein. Sie müssen also gerne Risiken eingehen.

Dass das so nicht ganz richtig ist, wird Ihnen jeder halbwegs erfahrene Trader sagen können. Das Problem ist eben, dass gerade Spieler zu risikoaffin sind und dazu neigen, ihr Risikomanagement nicht konsequent zu verfolgen. Viele Profis, die bereits jahrelang im Geschäft sind, werden Ihnen ebenfalls sagen, dass das Risiko für sie eher beängstigend ist – aber gerade das ist der Grund, warum man sich überhaupt Gedanken über ein passables Risikomanagement macht und nicht leichtsinnig vorgeht.

Inhaltsverzeichnis

  • Wie erkennt man, ob man ein Spieler ist?
  • Wie vermeidet man den Selbstbetrug?
  • Fazit – Seien Sie kein Spieler

Wie erkennt man, ob man ein Spieler ist?

Themenicon Wissen_varianteMit der oben genannten Erkenntnis ist man natürlich weiter, allerdings ist es damit noch lange nicht getan, denn oft spielt uns unsere eigene Psyche einen Streich und man erkennt selbst nicht, ob man zum ersten oder zweiten Typ gehört.

Man kann also auf der einen Seite versuchen, das Risikomanagement aufzustellen, während man es auf der anderen nicht konsequent genug befolgt. Und wenn man es nicht befolgt, redet man sich gerne ein, dass man eben zu der risikoaffinen Sorte von Tradern gehört.

Wie bereits erwähnt, ist das aber nur eine Ausrede, damit man sein Risikomanagement getrost außer Acht lassen kann, um womöglich eine Chance zu ergreifen, die man sieht, aber die höchstwahrscheinlich nicht zu unseren aufgestellten Regeln passt. Hierbei merkt man nicht, dass unsere Angst, eine Chance zu verpassen, größer geworden ist, als etwas zu verlieren – und das ist ein eindeutiges Zeichen für das Spielergehirn.

Überprüfen Sie also von Zeit zu Zeit, ob das auf Sie zutrifft, also ob Sie das Nichtbefolgen Ihrer Regeln gerne mal damit begründen, dass Sie vermeintlich berechtigt mehr Risiken eingehen als sonst. Dahinter steckt nichts anderes als die pure Angst, eine Chance zu verpassen. Das hat wenig mit der berühmten Risikoaffinität zu tun, die man sehr gerne auch selbst mit Abenteuerlust vergleicht.

Übrigens ist auch das ein Trugschluss: Vor dem PC zu sitzen und auf den Buy- oder Sell-Knopf zu drücken, hat nichts mit Abenteuer zu tun. Machen Sie sich das klar, bevor Sie Trading auf der einen Seite als so etwas wie Spaß oder Hobby begreifen, auf der anderen Seite aber Geld damit verdienen wollen. Beides kann zwar unabhängig voneinander existieren, zusammen funktioniert das aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Was nicht heißen soll, dass Trading nicht auch als Spaß betrachtet werden kann. Es sollte eben nur als Spaß an der Arbeit begriffen werden.

Wie vermeidet man den Selbstbetrug?

Themenicon lupeAlso kommen wir zwangsläufig zu der Frage, wie man es vermeiden kann, sich selbst fälschlicherweise als Abenteurer mit viel Sinn für das Risiko zu verstehen und damit dem Erfolg beim Trading entgegen- statt näherzutreten? Die Antwort darauf sollte sich bereits aus der Erkenntnis ableiten können.

Sollte man an sich selbst eine sehr hohe Risikoaffinität feststellen, dann ist es von Vorteil, sich vor Augen zu führen, warum das so ist. Liegt es an den aus eigener Sicht guten Chancen, die man nicht verpassen möchte, sollte man vorsichtig werden. In der Praxis könnte das nicht nur so aussehen, dass man sein Risikomanagement nicht einhält, sondern auch, dass man plötzlich ganz andere Entry-Regeln definiert.

So könnte beispielsweise ein Trader, dessen Regel es ist, stets nach einer eindeutigen Boden- oder Top-Bildung einzusteigen, gewillt sein, auf einmal bei einem Ausbruch aus einer relevanten Zone ohne dieses Muster einzusteigen – und das nur, weil er Angst hat, zu spät auf den Zug aufzuspringen. Um diese Angst zu vermeiden, sollte man stets zu sich selbst sagen, dass es genug Chancen an den Märkten gibt, auch ohne die eine verpasste.

Fazit – Seien Sie kein Spieler

Themenicon geldsack2Alles in einem heißt es wieder einmal, dass man allgemeingültige Aussagen hinsichtlich des Tradings sehr schnell falsch verstehen kann; dazu gehören auch solche, wie „man ist als Trader grundsätzlich risikoaffin“ oder noch besser „abenteuerlustig“. In der Regel werden derartige Aussagen von unserer Psyche gerne als Ausreden dafür benutzt, warum wir uns nicht an unsere Regeln halten sollen. In diesem Fall sind wir dem Spielergehirn näher als dem professionellen Trader, denn die richtige Bezeichnung für einen guten Trader wäre eher „Risk Manager“.

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Christian Habeck

Christian Habeck

Christian Habeck beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diversen Finanzprodukten. Im Tagesgeschäft widmet er sich dem Forex-Handel, wohingegen Aktien mittelfristig im Swing-Trading mit Hilfe des Ichimoku Kinko Hyo getradet werden. Infos hierzu findet man auf: www.kumo-trading.de
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