Rückblick: die wichtigsten News vom 16. bis 30. März 2017

Nun ist es also offiziell: Großbritannien hat den Brexit beantragt. Die britische Premierministerin Theresa May hat am Mittwoch offiziell das Austrittsgesuch des Landes in Brüssel eingereicht. Damit startet nun die zweijährige Verhandlungsphase, bevor die Trennung endgültig wird. Dennoch spricht May weiterhin davon, dass man sich eine enge Partnerschaft mit der EU wünsche. In Brüssel bedauert man den Schritt der Briten. In den nächsten zwei Jahren müssen viele Fragen geklärt und Regelungen neu getroffen werden.

Inhaltsverzeichnis

  • WIRTSCHAFT
  • GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

WIRTSCHAFT

EU

Maschinenbau verliert an Schwung

Nach einem positiven Jahresauftakt mit einem Auftragsplus von neun Prozent im Januar verlor der deutsche Maschinenbau im Februar an Schwung. Die Auftragslage stagnierte auf dem Niveau des Vorjahres. Im Inland sanken die Aufträge um sechs Prozent, aus dem Ausland kamen dagegen drei Prozent mehr Aufträge. Vor allem die Nachfrage im Euroraum entwickelte sich positiv. Dies geht aus Zahlen des Branchenverbands VDMA hervor.

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Griechen wollen den Euro behalten

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pulse RC sind 56 Prozent der Griechen der Ansicht, dass ein EU-Austritt keine Lösung für die finanziellen Probleme des Landes sei. Die Gläubiger fordern dennoch weiterhin harte Sparmaßnahmen. Derzeit ist ein Sparpaket in Höhe von 3,6 Milliarden Euro im Gespräch. Unter anderem soll der Einkommensteuerfreibetrag, der derzeit bei 8.636 Euro liegt, auf unter 6.000 Euro gesenkt werden. Auch Rentenkürzungen und Arbeitsrechtsreformen stehen zur Diskussion.

Einigung mit Geldgebern rückt näher

In den Verhandlungen zwischen Griechenland und den internationalen Geldgebern geht es angeblich voran. Angeblich haben sich beide Seiten auf Arbeitsmarktreformen und Ausgabenkürzungen verständigt. Bis zum nächsten Treffen der Euro-Gruppe am 7. April ist damit eine Einigung in Sicht. Diese ist die Voraussetzung für die Freigabe weiterer Hilfszahlungen sowie für eine Beteiligung des IWFs am Hilfsprogramm. Diese Einigung wurde allerdings von offiziellen Stellen zunächst nicht bestätigt.

Neuer 50-Euro-Schein kommt

Bald müssen sich die Menschen in Europa an einen neuen Geldschein gewöhnen. Am 4. April werden 5,4 Milliarden Stück des überarbeiteten 50-Euro-Scheins eingeführt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden immer wieder neue Banknoten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen in Umlauf gebracht. Auch der neue Geldschein wurde verbessert. So ist unter anderem nun ein Porträtfenster eingebaut, das durchsichtig wird, sobald man ihn ins Licht hält. Der 50-Euro-Schein ist der am häufigsten gefälschte Geldschein: Allein in Deutschland waren im letzten Jahr sechs von zehn gefälschten Geldscheinen 50-Euro-Scheine. Bis Ende 2018 sollen zudem neue 100- und 200-Euro-Scheine herausgegeben werden.

 

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G20-Finanzministertreffen in Baden-Baden

Am 17. und 18. März kamen in Baden-Baden die Finanzminister der G20-Staaten zusammen. Vor allem der Auftritt des neuen US-Finanzministers Steven Mnuchin wurde aufmerksam verfolgt. In der Abschlusserklärung konnten sich die Minister nicht auf eine gemeinsame Erklärung zum Freihandel sowie zum Klimaschutz einigen. Vor allem die USA hatte verhindert, dass eine entsprechende Formulierung im Abschlussdokument zu finden war. Die Finanzminister der 20 wirtschaftsstärksten Länder der Welt vereinbarten dagegen lediglich, dass sie die Rolle des Handels für die Wirtschaft stärken wollen.

Preisanstieg vor Brexit-Antrag

Die Inflation in Großbritannien steigt. Im Februar stiegen die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent und damit so stark wie zuletzt im September 2013. Dieses Anziehen der Inflation überraschte sogar Experten, die lediglich mit 2,1 Prozent gerechnet hatten. Damit ist die Inflation in Großbritannien wesentlich stärker als es die Notenbank für gut befindet. Die britische Notenbank verfolgt ein Zwei-Prozent-Ziel bei der Inflation. Damit wird wieder über eine Zinserhöhung diskutiert.

Inflation drückt auf die Stimmung

In Deutschland sinkt die Stimmung der Verbraucher angesichts der anziehenden Inflation. Das Barometer für Konsumklima sank um 0,2 auf 9,8 Punkte. Vor allem die höheren Preise für Energie hinterlassen Spuren bei den Verbrauchern. Im Februar lag die Inflation bei 2,2 Prozent und damit so hoch wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr. Das Barometer für Konsumklima sank daher zum zweiten Mal in Folge. Dennoch bleibt der private Konsum nach Einschätzung viele Experten weiterhin ein Eckpfeiler des Aufschwungs.

Aufschwung in der Eurozone

Dank Deutschland und Frankreich freut sich die gesamte Eurozone über den kräftigsten Aufschwung seit fast sechs Jahren. Gemeinsam mit dem Anziehen der Inflation werden die Spekulationen übe reine bevorstehende Zinserhöhung bei der EZB intensiver. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft, bei der Industrie und Dienstleister zusammengefasst werden, stieg im März überraschend um 0,7 Punkte und erreichte damit den besten Wert seit April 2011. Diese positiven Zahlen zeigen eine gute Stimmung in der europäischen Wirtschaft und deuten auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum hin, als von der EZB bislang vorhergesagt.

Gute Stimmung in deutscher Wirtschaft

Auch die deutsche Wirtschaft zeigt sich positiv eingestellt. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist so gut wie zuletzt 2011. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im März von 111,1 auf 112,3 Punkte. Dieser sehr gute Wert ist eine Überraschung, denn Ökonomen hatten keinen Anstieg erwartet. Die etwa 7.000 befragten Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Situation und den Ausblick auf die nächsten sechs Monate deutlich positiver als bei der letzten Befragung. Dies zeigt, dass negative Meldungen wie der Brexit derzeit kaum Auswirkungen auf die Stimmung in der deutschen Wirtschaft haben.

Fusion von Deutscher Börse und LSE untersagt

Die EU-Kommission hat die geplante Fusion der Börsen in London und Frankfurt verboten. Damit ist auch der dritte Anlauf gescheitert. Die EU-Kommission ist der Meinung, dass die Dominanz in Clearing-Geschäft im Falle einer Fusion zu groß werde. Bei festverzinslichen Finanzinstrumenten wäre so beinahe ein Monopol entstanden und hätte den Wettbewerb stark eingeschränkt. Verschiedene Faktoren wie der Brexit und Ermittlungen gegen den Chef der Deutschen Börse hatten das Projekt ebenfalls belastet.

USA

Mehr als drei Zinsschritte in den USA 2017 möglich

Die US-Notenbank schließt nun nicht mehr aus, den US-Leitzins in diesem Jahr sogar mehr als dreimal zu erhöhen. Führungsmitglied Charles Evans sagte, es sei möglich, die Zinsen in diesem Jahr noch zwei- bis dreimal zu erhöhen. Dies könnte von der Entwicklung der Konjunktur abhängen. Auch die Haushaltspolitik, die Inflation und mögliche Steuersenkungen könnten eine Rolle bei den Planungen der FED spielen.

Defizit in US-Leistungsbilanz gestiegen

2016 erhöhte sich das Defizit in der US-Leistungsbilanz im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent. Dies sind 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Ursache für das Defizit in der Leistungsbilanz ist, dass die USA wesentlich mehr Güter importieren als exportieren. Dies ist auch für US-Präsident Trump der Anlass, Importzölle auf Waren aus bestimmten Ländern zu fordern und aus Freihandelsabkommen auszusteigen.

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GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

ESM-Krisenfonds statt Troika

Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem schlägt vor, den Euro-Hilfsfonds ESM zu einem europäischen Währungsfonds ähnlich wie den IWF auszubauen. Diese Institution könne dann die während der Griechenland-Krise als „Troika“ bekannt gewordene Kombination aus EU-Kommission, EZB und IWF ablösen. Dieser neue Fonds könnte dann Regel entwickeln, wie sich Gläubiger an einer Restrukturierung in Krisenländern beteiligen können. Der ESM würde dann eine Führungsrolle bei künftigen Hilfsprogrammen übernehmen.

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