Rückblick: Trading News vom 11. bis 25. Mai 2017

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In den USA bestimmte in den letzten Wochen erneut Donald Trump die Schlagzeilen. Fast täglich kommen neue Informationen an die Öffentlichkeit. Unter anderem geht es um mögliche Kontakte seines Teams zu Russland während des Wahlkampfs. Zudem soll Trump bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Geheimdienstinformationen weitergegeben haben. Im Zusammenhang mit der Russland-Affäre steht wohl auch die Entlassung von CIA-Chef James Comey. Derzeit ist Trump auf seiner ersten Auslandsreise unterwegs, die ihn zunächst nach Saudi-Arabien führte. Die Turbulenzen rund um Donald Trump bewegen auch die Anleger an der Wall Street. Der Dollar fiel zwischenzeitlich auf ein Sechs-Monats-Tief und auch zahlreiche Aktien mussten Verluste hinnehmen.

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In Europa sorgt der frischgebackene französische Präsident Emmanuel Macron für Aufsehen. Seine erste Auslandsreise führte ihn zu Angela Merkel nach Berlin. Zudem stellte er sein Kabinett vor. Viele der neuen Minister sind in Europa bestens vernetzt und sprechen sehr gut Deutsch, was den pro-europäischen Kurs Macrons unterstreicht. Möglicherweise könnte Macron tiefgreifende Reformen der EU anstoßen.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft
  • Geld- und Währungspolitik

Wirtschaft

EU

Gute Stimmung in der Weltwirtschaft

Laut dem Ifo-Institut ist die Stimmung in der Weltwirtschaft so gut wie seit Mitte 2014 nicht mehr. Das Barometer für das Weltwirtschaftsklima stieg im zweiten Quartal von 2,6 auf 13 Punkte. Ein derart deutlicher Zuwachs wurde zuletzt im Januar 2013 gemessen. Das Ifo-Institut befragte 1100 Experten aus 120 Ländern, die die aktuelle Wirtschaftslage und die Aussichten für die Zukunft deutlich positiver bewerteten. In fast allen Regionen der Welt habe sich die Stimmung verbessert, vor allem aber in der EU. Auch in Lateinamerika, wo die Lage mehrheitlich schlecht beurteilt wurde, hellen sich die Aussichten jedoch auf. In Schwellen- und Entwicklungsländern war ebenfalls eine positive Entwicklung feststellbar. Lediglich in Afrika und dem Nahen Osten sowie in der Türkei verschlechterte sich das Wirtschaftsklima.

Britische Wirtschaft schwächelt deutlich

Die britische Wirtschaft zeigt mittlerweile deutliche Schwächen. Das Wirtschaftswachstum hat sich seit Anfang des Jahres mehr als halbiert. Zudem senkte die Industrie den dritten Monat in Folge ihre Produktion. Auch das britische Pfund präsentiert sich weiterhin schwach und sorgte damit für einen Anstieg der Inflation. Aus einer Prognose der britischen Notenbank geht hervor, dass sich die britischen Verbraucher in diesem Jahr auf einen stärkeren Anstieg der Preis einstellen müssen als noch zu Jahresbeginn gedacht. Ende 2017 soll die Inflation dann laut der Prognose der Bank of England ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. Die Teuerungsrate soll dann mehr als 2,8 Prozent betragen. Zudem wird erwartet, dass sich die britischen Verbraucher auch in den kommenden Jahren auf höhere Inflationsraten einstellen müssen. In drei Jahren soll die Inflationsrate noch immer bei 2,26 Prozent und damit über den BoE-Ziel von zwei Prozent, liegen. Premierministerin Theresa May kündigte im Wahlkampf für die vorgezogenen Neuwahlen im Juni an, die stark gestiegenen Energiepreise zu begrenzen und damit Familien zu entlasten.

Wachstumsprognose für Euroraum leicht angehoben

Die EU-Kommission sieht eine positive Entwicklung der Eurozone. Es gebe mehr Wachstum, weniger Arbeitslose und geringere Schulden. Daher erhöhte die EU-Kommission ihre Vorhersage für das Bruttoinlandsprodukt für das laufende Jahr leicht von 1,6 auf 1,7 Prozent. Für 2018 wird ein BIP von 1,8 Prozent erwartet. Der für den Euro zuständige EU-Kommisar Valdis Dombrovskis sagte, dass das Wachstum im Euroraum an Fahrt gewinne. Auch Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici unterstrich diese Einschätzung. Weiterhin sieht die EU-Kommission aber Risiken wie die US-Handelspolitik und die Brexit-Verhandlungen.

Wachstum der Billigflug-Branche

Einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge wächst die Billigflug-Branche dank Anbietern wie Ryanair und Easyjet. Beide Anbieter haben die Anzahl ihrer Flugverbindungen im Winter erhöht. Das Streckennetz der Billiganbieter umfasst nun 518 unterschiedliche Strecken mit Start in Deutschland und erreichte im Winterhalbjahr einen neuen Höchstwert. Die Hälfte des Marktes kontrollieren die Lufthansa-Töchter Eurowings und Germanwings. Dazu kommen einige schnell wachsende Anbieter wie das ungarische Unternehmen Wizz Air. Laut dem DLR sind rund 23 Prozent aller Flüge, die in Deutschland abheben, Low-Cost-Verbindungen.

Allerdings hinkt damit der deutsche Markt noch deutlich hinterher. Europaweit sind 29 Prozent aller Flüge Low-Cost-Verbindungen. Da vor allem Ryanair und Wizz Air mittlerweile auch verstärkt an großen Flughäfen auftreten, die Konkurrenz wächst und die Ölpreise niedrig sind, wurden auch die Flugtickets im Vergleich zum Vorjahr deutlich günstiger. Zahlte man vor einem Jahr noch zwischen 64 und 107 Euro für Verbindungen innerhalb Europas, sind es heute nur noch 44 bis 105 Euro.

Passagier-Rekord an deutschen Flughäfen

Auch an den deutschen Flughäfen freut man sich über positive Zahlen. Zu Jahresbeginn sind so viele Fluggäste von deutschen Flughäfen gestartet wie noch nie in einem ersten Jahresquartal. Laut dem Statistischen Bundesamt flogen zwischen Januar und März vier Prozent mehr Passagiere von deutschen Flughäfen ab. Insgesamt konnte das Statistikamt in den ersten drei Monaten des Jahres 23,5 Millionen Fluggäste registrierten. In der Regel fliegen zu Jahresbeginn nur vergleichsweise wenig Menschen und Fluggesellschaften machen in dieser Jahreszeit oftmals Verluste. Innerhalb Deutschlands lag der Zuwachs mit 2,9 Prozent unter dem Durchschnitt; Flüge ins Ausland mit 4,3 Prozent jedoch leicht darüber. Den größten Zuwachs erreichten Flüge in Richtung Afrika. Dort lag das Plus bei fast 14 Prozent. Die Flüge in die Türkei gingen dagegen um fast 18 Prozent zurück.

Merkel hält Ziel von einer Million Elektro-Autos bis 2020 für unrealistisch

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, dass man das Ziel, dass im Jahr 2020 eine Million Elektro-Autos auf deutschen Straßen fahren sollen, nach derzeitigem Stand nicht erreichen werde. Allerdings könnte der Durchbruch für Elektroantriebe auch sehr plötzlich kommen. Merkel verwies dabei auf den plötzlichen Durchbruch bei Smartphones. Daher müsse man sich in Deutschland weiterhin auf die E-Mobilität vorbereiten. Allerdings läuft der Verkauf von Elektro-Autos nur sehr schleppend. Bundesweit sind bislang weniger als 100.000 Autos mit Elektroantrieb unterwegs.

Zahl der Fusionen und Übernahmen gestiegen

Zur Zeit sind deutsche Unternehmen im Ausland sehr gefragt. Die Zahl der Fusionen, Übernahmen und Beteiligungen hat sich 2016 mehr als vervierfacht. Die Gesellschaft Germany Trade & Invest (GTAI), die für das Standortmarketing der Bundesrepublik zuständig ist, erfasste im vergangenen Jahr 1.707 Transaktionen. Im Jahr zuvor waren es nur 413. Dies zeigt, dass Deutschland sehr attraktiv für ausländische Investoren ist. Fast zwei Drittel der Transaktionen wurden durch Unternehmen aus den USA und Großbritannien getätigt. Zudem investieren chinesische Unternehmen in deutsche Unternehmen. Darüber hinaus gründeten 1.944 Investoren in Deutschland neue Vertriebsbüros oder Produktionsstätten. Diese Zahl ist ein neuer Rekord. Bereits in den acht Jahren zuvor wurde Jahr für Jahr eine neue Bestmarke aufgestellt. 281 dieser Projekte wurden von chinesischen Unternehmen aufgebaut, 242 von US-amerikanischen und 194 von Schweizer Unternehmen.

Bauboom in Deutschland schwächt sich ab

Erstmals seit fünf Jahren nahm die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen ab. Von Januar bis März wurden 5.600 Baugenehmigungen weniger ausgestellt als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt lag die Zahl bei 79.000 Genehmigungen. Dennoch sieht der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) weiterhin gute Rahmenbedingungen. Die Baubranche profitiert derzeit stark von niedrigen Zinsen. In den vergangenen Jahren investierten auch viele Privatpersonen in ihre Häuser und Wohnungen. Außerdem legen Investoren mangels Anlagealternativen verstärkt ihr Kapital in Immobilien an. Daher rechnet die Baubranche in diesem Jahr weiterhin mit einem deutlichen Wachstum.

Förderkosten bei Windparks sinken

Windenergie wird in Zukunft vermutlich billiger für die Stromkunden. In Zukunft bekommen neue Windparks nur noch durchschnittlich 5,71 Cent pro Kilowattstunde garantiert. Dies gab das Wirtschaftsministerium nach der ersten Ausschreibungsrunde für Windparks bekannt. Damit erhalten die Betreiber nun etwa 20 Prozent weniger als bisher. In der ersten Ausschreibungsrunde erhielten Betreiber den Zuschlag, die Windräder mit gut 800 Megawatt-Leistung betreiben. Vor kurzem gab es schon Veränderungen bei Off-Shore-Windparks im Meer. Die Betreiber dieser Windräder verzichten auf eine weitere staatliche Förderung. Dies wurde unter anderem von Vertretern der Grünen als Beweis für die Wettbewerbsfähigkeit der Windenergie gewertet. Nun könnten auch die Kosten für Verbraucher sinken.

Ölförderung weiterhin reduziert

Im Vorfeld des halbjährlichen Treffens der Opec in Wien war zu hören, dass die Opec und andere wichtige Ölförderstaaten wohl auch in Zukunft die Ölfördermenge reduzieren wollen, um damit den Ölpreis zu erhöhen. Mehrere Ölförder-Staaten haben sich dafür ausgesprochen, die seit Anfang 2017 geltenden Regelungen zur Kürzung der Fördermenge beizubehalten und um neun Monate bis zum Frühjahr 2018 zu verlängern. Ein endgültiger Beschluss wird wohl am Ende des Treffens mitgeteilt.

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USA

Warnung vor aggressiven Zinsschritten in den USA

James Bullard, der Chef des Fed-Ablegers in St. Louis, warnt vor einer zu aggressiven Vorgehensweise bei weiteren Zinserhöhungen. Die letzten Zahlen aus der US-Wirtschaft fielen eher durchwachsen aus. Daher sind seiner Ansicht nach zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr womöglich zu aggressiv. Derzeit rechnen Experten jedoch mit einer weiteren Zinserhöhung im Juni. Bullard sprach auch die jüngsten Entwicklungen rund um Präsident Donald Trump an, der in den vergangenen Wochen unter anderem mit Kontakten seines Wahlkampfteams zu Russland und der Entlassung von CIA-Chef James Comey Schlagzeilen machte. Einige Enthüllungen der letzten Wochen haben Anleger an der Wall Street verunsichert. Zudem wachsen die Zweifel, ob Trump seine Steuersenkungs- und Investitionspläne durchsetzen kann.

Geld- und Währungspolitik

Geldpolitischer Kurs der EZB

Bald könnte sich der geldpolitische Kurs der EZB verändern. Vizechef Vitor Constancio kündigte an, dass die EZB in einigen Monaten ihren geldpolitischen Kurs neu ausrichten könnte. Bis Dezember sei der Kurs der EZB festgelegt. Dies bedeute aber automatisch, dass man im Herbst über das weitere Vorgehen entscheiden müsse. Dies ließ der Portugiese am Rande einer Finanzkonferenz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt verlauten.

Bis Mitte Dezember will die EZB weiterhin jeden Monat Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Euro ankaufen und so die Wirtschaft ankurbeln. An den Märkten spekuliert man derzeit, dass die EZB im Januar 2018 diesen Umfang reduzieren werde und im kommenden Jahr auch von der Nullzinspolitik abkehren wird. Allerdings betonte auch Constancio, dass die EZB nicht überstürzen werde. Erst wenn sich die Notenbank sicher sei, dass die Inflation nachhaltig sei, wird wohl die EZB ihren Kurs verändern.

Draghi sieht keinen Grund für Veränderungen

EZB-Präsident Mario Draghi sieht derzeit allerdings keinen Grund, Veränderungen am geldpolitischen Ausblick der Notenbank vorzunehmen. Zuletzt betonte Draghi immer wieder, dass die Schlüsselzinsen auch weit über das Ende der Anleihenkäufe hinaus niedrig bleiben werden oder sogar noch weiter fallen könnten. Bislang ist vorgesehen, dass zuerst die Anleihenkäufe beendet werden müssen, bevor man über Zinserhöhungen entscheiden kann. Kürzlich hatte der EZB-Direktor Benoit Coeure diese Reihenfolge infrage gestellt.

Britische Notenbank plant Leitzinserhöhung erst für 2019

Die britische Notenbank wird vor den für den 8. Juni geplanten Neuwahlen die Zinsen konstant halten. Eine Erhöhung des Leitzinses könnte erst im Jahr 2019, in dem der Austritt aus der EU endgültig vollzogen werden soll, anstehen. Der Chef der Bank of England, Mark Carney, geht von einem problemlosen Austrittsprozess aus. Eine Zinserhöhung Ende 2019 wäre dann die erste seit dem Jahr 2007. Allerdings könnte man sich auch etwas früher für eine geldpolitische Straffung entscheiden. Auf der Mai-Sitzung der BoE beließ die Notenbank auch den Umfang ihres Anleihen-Kaufprogramms bei 435 Milliarden Pfund. Der Leitzins bleibt weiterhin auf dem historisch niedrigen Stand von 0,25 Prozent. Auf dieses Niveau reduzierte die britische Notenbank den Leitzins nach dem Brexit-Votum.

Negativzinsen laut Schweizerischer Notenbank weiterhin notwendig

Die Schweizerische Notenbank (SNB) ist der Ansicht, dass die derzeitigen Negativzinsen von minus 0,75 Prozent weiterhin notwendig sind. Der Präsident der Notenbank Thomas Jordan hält diese ebenso wie die Interventionen am Devisenmarkt weiterhin für notwendig, da der Franken noch immer deutlich überbewertet sei. Wenn sich allerdings die europäische Geldpolitik normalisiere, würde sich auch der Druck auf den Franken reduzieren. Aber auch eine Normalisierung der europäischen Geldpolitik könnte dazu führen, dass die Zinsen weiterhin verhältnismäßig niedrigen bleiben werden. Laut Jordan würde eine Zinserhöhung dazu führen, dass der Franken weiter aufgewertet würde.

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