Rückblick: Trading News vom 8. bis 22. Juni 2017

IQ Option ErfahrungenDie Neuwahlen in Großbritannien endeten mit einer Niederlage für Theresa May und ihre konservative Partei. Die Tories verloren ihre absolute Mehrheit im Unterhaus und müssen nun gemeinsam mit einem Koalitionspartner, der ultrakonservativen nordirischen DUP-Partei, regieren. Die Labour-Partei von Jeremey Corbyn konnte sich dagegen über deutliche Gewinne freuen. Dennoch startete einige Tage später offiziell die Brexit-Verhandlungen, deren Ausgang durch das Ergebnis der jüngsten Neuwahlen weiterhin offen sind. In Frankreich konnte der neue Präsident Emmanuel Macron mit seiner Partei „La République en Marche“ bei der Wahl zur Nationalversammlung dagegen die absolute Mehrheit erreichen. Darüber hinaus tagten in den vergangenen Wochen die Notenbanken in Europa und den USA.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft
  • Geld- und Währungspolitik

Wirtschaft

EU

Deutsche Unternehmen fahren Produktion hoch

Im April haben die deutschen Firmen ihre Produktion unerwartet stark hochgefahren. Es wurden 0,8 Prozent mehr Waren hergestellt als im Monat zuvor. Dies geht aus Daten des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Experten hatten nur mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet. Dies ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass die deutsche Konjunktur gut läuft. Doch im April mussten die Unternehmen im Land auch einen Rückschlag verkraften: Die Aufträge gingen um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück. Dennoch schätzt das Wirtschaftsministerium die aktuelle Auftrags- und Umsatzentwicklung als gut ein. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex fällt derzeit positiv aus und lag im Mai sogar auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Boom im deutschen Handwerk

Im deutschen Handwerk herrscht auch aufgrund der guten Lage in der Baubranche derzeit eine sehr positive Stimmung. Im ersten Quartal stiegen die Umsätze der Branche um 6,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Besonders das Kfz-Gewerbe konnte sich um 8,5 Prozent mehr Umsatz freuen. Auch die Gesundheitsbranche, das Lebensmittelgewerbe und vor allem das Bauhauptgewerbe konnten sich zu Jahresbeginn über Umsatzsteigerungen freuen. Ein Grund dafür war, dass es von Januar bis März drei Arbeitstage mehr gab, als im Jahr zuvor.

Weniger Firmenpleiten dank Aufschwung

Der Aufschwung in der deutschen Wirtschaft sorgt auch dafür, dass weniger Firmen Insolvenz anmelden müssen. Im ersten Halbjahr mussten 10.300 Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb einstellen. Diese waren fast sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Derzeit kommt es auch seltener zu Finanzierungsengpässen und Zahlungsausfällen. Die gute Konjunktur in Deutschland sorgt damit für eine bessere Ertrags- und Eigenkapitalsituation der Firmen.

Gesetz gegen unfairen Wettbewerb bei Fluggesellschaften

Die EU will nicht-europäische Fluggesellschaften bei Wettbewerbsverstößen härter bestrafen. So soll es in Zukunft möglich sein, Zölle gegen Unternehmen oder ganze Staaten zu erheben, die europäischen Airlines schaden. Der Entzug von Verkehrsrechten zum Flugbetrieb zwischen Ländern soll jedoch nicht betroffen sein. Das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten müssen dem Gesetzesentwurf noch zustimmen. Mit den neuen Regelungen könnten sich die Spannungen zwischen Airlines aus den Golf-Staaten wie Emirates und den europäischen Luftfahrtgesellschaften wie Lufthansa oder Air France weiter verschärfen. Deutschland und Frankreich fordern schon lange ein härteres Vorgehen seitens der EU gegenüber den Airlines aus den Golfstaaten, die ihrer Ansicht nach zu stark von den Herrscherhäusern der Golf-Staaten unterstützt werden.

Gewinne für Solarstrom-Branche

Solarstrom spielt in Deutschland eine immer größerer Rolle. Wie das Fraunhofer-Institut berechnete, produzierten die Photovoltaikanlagen im Mai 5,57 Terawattstunden und konnte damit einen neuen Rekord erzielen. Damit produzierten die Solaranlagen mit 12,3 Prozent eben soviel Strom wie Atomkraftwerke. Außerdem habe laut dem Bundesverband Solarwirtschaft die Nachfrage nach Solaranlagen und Batteriespeichern in den vergangenen Monaten zugenommen.

Deutsche Wirtschaft in Sorge wegen Neuwahlen in Großbritannien

Der unklare Ausgang der Neuwahlen in Großbritannien bereitet der deutschen Wirtschaft Sorgen, da beide Länder wirtschaftlich eng verbunden sind. Experten sehen weitere Unsicherheiten rund um den Brexit. Die Verhandlungen könnten sich aufgrund der unklaren Machtverhältnisse in Großbritannien noch schwieriger gestalten. Der anstehende Brexit hatte in den vergangenen Monaten bereits dafür gesorgt, das die deutschen Exporte nach Großbritannien stark zurückgingen. Schon Ende 2016 wurden zehn Prozent weniger Waren von Deutschland nach Großbritannien exportiert. Anfang 2017 sank die Anzahl der Exporte nach Großbritannien nochmals um drei Prozent.

Briten sorgen sich um ihre Kaufkraft

Auch bei den Briten selbst wächst die Unsicherheit. Angesichts der steigenden Inflation nehmen die Sorgen der Briten um ihre Kaufkraft zu. Das Barometer für die finanziellen Aussichten der privaten Haushalte in den nächsten zwölf Monaten sank im Juni um 1,3 Punkte und liegt nun bei 45,8 Punkten. Dies ist der niedrigste Wert seit Ende 2013. Da die Lebenshaltungskosten steigen, stehen die privaten Haushalte derzeit unter stärkerem Druck.

Weitere Finanzhilfen für Griechenland

Die griechische Regierung und die Finanzminister der Eurogruppe konnten sich auf weitere Finanzhilfen einigen. Die Regierung in Athen wird weitere 8,5 Milliarden Euro aus dem Hilfsprogramm der Geldgeber erhalten. Auch der IWF beteiligt sich – zumindest unter Vorbehalt – weiter an den Hilfen für das Krisenland. Die Frage nach Schuldenerleichterungen, die von der griechischen Regierung erhofft werden, bleibt weiterhin offen. Auch der IWF, der den derzeitigen Schuldenberg für untragbar hält, plädiert für derartige Erleichterungen.

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USA

Zinserhöhung in den USA

Im Unterschied zu den europäischen Notenbanken hob die US-Notenbank Fed zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen an. Die Zinsen in den USA liegen nun bei einem bis 1,25 Prozent. Eine weitere Erhöhung wird noch in diesem Jahr erwartet. Damit könnten die Zinsen am Jahresende möglicherweise bei 1,375 Prozent liegen. Die Zahlen aus der US-Wirtschaft stimmen die Fed weiterhin positiv. Unter anderem ist laut den Vorgaben der Notenbank in den USA weitestgehende Vollbeschäftigung erreicht. Auch für die kommenden Jahre wird daher mit Zinsanhebungen gerechnet. Aber auch die Fed ist weiterhin nicht mit der Entwicklung der Inflation, die noch weit von der Zwei-Prozent-Zielmarke entfernt ist, zufrieden.

EZB warnt vor negativen Folgen durch US-Handelspolitik

Die EZB sieht weiterhin große Unsicherheiten hinsichtlich der Ziele der Handelspolitik von US-Präsident Trump. Noch immer ist die Sorgen, dass die USA zunehmend auf eine protektionistische Handelspolitik setzen könnte, groß. Zudem warnen die EZB sowie weitere Vertreter europäischer Notenbanken, die US-Regierung vor einer Deregulierung des Bankensystems. Vertreter der Schweizerischen Notenbank sowie der französischen Notenbank warnen davor, die Regulierungen, die im Zuge der Finanzkrise eingeführt wurden, zurückzunehmen. Dies könnte schwerwiegende Folgen für die Stabilität des globalen Finanzsystems haben.

Geld- und Währungspolitik

Mini-Schritt in Richtung Kurswechsel bei der EZB

Auf ihrer Sitzung in Tallinn verkündete die EZB nur einen kleinen Schritt in Richtung einer geldpolitischen Wende. Bislang sprachen die EZB-Verantwortlichen davon, dass es nach dem Ende der Anleihenkäufe auch zu noch tieferen Zinsen kommen könnte. Dies strich die EZB nun aus ihrem Ausblick. EZB-Präsident Mario Draghi sagte, die Wirtschaft in der Eurozone habe inzwischen an Schwung gewonnen und dürfte schneller wachsen, als bisher gedacht. Die Wachstumsrisiken seien derzeit weitestgehend ausgeglichen. Damit ging die EZB zumindest verbal einen ersten Schritt in Richtung geldpolitische Wende. Draghi sagte allerdings, dass die EZB im Notfall zu Zinssenkungen bereit seit, wenn sich die Situation verschlechtern sollte. Auf die weiterhin schwache Inflation blickt die EZB derzeit jedoch mit Sorgen.

EZB kauft Yuan

Die EZB hat in diesem Jahr die chinesische Landeswährung Yuan in ihre Fremdwährungsreserven aufgenommen. In ersten Halbjahr wurden Yuan im Wert von einer halben Milliarde Euro gekauft. Damit reagiert die EZB auf die wachsende Bedeutung des Yuan. Ein Teil der Fremdwährungsreserven, die bislang in US-Dollar angelegt waren, wurde nun in Yuan eingetauscht. Der Gesamtwert der Währungsreserven blieb damit unverändert. Insgesamt verfügt die EZB über rund 278 Milliarden Euro an Fremdwährungsreserven. Erst im vergangenen Jahr nahm der Internationale Währungsfonds den Yuan in seinen Kreis der Weltreservewährungen auf.

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Negativzinsen in der Schweiz bis 2018

Die Schweizer Notenbank wird wohl mindestens bis zum kommenden Jahr ihre Zinssätze extrem niedrig halten. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass erst Ende 2018 eine Zinsanhebung möglich sein könnte. Auch auf ihrer jüngsten Sitzung beließen die Währungshüter in der Schweizer die Zinsen bei minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent. Eine Zinsanhebung der Schweizerischen Nationalbank hängt wohl auch vom Vorgehen der EZB ab. Nach der Wahl Emmanuel Macrons zum französischen Präsidenten fiel der Wert des Franken. Die SNB hat das Ziel, den Franken abzuwerten. Unter anderem verteuern sich damit Schweizer Produkte nicht zu stark und bleiben bei einem konkurrenzfähigen Preis.

Referenzzinsatz in Großbritannien bleibt auf Rekordtief

Die Bank of England beschloss auf ihrer jüngsten Sitzung, die Zinssätze unverändert zu lassen. Damit bleibt der Referenzzinssatz bei 0,25 Prozent. Das Ergebnis fiel jedoch knapper aus, als erwartet, denn drei der sieben Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses sprachen sich für eine Anhebung um 0,25 Prozent aus. Zudem geht die BoE wohl von einem weiteren Anstieg der Inflation aus. Bis zum Herbst könnte die Teuerungsrate womöglich auf mehr als drei Prozent steigen.

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