News-Rückblick 26. Oktober bis 9. November 2017

Jetzt zum Testsieger IQ OptionIn den USA wurde vor einigen Tagen Jerome Powell als Nachfolger für Janet Yellen an der Spitze der Fed nominiert. Die Entscheidung wurde von US-Präsident Donald Trump lange hinausgezögert. Derzeit befindet sich Trump in Asien, wo trotz diplomatischer Spannungen und des noch immer schwelenden Nordkorea-Konflikts auch die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China vertieft wurden. Unter anderem wurden Wirtschaftsabkommen in Höhe von mehr als 250 Milliarden Dollar abgeschlossen.

In Deutschland verhandeln CDU, CSU, FDP und Grüne weiter über eine Jamaika-Koalition. Bei vielen Themen herrscht Uneinigkeit. Zuletzt deuteten sich jedoch Kompromisse, beispielsweise in der Klimapolitik an.

Zudem beherrschten in den letzten Tagen die sogenannten „Paradise Papers“ die Schlagzeilen. Das Datenleck befasst sich wie schon die „Panama Papers“ mit zahlreichen Fällen von Steuerhinterziehung und Steuervermeidung, darunter auch von zahlreichen Prominenten und internationalen Unternehmen. Besonders brisant ist der Fall des US-Handelsministers Wilbur Ross, der den „Paradise Papers“ zufolge als Privatmann an Geschäften eines russischen Unternehmens beteiligt ist, dass unter anderem dem Schwiegersohn Wladimir Putins gehört.

Inhaltsverzeichnis

  • Wirtschaft
  • GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Wirtschaft

EU

Spanischer Finanzmarkt unter Druck

Die Katalonien-Krise belastet noch immer den spanischen Finanzmarkt. Nachdem sich das katalanische Parlament für eine Fortsetzung des Prozesses in Richtung Unabhängigkeit ausgesprochen hatte, stiegen die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen deutlich. Auch der Aktienmarkt sowie der Euro mussten Verluste hinnehmen.

Kritik an italienischem Haushaltsentwurf

Auch italienische Staatsanleihen gerieten unter Druck. Zudem kritisierte die EU-Kommission den Haushaltsentwurf Italiens für 2018. Die Planung liege unter den Vorgaben der EU und unter den Versprechen Italiens. Die EU-Kommission kann Haushaltsentwürfe ablehnen, falls sie stark gegen ihre Finanzregeln verstoßen. Die Regierung in Rom bekam Zeit für eine Stellungnahme. Die EU-Kommission fordert von Italien eine strukturelle Anpassung von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Aus dem vorgelegten Haushaltsentwurf geht jedoch lediglich eine Verbesserung um 0,2 Prozent hervor. Auch die Haushaltsentwürfe von Portugal, Belgien und Frankreich wurden bemängelt.

Preis für Heizöl auf Acht-Monats-Hoch

Derzeit liegt der Preis für 100 Liter Heizöl bei über 60 Euro. Damit hat der Heizölpreis erstmals seit März die Marke von 60 Euro übertroffen. Laut dem Messgeräte-Hersteller Tecson liegt der Durchschnittspreis bei 60,40 Euro. Auch die Preise für Diesel und Super E10 sind derzeit höher, als im Sommer. Der Grund liegt im anhaltenden Preisauftrieb am Rohölmarkt. Derzeit kostet ein Barrel der Ölsorte Brent über 61 Dollar und liegt damit auf dem höchsten Stand seit über zweieinhalb Jahren. Hier spielen unter anderem die Förderkürzungen der Opec, sinkende Lagerbestände an Öl in den USA und ausbleibende Lieferungen aus dem Irak eine Rolle.

EZB muss Zeitplan für Bankenprüfung ändern

Aufgrund von verspäteten Stresstestdaten muss die EZB-Bankenaufsicht ihren Zeitplan für die Bankenprüfung ändern. Die Ergebnisse des für 2018 geplanten Banken-Stresstests werden erst am 2. November 2018 bekannt gegeben. Bislang hatte man mit einem Termin im Sommer des kommenden Jahres gerechnet. Der Grund für die Verspätung ist die Einführung des neuen Bilanzierungsstandards IFRS 9, der ab 2018 gültig ist. Daher seien wichtige Zahlen nicht so einfach verfügbar. Nach den neuen internationalen IFRS-Standards müssen Banken unter anderem früherer und umfangreicher für faule Krediten vorsorgen. Der Stresstest für griechische Banken ist von dieser Verzögerung nicht betroffen. Mit diesen Ergebnissen wird weiterhin im März gerechnet, da kurz danach das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland ausläuft.

Strengere Abgasvorschriften in der EU

Die EU-Kommission fordert, dass neue Fahrzeuge ab 2030 30 Prozent weniger CO2 ausstoßen sollen als 2021. Schon bis 2025 soll der CO2-Ausstoß um 15 Prozent verringert werden. Aus der deutschen Automobilindustrie wurde umgehend Kritik laut. Sie sieht sich im internationalen Wettbewerb stärker belastet als ihre Mitbewerber. Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten müssen den Plänen der EU-Kommission erst noch zustimmen.

Die neuen Grenzwerte sollen dazu beitragen, die Klimaziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Der Ausstoß von CO2 soll bis 2030 um mindestens 40 Prozent sinken. Eine feste Quote für Elektroautos schlug die EU-Kommission allerdings nicht vor. Man wolle den Autobauern nicht vorschreiben, auf welche Technologie sie künftig setzen sollten.

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USA

US-Leitzins unverändert

Die Fed behält ihren Leitzins unverändert bei einer Spanne von einem bis 1,25 Prozent. Dies entsprach den Erwartungen von Experten. Eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr scheint jedoch nicht ausgeschlossen. Die Zahlen aus der Wirtschaft sind dabei sehr positiv. Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt zeigen sich trotz der schweren Hurrikans im Herbst robust.

Wenn allerdings bis Dezember keine Lösung im Haushaltsstreit gefunden wird, könnte dies die Pläne der Fed durchkreuzen. Zuletzt hatte sich US-Präsident Trump mit dem Kongress auf eine Zwischenfinanzierung bis zum 15. Dezember verständigt. Die nächste Fed-Sitzung ist für den 13. Dezember geplant. Wenn sich die Regierung und der Kongress nicht auf eine Erhöhung der Obergrenze ihrer Ausgaben einigen können, kann der Staat Rechnungen nicht begleichen, sich kein Geld leihen und auch seine Schulden nicht begleichen. An den Finanzmärkten könnte dies zu Unruhe führen.

Neuer Fed-Chef

US-Präsident Donald Trump hat sich für Jerome Powell als neuen Fed-Chef entschieden. Powell wird von Republikanern und Demokraten akzeptieren und wird wohl den aktuellen geldpolitischen Kurs fortführen. In der Vergangenheit hatte Powell die Entscheidungen Janet Yellens mitgetragen. Die Nominierung Powells wird damit als Zeichen für Kontinuität gewertet. Powell ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern kein Ökonom, sondern Jurist. Er wurde 2012 von Barack Obama in das Gremium der Fed-Gouverneure berufen.

Personeller Umbruch bei der Fed

2018 wird kurz nach Janet Yellen mit William Dudley, dem Präsidenten der New Yorker Fed, ein enger Vertrauter der aktuellen Notenbankchefin das Führungsgremium verlassen. Man halte bereits nach einem Nachfolger Ausschau. Dudley gilt als einer der „Erfinder“ der Geldschwemme, mit der die Fed auf die Finanzkrise reagiert hatte.

Steuerreform in den USA

Die von Donald Trump geplante Steuerreform nimmt langsam Formen an. Kevin Brady, der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Repräsentantenhaus, legte einen Gesetzentwurf vor, der auf die Vorschläge Trumps eingeht. Vorgesehen sind Steuerentlastungen in Höhe von mehreren Billionen Dollar in den nächsten zehn Jahren. Vor allem Unternehmen, private Steuerzahler und Familien sollen von den Steuererleichterungen profitieren. Dies wäre die erste große Steuerreform seit 1986. Ob Donald Trump mit diesem Projekt durchkommen wird, steht jedoch noch lange nicht fest.

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GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Benoit Coeure für Ende der Staatsanleihen-Käufe im September 2018

EZB-Direktor Benoit Coeure sprach sich für ein Ende der Ankäufe von Staatsanleihen im September 2018 aus und hofft, dass das Programm nicht verlängert wird. Dennoch geht er davon aus, dass das Programm der EZB solange verlängert wird, bis sich die Inflation in Richtung der anvisierten zwei Prozent bewegt.

Die EZB hatte sich auf ihrer Sitzung Ende Oktober dafür entschieden, ab Januar das monatliche Volumen der Anleihenkäufe auf 30 Milliarden Euro zu halbieren. Das Programm soll noch mindestens bis Ende September 2018 fortgesetzt werden. Ein konkretes Enddatum nannte die EZB nicht. Jens Weidmann, der Präsident der Bundesbank, hatte auf ein klares Ende der Anleihekäufe gehofft.

Zinserhöhung unter Draghi unwahrscheinlich

Am Geldmarkt geht man davon aus, dass es in der Amtszeit von Mario Draghi als EZB-Präsident keine Zinsanhebung geben wird. Die Amtszeit von Mario Draghi geht im Herbst 2019 zu Ende. Kaum Anleger spekulieren derzeit auf eine Zinserhöhung durch die EZB. Dies geht aus aktuellen Terminkontrakten hervor. Die Differenz zwischen Terminkontrakten für Herbst 2019 und dem derzeitigen Eonia-Index beträgt aktuell nur zwei Punkte. Damit sehen Anleger die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Herbst 2019 bei nur 20 Prozent. Zuletzt hob die EZB die Zinsen 2011 unter Draghis Vorgänger Jean-Claude Trichet an.

BoE erhöht Leitzins

Die Bank of England hat erstmals seit zehn Jahren ihren Leitzins erhöht. Er liegt nun bei 0,5 Prozent. Die Entscheidung wurde mit sieben zu zwei Stimmen getroffenen. Die BoE musste kurz nach dem Brexit-Votum den Leitzins auf 0,25 Prozent senken. Nun hat sich die BoE aus Angst vor einer weiter steigenden Inflation für eine Anhebung entschieden. Eine straffere Geldpolitik stärkt in der Regel die Währung und bremst die Inflation. Die britische Wirtschaft wuchs zuletzt nur noch wenig. Daher wurde die Entscheidung der BoE nicht überall geteilt. Einige Experten empfinden sie als gewagte Entscheidung, die auch das Gegenteil bewirken könnte. Zudem wird erwartet, dass es vor Mitte 2019 zu keiner weiteren Zinserhöhung kommen wird. Bis dahin werden wohl auch die Brexit-Verhandlungen zum Abschluss gekommen sein.

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