flatex Strafzinsen 2018 – was verbirgt sich dahinter?

flatex Strafzinsenflatex mit Sitz in Kulmbach trat 2006 in den Markt als Online-Broker ein. Die Handelsmöglichkeiten präsentieren sich umfangreich und auch die zugehörigen Konditionen zeigen sich überzeugend. Doch seit Mitte März 2017 erhebt flatex Strafzinsen, was die wenigsten Kunden begeistern dürfte. Die Benachrichtigung über die Zusatzbelastung durch Strafzinsen lässt sicherlich die Frage aufkommen – wechseln oder weiter Kunde bleiben? In dem folgenden Ratgeber beleuchten wir, was hinter den flatex Negativzinsen steckt. Darüber hinaus möchten wir die Konditionen und Leistungen des Brokers näher betrachten, sodass sich interessierte Trader einen Überblick verschaffen können.

  • Zum 15.03.2017 führt flatex Strafzinsen ein.
  • Die Strafzinsen gelten für alle Kunden.
  • Es sind die Guthaben auf dem Cashkonto betroffen.
  • Die Strafzinsen belaufen sich auf 0,4 Prozent pro Jahr.
  • Konto- und depotführende Bank ist die biw AG.
  • Konto- und Depotführung ist kostenlos.

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Inhaltsverzeichnis

  • Aus welchem Grund fallen flatex Strafzinsen an?
  • Welche Guthaben sind betroffen?
  • Broker wechseln oder bleiben?
  • ETF-Sparplanangebot bei flatex
  • Kosten bei flatex für den Handel
  • Was bietet das Serviceangebot des Brokers?
  • FAZIT: flatex Strafzins auch für kleine Guthaben

Aus welchem Grund fallen flatex Strafzinsen an?

Die Europäische Zentralbank (EZB) erhebt einen Negativzinssatz von minus 0,4 Prozent auf Gelder, die bei der Notenbank gelagert werden. Den aktuellen Negativzinssatz, der von der EZB erhoben wird, gibt flatex nun eins zu eins an seine Kunden weiter. Dabei sind alle Kunden des Online-Brokers von den Strafzinsen betroffen, die Guthaben auf dem Cashkonto führen. Die Einführung der flatex Strafzinsen dürfte als Ärgernis bei zahlreichen Kunden angekommen sein. Bereits verschiedene Banken fordern Strafzinsen von Kunden, die hohe Beträge auf den Konten lagern. Wenn weitere Anpassungen des Negativzinssatzes durch die EZB erfolgen, ist damit zu rechnen, dass flatex diese Änderungen an seine Kunden weitergibt. Bislang haben Direktbanken wie comdirect keine derartigen Strafzinsen eingeführt. Die Anzahl der Kunden bei comdirect ist auch mit über 3 Millionen weitaus höher als dies bei flatex der Fall ist. flatex verfügt derzeit über etwa 180.000 Kunden.

flatex Webseite

So präsentiert sich flatex auf der eigenen Webseite

Es kann die Frage aufkommen, ob es andere Broker flatex gleich tun und ebenfalls die Strafzinsen direkt an die Kunden weitergeben. Wie sich in unseren Erfahrungen zeigt, fallen bei flatex keine versteckten Kosten an, über die der Strafzins an die Kunden weitergegeben wird. Die zusätzliche Belastung fällt nicht durch die Erhöhung von beispielsweise den Ordergebühren an. Auch könnte flatex Gebühren für die Konto- und Depotführung berechnen, um die Zinskosten darüber wieder reinzuholen. Die Konto- und Depotführung ist bei flatex weiterhin kostenfrei.

Der flatex Strafzins fällt für die Einlagen an, die auf dem Cashkonto gehalten werden. So müssen Kunden mit einem Guthaben von 15.000 Euro auf dem Verrechnungskonto bei einem Strafzins von 0,4 % pro Jahr mit Kosten von 60 Euro rechnen.

Aufgrund der derzeitigen EZB-Politik, mit der ein Negativzinssatz von 0,4 % einhergeht, berechnet flatex ab Mitte März 2017 Strafzinsen. Bei der zusätzlichen Belastung, durch den Strafzins, kommt es auf die Höhe der Beträge an, die sich auf dem Cashkonto des Kunden befinden. Die Konto- und Depotführung ist bei flatex weiterhin kostenfrei.

Welche Guthaben sind betroffen?

Wie bereits erwähnt, fallen die flatex Negativzinsen auf die Einlagen an, die sich auf dem Cashkonto befinden. Hier findet sich kein Freibetrag. Die Strafzinsen werden auf Guthaben ab dem ersten Euro erhoben. Beim Online-Broker können Kunden davon profitieren, dass keine Mindesteinlage aufgerufen wird. So können auch weniger kapitalstarke Kunden den Einstieg in den Handel, ohne hohe Einstiegshürde finden. Jedoch sind auch Kleinanleger nicht von den Strafzinsen ausgenommen. Auch für kleine Beträge auf dem Cashkonto fallen die Strafzinsen an.

Je nach Kunde können sich auch Beträge auf dem Cashkonto befinden, die als Reserve dienen sollen. Es gilt nun abzuwägen, ob das Guthaben weiterhin als Reserve gehalten oder das Guthaben abgezogen werden soll. Weiter kann das Guthaben auch für den Handel eingesetzt werden. Gerade für sehr aktive Trader kann es sich als nützlich erweisen, wenn ein bestimmtes Guthaben auf dem Cashkonto bereitliegt, um dies zeitnah für den Handel einsetzen zu können. Bei einer aktiven Anlagestrategie werden Käufe mitunter schnell durchgeführt, sodass das benötigte Guthaben bereitliegen muss.

Die flatex Strafzinsen sind ab dem ersten Euro fällig. Kunden sollten sich darüber Gedanken machen, ob nicht benötigtes Guthaben auf dem Cashkonto besser abgezogen wird. So muss auf das abgezogene Guthaben kein Strafzins gezahlt werden. Wer sein Kapital nicht auf dem Cashkonto hält, sondern für den Handel einsetzt, kann dadurch Kosten vermeiden.

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Broker wechseln oder bleiben?

Wer nicht bereit ist die zusätzlichen Kosten zu zahlen, hat die Möglichkeit einen Depotwechsel vorzunehmen. Jedoch sollte hierbei im Vorfeld genau abgeklärt werden, ob sich der Depotwechsel zu einem anderen Broker als sinnvoll erweist. Da sich die Konditionen bei flatex durchaus überzeugend zeigen, sollte ein Wechsel genau durchdacht werden. Nicht nur Kunden von flatex sind bei den Strafzinsen hellhörig geworden. Auch für Trader, die noch auf der Suche nach dem passenden Broker sind, gestaltet sich dieser Aspekt als wichtig. Bevor sich Trader gegen den Broker entscheiden, sollten zunächst Konditionen und Leistungen ausführlich verglichen werden.

Auf der Webseite von flatex findet sich eine Tabelle, über die sich interessierte Trader einen ersten Eindruck verschaffen können. Hier wird ein Preisvergleich dargestellt, der die Gebühren im außerbörslichen Direkthandel, im Xetra-Handel und im USA-Handel verschiedener Online-Broker gegenüber stellt. Dabei werden die Gebühren von flatex, mit denen von unter anderem maxblue und S Broker verglichen.

flatex Ordergebühren

flatex wirbt mit einem direkten Konkurrenzvergleich

Wer sich für einen Wechsel entscheidet, kann von attraktiven Wechselprämien profitieren, die manche Broker anbieten. Dabei kommt es bei der Höhe der Wechselprämie häufig auf das Übertragsvolumen an. Diesbezüglich sollten sich Trader noch darüber informieren, welche Wertpapiere zur Aktion zählen. Für Neukunden geht ein Depotwechsel zumeist nicht mit Kosten einher. Jedoch können Kosten von der übertragenden Depotbank erhoben werden, was beachten werden sollte. Es obliegt der individuellen Entscheidung des Traders, ob dieser trotz der Strafzinsen, weiter Kunde bei flatex bleiben möchte oder das Angebot eines anderen Brokers vorzieht, der keine Strafzinsen berechnet.

Bevor ein Brokerwechsel umgesetzt wird, sollten die verschiedenen Angebote genau unter die Lupe genommen werden, um den tatsächlich passenden Broker ausfindig zu machen. Dabei kann der Broker-Vergleich auch ergeben, dass flatex trotz der Strafzinsen am besten zu den persönlichen Anforderungen passt. Die Wahl des Brokers ist eine individuelle Entscheidung, die bei jedem Trader von unterschiedlichen Faktoren abhängen kann.

ETF-Sparplanangebot bei flatex

Zur Produktpalette bei flatex zählen auch ETFs. Um in einen ETF-Sparplan investieren zu können, muss zunächst der passende ETF gefunden werden. Die Auswahl an sparplanfähigen ETFs zeigt sich bei flatex als großzügig. Als nützliches Hilfsmittel erweist sich der Fonds-Finder. Über die erweiterte Suche können Trader auch die Risikoklasse eingeben, die zur persönlichen Anlagestrategie passt, was sich von Vorteil zeigt. Ein ETF-Sparplan kann ab einer monatlichen Rate von 50 Euro eingerichtet werden. Dabei sollte die Überlegung angestellt werden, ob der Einzug des Betrags vom Cashkonto erfolgt oder über das festgelegte Referenzkonto.

Im persönlichen Benutzer-Bereich kann das Einzugskonto angegeben werden. Für den Login sind Kundennummer und Passwort erforderlich. In Sachen Änderungen zeigt sich der ETF-Sparplan flexibel. So können Sparer die Sparrate entsprechend der derzeitigen finanziellen Begebenheiten auswählen. Auch das Löschen erweist sich als unkompliziert. Zudem können Zahlungen auch ausgesetzt werden. Kunden von flatex haben die Wahl, sich für die Einzahlung von monatlichen Sparraten zu entscheiden. Darüber hinaus gibt es auch noch die Möglichkeit sich für quartalsweise, halbjährlich oder jährliche Einzahlungen zu entscheiden.

flatex Fonds-Suche

Die Fonds-Suche bei flatex

Was die Gebühren für die Sparplanausführung betrifft, so liegen die Kosten bei 0,90 Euro pro Ausführung. Zudem gibt es bei flatex Aktionsangebote, durch die Kunden Gebühren einsparen können. Während des Aktionszeitraums können ETF-Sparpläne über Comstage kostenfrei gehandelt werden. Es wird auch schon die nächste Aktion angekündigt, die sich um db x-tracker dreht. Auch über diesen Anbieter gibt es eine attraktive Auswahl an kostenfreien ETFs.

ETF-Sparpläne erweisen sich als beliebte Möglichkeit, um langfristig Geld anzusparen. Dabei findet sich bei flatex eine ansprechende Auswahl an sparplanfähigen ETFs. Dazu bietet der Online-Broker interessante Aktionsangebote. Beim Einzug der Sparrate kann auch das festgelegte Referenzkonto als Einzugskonto gewählt werden. Wer sein Referenzkonto als Einzugskonto nutzen möchte, kann die erforderlichen Einstellungen unkompliziert vornehmen.

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Kosten bei flatex für den Handel

Für den Handel stehen bei flatex mehrere Produkte zur Verfügung. Neben dem CFD- und Forex-Handel können auch Aktien, Zertifikate, Optionsscheine, ETFs, Anleihen und mehr gehandelt werden. Dazu kann der außerbörsliche oder börsliche Handel genutzt werden. Der Handel an deutschen Börsen und Xetra ist ab 5 Euro pro Order möglich. Dazu können noch Börsengebühren anfallen. So belaufen sich die Gesamtkosten einer börslichen Order an der Börse München auf ab 7,24 Euro pro Order.

Weiter wird ein Festpreis für den Handel an Börsen in USA und Kanada von 9,90 Euro pro Order aufgeführt. Für Börsen in Europa liegt der Preis pro Order bei 24,90 Euro. Auch beim außerbörslichen Direkthandel präsentiert flatex einen Festpreis, dieser beläuft sich auf 5,90 Euro pro Order. Es wird noch die Möglichkeit bereitgestellt, über flatex select unter anderem Mini Futures und Term Turbos zu 0 Euro pro Order zu handeln. Insgesamt erweisen sich die Gebühren als überzeugend. Um sich ausführlich zu informieren, sollte das entsprechende Preis- und Leistungsverzeichnis durchgelesen werden.

Es fällt auf, dass es bei flatex Festpreise gibt, zu denen eine Order online ausgeführt werden kann. Wer eine Order telefonisch bei einem Mitarbeiter aufgeben möchte, sollte dabei die Mehrkosten von 10 Euro beachten. Auch wenn durch die flatex Negativzinsen zusätzliche Kosten entstehen können, sollten Trader die auffallend fairen Konditionen für den Handel nicht außer Acht lassen.

Was bietet das Serviceangebot des Brokers?

Auch der Kundenservice zählt zu den wichtigen Leistungen. Die Erreichbarkeit des Kundenservice erweist sich als gut, obwohl keine Servicezeiten für das Wochenende aufgeführt sind. Es gibt jeweils eine Rufnummer für Interessenten und Kunden, was sich als gut bedacht erweist. Fragen können auch über das Kontaktformular gestellt werden. Für die Informationseinholung kann auch der umfangreiche FAQ-Bereich genutzt werden.

Wer ohne Erfahrungen in den Handel einsteigt, geht mitunter ein unnötiges Risiko ein. Um seine Kunden beim Handel zu unterstützen, bietet flatex ein informatives Schulungsangebot an. Es finden sich im entsprechenden Bereich Webinare zu verschiedenen Themen und auch Schulungsvideos können eingesehen werden. Über das bereitgestellte Schulungsangebot können unerfahrene Trader und auch ebenso Fortgeschrittene die Kenntnisse im Handel erweitern.

flatex Kundensupport

Der flatex Kundensupport verfügt neben einem Kontaktformular auch über eine telefonische Hotline

Weiter zählt auch das Demokonto zu den kostenlosen Leistungen bei flatex. Über das Demokonto können erste Erfahrungen im Handel gesammelt werden und das ohne ein Risiko dabei einzugehen. Der Handel über das Demokonto erfolgt mit virtuellen Guthaben, sodass Nutzer kein echtes Geld einsetzen müssen. Bei flatex gibt es ein CFD-Demokonto und auch ein FX-Demokonto. Beide Varianten können für 14 Tage unverbindlich ausprobiert werden. Das CFD-Demokonto wird mit einem virtuellen Guthaben von 10.000 Euro bestückt, sodass Nutzer den Handel auch mit größeren Beträgen austesten können.

Beim Online-Broker flatex präsentiert sich auch das Serviceangebot als zufriedenstellend. Die Servicezeiten belaufen sich für Kunden von montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Weiter kann das Schulungsangebot punkten, das hilfreiche Webinare und Schulungsvideos beinhaltet. Über ein Demokonto kann die Handelsplattform ausprobiert und die Abläufe des Handels ausgetestet werden.

FAZIT: flatex Strafzins auch für kleine Guthaben

Die Einführung der Strafzinsen beim Online-Broker flatex betrifft alle Guthaben auf dem Cashkonto, davon sind auch kleine Beträge nicht ausgenommen. Die Strafzinsen fallen ab dem ersten Euro an und belaufen sich auf 0,4 Prozent pro Jahr. Eben diesen Negativzinssatz ruft derzeit die EZB auf. flatex gibt die Zinskosten an seine Kunden weiter, sodass diese sich überlegen sollten, ob bestimmte Beträge weiter auf dem Cashkonto gelagert werden sollen.

Wer sich nicht mit den Strafzinsen einverstanden zeigt, kann einen Brokerwechsel in Betracht ziehen. Es finden sich aktuell zahlreiche Broker, die keine Negativzinsen auf Guthaben ab dem ersten Euro erheben. Jedoch können sich die Konditionen bei flatex sehen lassen, sodass Kunden hier abwägen sollten. Auch Trader, die sich auf der Suche nach dem richtigen Broker befinden, sollten das Gesamtbild betrachten und nicht nur die Strafzinsen. Wie die Entscheidung ausfällt, ist sicherlich abhängig vom jeweiligen Trader.

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